Grieben ist ein OrtsteilAuflistung als Ortsteil von Löwenberger Land im Kommunalverzeichnis Brandenburg; abgerufen am 6. Mai 2026 der Gemeinde Löwenberger Land im Norden des Landes Brandenburg.
Geographie mini|hochkant=1.20|Grieben auf einem Messtischblatt der Preußischen Uraufnahme von 1825 Grieben liegt am naturräumlichen Übergang von der Granseer Platte zur Rüthnicker Heide. Es erstreckt sich als Straßendorf entlang der Bundesstraße 167. Im Nordosten hat Grieben Anteil am Naturschutzgebiet Harenzacken. Grieben grenzt im Norden an den Ortsteil Glambeck, im Osten an die Ortsteile Hoppenrade und Linde, im Süden an die Stadt Kremmen sowie im Westen an die Gemeinden Rüthnick, Herzberg (Mark) und Vielitzsee im Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Zwischen dem Ortsteil Neuendorf und der Stadt Kremmen liegt eine Exklave von Grieben.
Geschichte Grieben wurde 1256 im Nachnamen des Eggehardus de Gribene erstmals urkundlich erwähnt. Es kam vor 1438 in den Besitz des Zisterzienserinnenklosters Lindow und lag somit in der Herrschaft Ruppin. Seit spätestens 1459 war Grieben ein Kirchdorf. 1524 fiel es mit der Herrschaft Ruppin an die Mark Brandenburg. Nach der Säkularisation des Klosters Lindow 1541 gehörte es zu den landesherrlichen Ämtern Lindow (bis 1765), Friedrichsthal (bis 1819) und Alt Ruppin (bis 1872). Nach dem Dreißigjährigem Krieg waren 1652 12 von 16 Bauernhöfen und eine von 4 Kossätenstellen wüst, daneben gab es einen Freischulzen und 1 Krüger. Im 18. Jahrhundert wird eine Windmühle in Grieben erwähnt.
1896 erhielt Grieben einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Löwenberg–Flecken Zechlin, der heute nicht mehr bedient wird.
1900 war Grieben eine Landgemeinde mit 1777 ha Fläche im Kerngebiet im Kreis Ruppin der Provinz Brandenburg und 95 ha Fläche in der Exklave Grieben-Herzberg im Kreis Osthavelland. 1946 wurden im Rahmen der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone rund 272 ha Bodenfläche aufgeteilt. Die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft wurde 1952 gegründet, eine weitere folgte.
Seit der Verwaltungsreform von 1952 gehörte Grieben zum Kreis Gransee des Bezirks Potsdam. Von 1992 bis 1997 wurde Grieben durch das Amt Löwenberg verwaltet und wurde 1993 Teil des neuen Landkreises Oberhavel. Der Haltepunkt an der Bahnstrecke wurde 1996 geschlossen. Am 31. Dezember 1997 wurde das Amt Löwenberg aufgelöst und Grieben schloss sich mit neun weiteren Gemeinden zur neuen Gemeinde Löwenberger Land zusammen. Grieben bildet seitdem einen Ortsteil.
Einwohnerentwicklung Die folgende Tabelle zeigt die Einwohnerentwicklung von Grieben zwischen 1875 und 1996 im Gebietsstand des jeweiligen Stichtages:
Stichtag Einwohner Bemerkungen 418 Volkszählung 489 Volkszählung 508 Volkszählung 495 Volkszählung 641 Volkszählung 705 Volkszählung 1152 Volkszählung 1030 Volkszählung 784 Volkszählung 783 Volkszählung 656 Volkszählung 620 Tag der Deutschen Einheit 602 letzter Stichtag vor Gemeindefusion
Sehenswürdigkeiten Die Kirche Grieben ist eine verputzte Saalkirche mit Stichbogenfenstern und einem Kirchturm. Gebäude und Altar sind einfach und im Stil des Barock ausgeführt. Reste der Mauern sind mittelalterlich. Die Glocke stammt von 1510.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Oberhavel Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Oberhavel) Kategorie:Ortsteil von Löwenberger Land Kategorie:Ersterwähnung 1256 Kategorie:Gemeindeauflösung 1997