mini|Katholische Pfarrkirche hl. Johannes Nepomuk in Weiden bei Rechnitz (2011) mini|Innenansicht der Pfarrkirche Die römisch-katholische Pfarrkirche Weiden bei Rechnitz steht in der Gemeinde Weiden bei Rechnitz im Bezirk Oberwart im Burgenland. Sie ist dem heiligen Johannes Nepomuk geweiht und gehört zum Dekanat Rechnitz in der Diözese Eisenstadt. Die Kirche steht unter Denkmalschutz ().
Lagebeschreibung Die nach Westen ausgerichtete Kirche liegt am südlichen Ortsende an der Neumarkter Straße (L241), schräg gegenüber des Friedhofes.
Geschichte Die Pfarre Weiden bei Rechnitz wurde 1808 gegründet. Der klassizistische Kirchenneubau von 1819 wurde 1953 nach Plänen von Karl Holey um den Zubau eines Querschiffes mit Chor und eine Sakristei erweitert. 1968 erfolgte eine Restaurierung.Helmut Prinke: Kirchenbau im Burgenland. 1921–2016. Im Rahmen der Reihe: Architekturentwicklung des Landes Burgenland ab 1921, Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland, Eisenstadt 2019, ISBN 978-3-85405-237-1, S. 352–354.
Architektur Kirchenäußeres Die Kirche besteht zum einen aus dem klassizistischen, dreijochigen Langhaus mit Strebepfeilern. sowie dem in die Fassade eingebundenen Ostturm mit Spitzhelm, andererseits aus dem östlich anschließenden Erweiterungsbau in Form eines querrechteckigen Querschiffs mit anschließendem, flachrund geschlossenem Chorteils und einer zwischen südlichem Querhausarm und Chor eingefügten Sakristei. Das Satteldach des Langhauses und das Walmdach des Querhauses durchdringen einander kreuzförmig. die abgerundete Apsis ist abgewalmt.
Kircheninneres Die Kirche hat ein zweigeschoßiges Turmjoch mit dreiachsiger platzlgewölbter Läutstube. Die drei Joche des Kirchenschiffes sind platzlgewölbt. Dazwischen sind breite Gurtbögen die auf flachen Pilastern ruhen. Über den Querarmen und dem Altarraum ist Tonnengewölbe. In der Vierung der Querarme mit dem Altarraum bilden diese ein Kreuzgratgewölbe. Der erhöhte Altarraum ist flachrund geschlossen. Im östlichen Joch ist eine Orgelempore mit gerader, mittig betonter Brüstung auf zwei Holzstützen.Dehio-Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs – Burgenland. Weiden bei Rechnitz, Pfarrkirche hl. Johannes Nepomuk. Bearbeitet von Adelheid Schmeller-Kitt mit Beiträgen von Friedrich Berg, Clara Prickler-Wassitzky und Hannsjörg Ubl. Verlag Berger, Horn/Wien 2011, ISBN 978-3-85028-400-4, S. 314
Einrichtung Der ursprüngliche Hochaltar wurde 1966 entfernt. Stattdessen befindet sich an der Wand jetzt eine neu gefasste Figur des heiligen Johannes Nepomuk aus dem 19. Jahrhundert. Am Seitenaltar ist eine Figur der heiligen Maria mit Kind aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.
Orgel Die Orgel befindet sich auf der Ostempore und wurde 1910 von József Angster gebaut (op. 80). Es handelt sich um eine Pneumatische Kegelladenorgel mit folgender Disposition:
Manual, C – f3 Principal 8′ Bourdon 8′ Salicional 8′ Subbass 16′ Pedal, C – c'/12 Töne, M/P, Super M
Literatur Dehio-Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs – Burgenland. Weiden bei Rechnitz, Pfarrkirche hl. Johannes Nepomuk. Bearbeitet von Adelheid Schmeller-Kitt mit Beiträgen von Friedrich Berg, Clara Prickler-Wassitzky und Hannsjörg Ubl. Verlag Berger, Horn/Wien 2011, ISBN 978-3-85028-400-4, S. 314. Helmut Prinke: Kirchenbau im Burgenland. 1921–2016. Im Rahmen der Reihe: Architekturentwicklung des Landes Burgenland ab 1921, Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland, Eisenstadt 2019, ISBN 978-3-85405-237-1, S. 352–354.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Weiden bei Rechnitz Kategorie:Pfarrkirche in der Diözese Eisenstadt Kategorie:Johannes-Nepomuk-Kirche Kategorie:Baudenkmal (Burgenland) Kategorie:Erbaut 1819 Kategorie:Erbaut 1953 Kategorie:Dekanat Rechnitz Kategorie:Kirchengebäude im Burgenland Kategorie:Disposition einer Orgel