Pikbube war die erste dezidierte deutsche Päderastenzeitschrift. Sie erschien ab 1970. Nach mehrmaligen Indizierungsanträgen wurde sie 1974 eingestellt. Die Zeitschrift wurde von dem Verleger und homophilen Aktivisten Helmut W. Bendt herausgegeben und erschien bei der Hamburger Magnet Verlagsgesellschaft. Im Zuge der Politisierung der Thematik der Pädosexualität war der Pikbube das erste öffentliche Organ pädosexueller Aktivisten.Alexander Hensel, Tobias Neef, Robert Pausch: Von »Knabenliebhabern« und »Power-Pädos« – Zur Entstehung und Entwicklung der westdeutschen Pädophilen-Bewegung. In: Franz Walter, Alexander Hensel, Stephan Klecha: Die Grünen und die Pädosexualität: eine bundesdeutsche Geschichte. Göttingen 2014, S. 136–159, hier S. 141. Der Pikbube ist dem konservativen Flügel der Homophilenbewegung der Nachkriegszeit zuzuordnen. In ihm schrieben Journalisten, Wissenschaftler und Literaten wie der Schriftsteller Heinrich Eichen (unter dem Pseudonym Heinz Birken)Heinz Birken: Abschied von der Campagna. In: Pikbube, 9, 3. Jg., 1972, S. 26.Edward Brongersma: Hoffnungsträger Literatur. In: Angelo Leopardi: Der pädosexuelle Komplex. Handbuch für Betroffene und ihre Gegner. Berlin/Frankfurt 1988, S. 324–330, hier S. 325 der Journalist Johannes Werres,Johannes Werres: Kultivierung von Homosexualität – Schaffung einer neuen Kultur. In: Pikbube, Jg. 2, Ausg. 4, 1972. oder auch die niederländischen Pädophilenaktivisten Frits BernardFrits Bernard: Neue Untersuchungen in den Niederlanden. In: Pikbube, Juli-August 1972, S. 8. und Edward Brongersma.Edward Brongersma: Möglichkeiten. In: Pikbube, 5/1972, S. 10

Siehe auch Liste von Vereinigungen pädophiler Aktivisten

Weblinks Pikbube: die Zeitschrift für „ihn“, in der Zeitschriftendatenbank

Einzelnachweise

Kategorie:Zeitschrift (Deutschland) Kategorie:Ersterscheinen 1970 Kategorie:Erscheinen eingestellt 1974 Kategorie:Homosexualität Kategorie:Pädophilenbewegung Kategorie:Deutschsprachige Zeitschrift