Alcaracejos ist eine spanische Gemeinde in der Provinz Córdoba in Andalusien. hatte die Gemeinde Einwohner. Instituto Nacional de Estadística. Sie umfasst eine Fläche von  km² und hat eine Bevölkerungsdichte von Einw./km². Die durchschnittliche Höhe liegt bei 602 m über dem Meer, sie ist circa 74 km von der Provinzhauptstadt Córdoba entfernt.

Namen Zur Herkunft des Namens gibt es bisher keine einheitliche Theorie. Daher werden im Folgenden verschiedene Ätiologien aufgelistet: nach Miguel Asin Palacios könnte es sich um eine wörtliche Übersetzung im Spanischen aus einer arabischen Fruchtbezeichnung handeln. El cerezuelo, (Alcazar) auf Arabisch wäre dann ‚Kirsche‘ (Kirschbäumchen). Zugleich muss dann eine hispano-muslimische Besiedlung angenommen werden.Artikel in El Córdoba, Eugenio Solis Darin stimmt Juan Ocaña Torrejón bei, der jedoch annimmt, das der Name eine Bestätigungsform des alten Namens Allozo (Almendro – Wilder Mandelbaum) sei, den ihm der benachbarte Ort Villanueva del Duque beigegeben habe. Pater Fita identifiziert den Ort gar mit einem antiken Ort der Römer. Dafür spräche die Nähe zu zwei anderen Orten aus dieser Zeit: Ladrillar (Ziegelhaufen) und Derro del Santo (Heiliger Berg). Möglicherweise haben sich dort Gehöfte oder Schmelzhütten befunden. Eine Beschreibung aus dem Jahr 1887 besagt jedoch, das Dorf habe irrtümlich den Namen Alcaracejos erhalten. Das Diccionario hispano americano (Barcelona 1887) führt den Namen wieder auf das Arabische zurück, wie auch die Enciclopedia Universal Ilustrada Europea Americana. Dort wird auch eine Beziehung zum arabischen Alcharac (Campanilla, Glockenblume) hergestellt. Ramírez De Las Casas Deza führt den Namen auf das arabische Wort Al caria (Weiler) zurück. Dafür spricht, das wohl schon seit römischer Zeit einige Gehöfte an der Straße von Córdoba nach Almadén vorhanden waren. Weil es sich um mehrere kleine Gehöfte handelte, könnte man so den Plural und die Verkleinerungsform (al caria/alquería) erklären. Und auch die Bezeichnung Mojino für die Einwohner ließe sich daraus ableiten, weil sie auf Vögel anspielt, die in kleinen Gruppen in den Eichenwäldern leben.

Zuletzt gibt es noch die Herleitung von dem Ausdruck Alcázar Viejo. Der Almanach des Bischofs von Córdoba aus dem Jahr 1875 sagt: Nach der Tradition, die im Ort überliefert wird, ließ der Emir Abd ar-Rahman II. einen üppigen Alcázar errichten, der ihm auf seinen Kaninchen- und Rebhuhnjagden zur Erholung diente. Nach der Reconquista bastelten Hirten aus Pedroche Hütten in den Ruinen und bezeichneten den Ort als Alcázar Viejo und der aktuelle Name entstand dann wohl durch Verschleifung der Sprache. Diese letzte Möglichkeit erklärt aber nicht den Plural, mit dem Alcaracajos bezeichnet wird, obwohl in der Umgebung tatsächlich Reste maurischer Besiedlung gefunden wurden, die die Existenz eines Alcázar wahrscheinlich machen. Ältere Einwohner kennen auch noch die Legende um den Cerro Del Castillo (Cuzna): Dort soll sich ein verzauberter Schatz befinden, der von einer Mora bewacht wird, die sich in ein wildes Tier verwandelt.

Seit der Reconquista besteht der Ort unter seinem heutigen Namen und seitdem war er auch ein Teil von Pedroche, ohne von den Stiftungen berührt zu werden, welche die Territorien von Del Valle betrafen, die unmittelbar angrenzen. Sie wurden von den Herren von Santa Eufemia y Belalcázar gemacht.

Am Ende des 15. Jahrhunderts (ca. 1488) erhielt der Ort, zusammen mit seinen benachbarten Dörfern den Titel Stadt. Wodurch eine eigene Gerichtsbarkeit eingerichtet werden konnte. Damit war der Ort nur Córdoba unterstellt. Er verlor jedoch nicht die Gemeinschaft mit den anderen Dörfern der Las Siete Villas De Los Pedroches.D. Juan Ocaña

Geographie Lage Das Gemeindegebiet liegt im Norden der Provinz Córdoba, im Zentrum der Verwaltungseinheit (Comarca) Los Pedroches. es grenzt an Dos Torres und Villaralto im Norden, an Añora im Osten, Villanueva del Duque im Westen, Pozoblanco und Espiel im Südosten.

Klima Estación Meteorológica de Alcaracejos - Diputación de Córdoba Periodo 1951-1992 Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jahresdurchschnitt Mittlere Jahrestemperatur (°C) 07,0 08,4 11,1 13,6 17,8 22,3 26,9 26,6 23,2 16,8 10,8 07,2 16,0 Mittlerer Niederschlag (mm) 55,7 57,1 50,2 48,6 38,6 26,5 11,3 12,2 18,5 61,3 57,8 66,1 503,9

Geschichte 1487 führten die Bewohner von Alcaracejos einen Prozess, um sich aus der Gerichtsbarkeit von Torremilano zu befreien, worauf sie im folgenden Jahr ihren eigenen Gemeinderat bildeten. Man weiß auch, das 1557 in Alcaracejos ein Treffen der Städte stattfand, um eine Verordnung zu verfassen und zu erlassen, die die Verteilung der kommunalen Ländereien betraf (Dehesas de la jara Ruices, Navas del Emperador). Unterzeichner waren Vertreter der Gemeinden Alcaracejos, Añora, Pedroche, Pozoblanco, Torrecampo, Torremilano und Villanueva de Córdoba. Später, als Felipe IV. dieses Gebiet zu seinem Besitz erklärte, versammelten sich am 11. Januar 1644 in der Ermita de Piedrasantas von Pedroche die Repräsentanten dieser Städte, um zu versuchen die Städte aufzukaufen, und Alcaracejos entsandte dazu seine Alcalden D. Francisco Pérez Campanero und D. Mateo Sánchez Cerro mit dem Schreiber D. Francisco Fernández Franco. Am 6. Juli erwarben sie den Besitz für zwölftausend Dukaten, zahlbar innerhalb von vier Jahren. Dieser Vertrag vereinte 28.747 fanegas der Grenzgebiete von Córdoba (die Dehesa wurde damals als „la concordia“ bezeichnet), 46.960 fanegas vom Gebiet von Obejo und 6.950 fanegas Parzellen von Labrados.D. Juan Ocaña Torrejón

1660 wurde der Ort zusammen mit den anderen Orten von Las Villas De Los Pedroches von Felipe IV. als Marqués del Carpio verkauft und kam erst 1747 wieder an die spanische Krone.

1649 wütete die Pest und dezimierte den Ort auf ein drittel seiner Einwohner.Almanaque del Obispado 1875 Im Almanach des Bischofs von Córdoba steht weiter: „Es besteht aus 10 Straßen mit Namen: Padrón, Plaza, Empedrada, Cerrillo, Morcón, Santo, Cumbre, Realejo, Pilar und Fuente. Es hat eine Pfarrkirche geweiht dem San Andrés, diese ist umfangreich, von guter Bauweise und stabilem Gewölbe. Die Bauweise ist arabisch, von Bruchsteinen, auf einer herausragenden Stelle erbaut und ihre Hauptfassade blickt nach Osten. Der große Altar ist geschmückt mit schönen Schnitzwerken, von denen vor allem ein Bild des göttlichen Angesichts (Rostro Divino) verehrt wird. Das Taufregister reicht bis 1554, das Trauregister bis 1578, dasjenige der Sterbefälle bis 1615. In den Einfriedungen der Parroquia befindet sich der alte Friedhof, der 1842 in die Umgebung der Ermita de la Magdalena verlegt wurde. Der Getreidespeicher des Ortes wurde 1563 erbaut und 1785 erneuert. Er erhält sich in sehr gutem Zustand und bildet einen Apfel(?) in der Mitte des Platzes und enthält in seinem Speicher 1200 fanegas Weizen. Es gibt viele und ergiebige Brunnen.“ Noch 1921 verlieh Alfons XIII. dem Herrn García-Arévalo den Orden La Cruz De Beneficencia.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts blühte der caciquismo (Bonzokratie) auch in Alcaracejos, was man daran erkennt, dass in den Wahlscheinen eindeutig gekennzeichnet war, welcher Kandidat erwünscht sei. Man ersieht dies aus einem Brief des Gouverneurs von Córdoba, den der Kandidat der Opposition, Félix García Gómez De La Serna einreichte, um die Wahlen im Distrikt Pozoblanco anzufechten:

„El Gobernador de la Provincia de Córdoba, 10. Januar 1876 Senor Alcalde de Alcaracejos. Mein geschätzter Freund: Es wurden mir Nachrichten zugetragen, das Menschen, die für den Kandidaten der Opposition arbeiten, unter anderen falsche Anschuldigungen erfinden und damit verfolgen, das die Verwaltung zu seinen Gunsten geändert wird. Wenn die Gemeinden scheitern, der Regierung den Erfolg zu sichern, wird dies so geschehen, aber wenn sie, wie ich hoffe, mit aller Kraft ihre Pflicht erfüllen für den Kandidaten des Ministeriums, genannten V., kann er sicher sein, dass sich nichts an seiner Präsidentschaft ändert, das habe ich ihm zugesichert im Namen der Regierung. …“«El Gobernador de la Provincia de Córdoba, 10 de enero de 1876Sr. Alcalde de Alcaracejos. Mí estimado amigo:Ha llegado a mi, noticias que las gentes que trabajan por el candidato de oposición, entre otras falsedades que inventa para conseguir su objeto es la de que hechas las elecciones se cambiaran los ayuntamientos en su favor. Si los ayuntamientos faltan al Gobierno de seguro sucederá así, pero si cumplen como espero con su deber apoyando con todas sus fuerzas al candidato ministerial, diga V. al de su presidencia que puede estar seguro de que nadie le ha de cambiar, que yo se lo afirmó en nombre del Gobierno. …»

Der Aufstand vom 18. Juli 1936, der in erster Linie von den Rechten kontrolliert wurde, brach am 15. August desselben Jahres in Alcaracejos wieder zusammen und das Dorf blieb bis zum Ende des Krieges in den Händen der Republikaner. Am selben Tag ergab sich Pozoblanco und die Streitkräfte der Rechten und die Milizen zogen sich aus den umliegenden Dörfern unter dem Kommando von G. Civil Rodríguez de Austria dort zusammen. Eine der größten Schlachten der Republik fand dort statt, die berühmte Batalla de Pozoblanco (März–April 1937). Queipo de Llano startete am 6. März die Offensive, um den Weg zum Santuario de la Cabeza und zu den Minen von Almadén frei zu machen. Von Peñarroya kamen zwei Abteilungen in Richtung auf Villanueva del Duque. Von Espiel nach Alcaracejos zog die Einheit Gómez Cobian und von Villaharta kam diejenige des Kommandanten Fermín Hidalgo. Bei der Operation entstanden einige unvorhergesehene Situationen. Zum einen die unerwartete Stärke der Brigadas Republicanas: vier Bataillone (20, 25, 73, 74) waren vor Ort und zusätzlich setzte heftiger Regen ein. 10 Tage lang konnten die Franquisten nicht nach Villanueva del Duque einmarschieren und stießen 4 Tage lang auf heftigen Widerstand der republikanischen Brigaden 20 und 25, sowie der Artillerie unter Blanco Pedraza, bis am 15. März eine frische Einheit von Espiel unter dem Befehl von Coronel Baturone dazu kam und die Puerto Calatraveño erobern und nach Alcaracejos einmarschieren konnte. Sie zwangen die Republikaner, sich bis nach Pozoblanco zurückzuziehen. Am 17. Tag erreichten die Franquisten zwei km Entfernung zu diesem letzten Ort. Pérez Salas der Befehlshaber in Pozoblanco war, floh in der Nacht und richtete die Kampflinie mit den Streitkräften des benachbarten Gebiets wieder auf. Als am 18. März die Republikanische Luftwaffe auftauchte, sowie Panzer des Modells t-26 und die ersten Einheiten der 52 brigada de Almería, war die kritische Situation gerettet. Am 24. März führte der republikanische Befehlshaber die Gegenoffensive, um das verlorene Gebiet wieder zu gewinnen. Die Truppen des Duche blieben den Rest des Jahres auf Regionen des Gebirges beschränkt, wie zum Beispiel Chimorra. Nach der Batalla de Valsequillo am 26. März 1939 begann die siegreiche Offensive, die auf keinen Widerstand mehr stieß und am selben Tag zog das Heereskorps in Alcaracejos ein, womit der Krieg beendet war.

Angesichts der Zerstörung nach dem Krieg ließ die Dirección de Regiones Devastadas verschiedene Gebäude wieder aufbauen: Ermita de San Andrés (anstelle der zerstörten Pfarrkirche), eine Schule mit vier Klassenräumen, eine Gruppe von 22 Häusern und die Kasernen der Guardia Civil. Die Wiederaufnahme des Bergbaus war eine Hilfe für die Einwohner. 1953 hatte Alcaracejos 2809 Einwohner und 1960 sogar 3011. Als in den 60ern die Minen geschlossen wurden, führte dies zu einem Bevölkerungsschwund. 1981 gab es noch 1439 und 1987 1524 Einwohner in 474 bewohnten Gebäuden und 220 verlassenen bzw. Ferienhäusern. Eine Attraktion sind die vielen Gewässer, die als Urlaubsziele locken. Am 5. Mai 1954 erlaubte das Ministerio de la Gobernación der Verwaltung von Alcaracejos ein Stadtwappen anhand der Vorgaben der Real Academia De La Historia zu entwerfen.