Hinojosa del Duque ist eine spanische Gemeinde in der Provinz Córdoba, Andalusien.Portafolio Fotográfico de España. Cuaderno nº 97. Hinojosa del Duque. 1900.Manuel Valdés. Hinojosa del Duque; un remanso de paz en la sierra cordobesa. Enciclopedia General – Guía Antológica. Andalucía Pueblo a Pueblo. Tomo número 3. Córdoba, 1981. hatte die Gemeinde Einwohner.

Geographie Das Gemeindegebiet umfasst 533 km² (Bevölkerungsdichte: 13,86 Einwohner/km²). Hinojosa del Duque liegt auf 542 m über dem Meer, 94 km von der Provinzhauptstadt Córdoba entfernt. Die Gewässer der Umgebung entwässern beinahe alle in das Becken des Guadiana, vor allem über den Río Zújar; nur der Arroyo del Caldero, ein Zufluss des Río Cuzna, leitet seine Wasser in das Becken des Guadalquivir.

Geographische Lage Nordwesten: Monterrubio de la Serena Norden: Belalcázar Nordosten: Belalcázar, Villaralto y El Viso de Los Pedroches Westen: Valsequillo 75px Osten: Villaralto, Fuente la Lancha y Villanueva del Duque Südwesten: La Granjuela Süden: Peñarroya-Pueblonuevo, Belmez y Villanueva del Duque Südosten: Villanueva del Duque

Name Hinojosa del Duque wurde in den ersten Jahrzehnten des 14. Jahrhunderts in seiner heutigen Form gegründet. Zu dieser Zeit wurde vom Rat von Córdoba (Concejo de Córdoba) in der Comarca de Los Pedroches Ansiedlung betrieben und die Orte erhielten ihre Namen nach den lokalen Besonderheiten. In Hinojosa gab es laut den Aufzeichnungen von Ramírez y de las Casas-Deza,Ramírez y de las Casas-Deza, LM. Orografía histórico-estadística de la provincia y obispado de Córdoba. Monte de Piedad y Caja de Ahorros de Córdoba. Córdoba 1986 (ed. 1842) massenhaft Fenchel (hinojo), der dem Ort seinen ursprünglichen Namen verlieh: Finojosa del Pedroche (1316). Das Königslehen Hinojosa ging in der Mitte des 15. Jahrhunderts über an die Condado de Belalcázar und wurde ab 1533 mit der heute noch gängigen Bezeichnung versehen, da der Conde Francisco de Sotomayor den Titel des Duque erwarb, als er Elvira de Zúñiga, III duquesa de Béjar heiratete.

Geschichte Vorgeschichte und Altertum Es gibt eine ganze Reihe von Funden, die einen Einblick in die Siedlungsgeschichte von Hinojosa del Duque geben. Die ältesten Funde stammen aus der Mittelsteinzeit. Am Cerro del Cohete wurden Steinwerkzeuge gefunden. Eine Fundstätte mit vielen Funden aus dem Epipaläolithikum befindet sich in El Olivar de las Patudas. Dort hat man eine ganze Anzahl von mikrolithischen Werkzeugen gefunden: Schneidwerkzeuge, Kerben und Grate, sowie einige Scheiben und Messerblättern, wie sie für diese Fundstätten charakteristisch sind.Manuel Valdés. Hinojosa del Duque; un remanso de paz en la sierra cordobesa. Enciclopedia General – Guía Antológica. Andalucía Pueblo a Pueblo. Tomo número 3. Córdoba, 1981. Aus der Kupfersteinzeit stammen mehrere polierte Steinäxte, die man an verschiedenen Stellen im Ortsgebiet ausgegraben hat.

Am Cerro del Cohete haben sich darüber hinaus einige Fragmente von bemalten Keramiken aus der Bronzezeit erhalten. Nach Ansicht von Casas-Deza liegt Hinojosa del Duque in dem Gebiet, das von den Römern als “Idias” bezeichnet wurde. Man hat Reste römischer Gebäude gefunden und die Dämme der Römerstraßen 11 und 29 aus dem Itinerar des Antoninus, mit denen sich drei Straßen der Stadt identifizieren lassen, was darauf schließen lässt, dass Hinojosa del Duque in dieser Epoche eine gewisse regionale Bedeutung hatte. Reste römischer Besiedlung finden sich zum Beispiel in der Ermita de Santo Domingo. Sie werden dem antiken Solia zugeschrieben. Gleichermaßen finden sich immer wieder Steininschriften, die „Baedro“ erwähnen, eine Stadt, die nach neueren Untersuchungen im Gebiet von El Viso vermutet wird. Im dritten Jahrhundert gab es wohl eine größere christliche Gemeinde, denn man weiß, dass der Älteste Eutanasio, bei der Synode von Elvira anwesend war und auch die Konzilsakten unterzeichnet hat, zusammen mit 24 weiteren Presbytern und Bischöfen. Am Cerro del Cohete hat man spätrömische Grabsteine gefunden und am Cerro del Molinillo hat man einen Pferdekopf aus gegossenem Blei gefunden.P. Juan Ruiz. Historia de la Ilustre y Noble Villa de Hinojosa del Duque. Jerez de la Frontera, 1922. In römischer Zeit war der Bergbau ein wichtiger Industriezweig. Es wurden Kupferminen in La Almagrera und in El Pozo de la Nieve gegraben und Bleiminen bei Los Almadenes. Bei Baño de la Mora befanden sich Erzwäschen.

Mittelalter In Maurischer Zeit, unter dem Emirat von Córdoba entwickelte sich Córdoba zur Hauptstadt der muslimischen Gebiete in Spanien. Das Gebiet um Hinojosa del Duque war zu dieser Zeit bekannt für seinen Reichtum an Eicheln und deren Qualität. Dementsprechend wurde das Gebiet als Fohs-al-Bolut oder Fahs-al-Bolut (span. „Llano de las Bellotas“, dt. Ebene der Eicheln) bezeichnet.

Laut einigen Autoren wie Ebn Alkhatib, Abu-Bakero, Masdeu oder Juan Ruíz, war das Gebiet von Hinojosa del Duque auch Sitz eines Taifa-Königreiches. Zwischen 1011 und 1106 regierten fünf Könige (Hodail I, Abdalmelic I, Hodail II, Abdalmelic II und Yahya), damit war es die vorletzte Taifa, die in das Imperium der Almoraviden eingegliedert wurde.Manuel Valdés. Hinojosa del Duque; un remanso de paz en la sierra cordobesa. Enciclopedia General – Guía Antológica. Andalucía Pueblo a Pueblo. Tomo número 3. Córdoba, 1981.

1236 wurde es von Diego Martínez erobert, der durch Ferdinand III. (Kastilien) mit dem Gebiet belehnt wurde. Die berühmten „serranillas“ des Marqués de Santillana, welche die „Vaquera de la Finojosa“ (Kuhhirtin von Finojosa) besingen, sind in diesem Gebiet inspiriert worden. 1444 ging es über an die Condado de Belalcázar, als Geschenk von Juan II. an Gutierre de Sotomayor. Seit 1594Libro de los Millones: Censo de población de las provincias y partidos de la Corona de Castilla en el siglo XVI gehörte es zur Tierra de Belalcázar in der Provincia de Trujillo.

Neuzeit In der Neuzeit gehörte „Hinojosa“ zur Grafschaft von Belalcázar, und 1533 begann es den Beinamen „del Duque“ zu führen. In diesem Jahr ging Francisco de Sotomayor, 5. Graf von Belalcázar, vertraglich die Ehe mit Teresa de Zúñiga, 3. Herzogin von Béjar ein. Die Stadt gehörte danach bis ins 19. Jahrhundert gleichzeitig zum Bistum Córdoba und zur Provinz Extremadura.„El Condado de Belalcázar“ en: I Jornadas de la Real Academia de Córdoba en Hinojosa del Duque. 18-19. Juni 1994. Excmo. Ayuntamiento de Hinojosa del Duque

Hinojosa del Duque war immer die einwohnerreichste Stadt der Grafschaft und erfuhr ein starkes Wachstum. Die Einwohnerzahl stieg von 711 (1530) auf 1.408 in 1790.

19. Jahrhundert Einige der schrecklichsten Jahre der Stadtgeschichte ereigneten sich während der Zeit der Napoleonische Kriege auf der Iberischen Halbinsel. Die ersten Nachrichten von der Eroberung erreichten die Gemeinde am 7. April 1808, als die Gerichte um öffentliche Fürbitten baten. 1809 bildete sich ein Bataillon von flintenbewehrten Hinojoseños, die in den Schlachten von Bailén, Medellín und Valsequillo tapfer kämpften und zahlreiche Opfer brachten. Im Kampf gegen die Franzosen standen im Gebiet von Los Pedroches so genannte „Escopeteros“ (Guerrilleros nacionales), die bekannt waren als „los Mayas“. 1833 wurde die Gemeinde Hinojosa del Duque administrativ der Provinz Córdoba zugeschlagen, allerdings funktionierten die Verbindungen mit Extremadura noch bis 1836.„Hinojosa del Duque en la Guerra de la Independencia“ en: I Jornadas de la Real Academia de Córdoba en Hinojosa del Duque. 18-19. Juni 1994. Excmo. Ayuntamiento de Hinojosa del Duque

Die Spanische Choleraepidemien (ciclos epidémicos del cólera, 1834 und 1855) forderten auch Opfer in der Stadt, obwohl die Auswirkungen weniger katastrophal als in anderen Städten waren. Die Karlisten von Caudillo Gómez betraten in dieser Zeit nicht die Stadt, wahrscheinlich, weil der Stadtrat günstige Methoden des Selbstschutzes geschaffen hatte.

Am Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden große Veränderungen. Die Liquidation des feudalen Regimes und die Landverteilung ereigneten sich unter der Regierung von María Cristina. Währenddessen wurde Hinojosa del Duque eingegliedert in die Provincia de Córdoba, mit der sie vorher keine Beziehung unterhalten hatte. Der Ausbau des Kommunikationsnetzes und die Verbesserung der Transportwege sorgten dafür, dass Hinojosa del Duque im 20. Jahrhundert seine Position und Bedeutung im Norden der Provinz ausbauen konnte.

Zwischen 1890 und 1902 wurden die fünf Stadttore abgerissen. San Sebastián, la Caridad, Belalcázar, San Gregorio und Torrecilla, sie waren alle im Estilo plateresco erbaut. Drei dieser Tore hatten bereits 1581 existiert. König Alfonso XIII gewährte der Stadt zum 5. August 1927 den Titel Ciudad, für „die zunehmende Entwicklung von Landwirtschaft, Industrie und Handel und ihre beständige Anhängerschaft der Monarchie“„el creciente desarrollo de su agricultura, industria y comercio y su constante adhesión a la monarquía“.

Politik

Stadtrat (Corporación municipal) Nach den Regional- und Kommunalwahlen in Spanien 2015 setzt sich der Stadtrat folgendermaßen zusammen: Partido Popular (PP): 6 Sitze Partido Socialista Obrero Español (PSOE): 6 Sitze Izquierda Unida (IU): 1 Sitz

Wappen mini|hochkant|Glasfenster mit dem Wappen von Hinojosa del Duque im Centro Social de Convivencia Das Wappen wurde erst vor kurzem offiziell anerkannt. Es ist durch ein schmales goldenes Kreuz geviertelt. Golden ist auch die Einfassung der Bilder. Das erste und das vierte Viertel zeigen einen aufsteigenden Löwen in Gold auf rotem Grund. Das zweite und dritte Viertel zeigen eine silberne Taube auf blauem Grund, in Frontansicht mit ausgebreiteten Schwingen. Im Schildbuckel sieht man sieben Siegel auf weißem Grund in drei Reihen angeordnet: 3, 1, 1. Ranken aus Gold fassen den Schild ein und oberhalb des Schildes steht ein Helm mit Federschmuck. Auf silbernen Schriftbändern unter dem Schild steht der Wahlspruch „FORTES UT LEO SIMPLICES UT COLUMBAE“ (dt. Stark wie ein Löwe und einfach wie eine Taube). Das Wappen hat keinen besonderen Bezug zur Geschichte.Porras de la Puente A. „Un escudo Municipal para Hinojosa del Duque“ (páginas 19 a 24) en: I Jornadas de la Real Academia de Córdoba en Hinojosa del Duque. 18. Juni 1994. Excmo. Ayuntamiento de Hinojosa del Duque

Städtepartnerschaften Hinojosa del Duque unterhält mit Unterstützung der Europäischen Union verschiedene Partnerschaften: , Spanien , TürkeiVisitas Oficiales. En: Revista de Feria y Fiestas de San Agustin. 24-29 de agosto de 2009. Excmo. Ayuntamiento de Hinojosa del Duque. Delegación de Cultura y Festejos

Wirtschaft Hinojosa del Duque war unter der Herrschaft von Karl III. eines der bedeutendsten Zentren der Woll-Produktion in der Extremadura mit einer großen Schafpopulation. Die Stadt war durch die Jahrhunderte berühmt für ihre Reichtümer an landwirtschaftlichen Produkten und den Viehreichtum. Die Viehmärkte wie zum Beispiel die Feria des San Isidro, die durch ein königliches Privileg von 1777 gestattet wurde, wie auch die Feria des San Agustín, waren im 19. und in Teilen des 20. Jahrhunderts wegweisend auf nationaler Ebene.

Daneben spielt die Jagd, sowohl auf Niederwild wie Hasen, Kaninchen, Rebhühner, Tauben, Wachteln und Drosseln eine Rolle und auch Getreide- und Olivenanbau sind gut ausgebaut. Der Olivenanbau wird von der Genossenschaft S.C.A. Olivarera „Nuestra Señora del Carmen“ gesteuert. Es gibt auch eine alte Stein-Industrie, die heute nicht mehr nur handwerklich arbeitet. Heute werden moderne Techniken zur Bearbeitung von Granit und Marmor eingesetzt und keramische Produktion ist ein Erbe aus der Zeit der Araber. Sehr bedeutend war auch die Schmiedekunst, die teilweise bis heute begehrte Erzeugnisse hervorgebracht hat.

Bemerkenswert ist die Süßigkeiten-Herstellung. Es gibt charakteristische Perrunas hinojoseñas, Süßigkeiten, die aus Schweineschmalz, Eiern, Zucker und Mehl hergestellt werden.