mini|hochkant=1.3|Wohnhaus Am Hof 11 Das Wohnhaus Am Hof 11, auch Ledererhof und Zur goldenen Kugel genannt, befindet sich im 1. Wiener Gemeindebezirk Innere Stadt zwischen dem Platz Am Hof, der Drahtgasse, dem Ledererhof und der Färbergasse. Das Gebäude im historistischen Stil mit neobarocken Formen wurde 1882/83 an der Stelle dreier älterer Häuser errichtet. Beim Portal ist linksseitig eine vom Vorgängerbau übernommene vergoldete osmanische Kanonenkugel angebracht. Nachdem im Zuge der Zweiten Türkenbelagerung 1683 eine Kanonenkugel in das Vorgängerhaus eingeschlagen war, wurde diese in die Hauswand eingemauert und später vergoldet, was dem Haus den Namen „Zur goldenen Kugel“ brachte.

Baugeschichte Das Haus wurde von 1882 bis 1883 vom Architekten und Baurat Ludwig Tischler für Herrn Bernhard Hoffmann errichtet.Haus des Herrn Bernhard Hoffmann. In: Wiener Bauindustrie-Zeitung. 1883, 1. Jahrgang, Nr. 16, S. 198 f (Digitalisat).Haus „zur Kugel“ am Hof in Wien. In: Allgemeine Bauzeitung. 52. Jahrgang, 1887, S. 8 (Digitalisat). Im Jahr 1933 wurde die Fassade von Otto Schönthal und Emil Hoppe umgestaltet. Während der Luftangriffe auf Wien schlugen mehrere Bomben ein und beschädigten das Haus schwer. Im Jahr 1948 wurde das Haus durch Emil Hoppe mit vereinfachter Fassade wiederhergestellt. Anfang der 1990er Jahre wurde bei einem Umbau das ursprüngliche Erscheinungsbild weitestgehend wieder hergestellt. Um 2010 erfolgte ein Dachausbau in Anlehnung an die in den Kriegswirren verloren gegangenen historischen Proportionen.

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Einzelnachweise

Kategorie:Wohngebäude in Wien Kategorie:Innere Stadt (Wien) Kategorie:Neobarockes Bauwerk in Wien Kategorie:Erbaut in den 1880er Jahren Kategorie:Ludwig Tischler