Michael Johannes Hallek (* 19. Juli 1959 in Hof) ist ein deutscher Internist mit Schwerpunkt internistische Onkologie und molekulare Hämatologie und Professor am Universitätsklinikum Köln. Er ist Vorsitzender des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen.

Leben Hallek schloss 1978 seine Schulzeit mit dem Abitur am Jean-Paul-Gymnasium Hof ab.Vgl. Jahresbericht Jean-Paul-Gymnasium Hof, Schuljahr 1977/78. Er studierte von 1978 bis 1985 Medizin in Regensburg, München und Paris. Es folgte eine ärztliche Ausbildung als Assistenzarzt in München. Von 1990 bis 1992 verbrachte er zwei Jahre als Postdoktorand am Dana-Farber Cancer Institute der Harvard Medical School in Boston. 1995 wurde Hallek Oberarzt an der Abteilung Hämatologie und Onkologie am Klinikum Innenstadt der Uniklinik München, von 1998 bis 2003 war er Oberarzt an der Medizinischen Klinik III am Klinikum Großhadern. Im August 1999 erhielt er einen Ruf auf eine C3-Professur in München, 2003 wechselte er auf eine C4-Professur in Köln. beim Kompetenznetz Maligne Lymphome, abgerufen am 29. Juni 2015

Michael Hallek ist Leiter der Medizinischen Klinik I am Universitätsklinikum Köln, Direktor des Centrums für Integrierte Onkologie Köln Bonn und Vorsitzender der Deutschen CLL-Studiengruppe, die neue Behandlungen der chronischen lymphatischen Leukämie erforscht. Er ist Herausgeber der internistischen Fachzeitschrift Die Innere Medizin (bis Mai 2022 Der Internist) sowie stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM).

Hallek war Präsident des Deutschen Krebskongresses 2014 in Berlin.Interview im Deutschen Ärzteblatt 2014; 111(6): A-204

Fünfunddreißig namhafte Fachleute unter Federführung von Hallek und Melanie Brinkmann schlugen im November 2021 in einem offenen Brief Alarm zur COVID-Politik deutscher Institutionen: die Politik habe komplett falsche Signale gesendet; dies habe dazu geführt, dass die Menschen weniger vorsichtig wurden.wdr.de: https://www1.wdr.de/nachrichten/corona-ampel-mediziner-brief-100.html

Im Dezember 2022 wurde Hallek zum Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer gewählt. Zum 1. Februar 2023 wurde er durch Gesundheitsminister Lauterbach als eines von sieben Mitgliedern in den Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen berufen. In der konstituierenden Sitzung am 28. Februar 2023 wurde er zu dessen Vorsitzenden gewählt.

Auszeichnungen 1999: Artur-Pappenheim-Preis 2011: Mitglied der Leopoldina 2012: Paul-Martini-Preis 2013: Binet-Rai-Medaille 2017: Arthur-Burkhardt-Preis 2017: Deutscher Krebspreis 2017/2018: Johann-Georg-Zimmermann-Medaille 2019: José Carreras Award der European Hematology Association 2024: Bundesverdienstkreuz am Bande

Weblinks

Univ.-Prof. Dr. Michael Hallek bei der Universitätsklinik Köln Publikationen von M. Hallek in PubMed Deutschlandfunk Zwischentöne. Musik und Fragen zur Person vom 19. Januar 2025: Der Onkologe Michael Hallek im Gespräch mit Raoul Mörchen

Einzelnachweise

Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Mediziner (21. Jahrhundert) Kategorie:Onkologe Kategorie:Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München) Kategorie:Hochschullehrer (Universität zu Köln) Kategorie:Mitglied der Leopoldina (21. Jahrhundert) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1959 Kategorie:Mann