Sarai () ist eine Siedlung städtischen Typs in der Oblast Rjasan in Russland mit Einwohnern (Stand ).
Geographie Der Ort liegt etwa 130 km Luftlinie südöstlich des Oblastverwaltungszentrums Rjasan am linken Ufer der Wjorda, eines linken Nebenflusses der Para.
Sarai ist Verwaltungszentrum des Rajons Sarajewski sowie Sitz und einzige Ortschaft der Stadtgemeinde Sarajewskoje gorodskoje posselenije.
Geschichte Der Ort wurde 1640 erstmals urkundlich erwähnt. Insbesondere im Verlauf der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gelangte er nach Vorbeiführung der Bahnstrecke Rjaschsk – Sysran zu einiger wirtschaftlicher Bedeutung und wurde 1905 Sitz einer Wolost des Ujesds Saposchok im Gouvernement Rjasan.
Seit 12. Juli 1929 ist Sarai Verwaltungssitz eines nach ihm benannten Rajons. 1960 erhielt der Ort den Status einer Siedlung städtischen Typs.
Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1905 3225 1939 6479 1959 5160 1970 6513 1979 6929 1989 7996 2002 6604 2010 5802 Anmerkung: ab 1939 Volkszählungsdaten
Verkehr In Sarai befindet sich bei Kilometer 377 die Station Wjorda an der auf diesem Abschnitt 1867 eröffneten an der Bahnstrecke (Moskau –) Rjaschsk – Pensa – Sysran.
Die Siedlung liegt an der Regionalstraße 61K-015 von Saposchok nach Schazk, wo gut 50 km nordwestlich Anschluss an die föderale Fernstraße M5 Ural Moskau – Samara – Tscheljabinsk besteht. Nach Westen zweigt die 61K-041 in Richtung Ucholowo ab.
Persönlichkeiten Albert Sjomin (* 1937), Agrarwissenschaftler Ernst Safonow (1938–1994), Schriftsteller, Journalist und Publizist Weblinks Offizielle Webpräsenz der Gemeindeverwaltung (russisch)
Einzelnachweise
Sarai