Elsau ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Zürich. Sie gehört zum Bezirk Winterthur.
Die Gemeinde umfasst die Ortschaften Elsau, Räterschen (Mundart: Rèètschte), Rümikon, Ober- und Unterschottikon, Fulau, Unter- und Oberschnasberg sowie Tolhusen. mini|Historisches Luftbild aus von Walter Mittelholzer von 1918–1937
Wappen Blasonierung In Silber ein vierfach gebrochener schwarzer Schrägbalken, begleitet von zwei aufrechten schwarzen Lilien
Das Wappen setzt sich zusammen aus den ehemaligen Wappen von Elsau selber sowie Unterschottikon und Oberschottikon:
Das nicht mehr verwendete Wappen von Oberschottikon entspricht dem heutigen Wappen von Schlieren.
Geographie Die Gemeinde Elsau liegt im Eulachtal, das in der letzten Eiszeit entstanden ist. Die Landschaft ist geprägt durch Moränenhügel. Von der Gemeindefläche dienen 56,5 % der Landwirtschaft, 25,9 % sind mit Wald bedeckt, 6,1 % sind Verkehrsfläche und 10,9 % Siedlungsgebiet, 0,5 % sind Gewässer.
Bevölkerung Die Einwohnerzahlen von Elsau (inkl. des 1922 eingemeindeten Schottikon) entwickelten sich wie folgt:
Die Einwohnerzahlen der ursprünglichen Gemeinde Elsau in den Grenzen bis 1921 entwickelten sich wie folgt:
Politik Gemeindepräsident ist Daniel Schmid (Stand März 2024).
Bei den Nationalratswahlen 2023 betrugen die Wähleranteile in Elsau (in Klammern Veränderung zu 2019): SVP 36,73 % (+5,28), SP 14,59 % (+1,97), glp 12,70 % (−1,22), FDP 10,97 % (−2,59), Grüne 8,00 % (−4,49), Mitte 7,73 % (+0,29), EVP 3,25 % (−1,02), EDU 2,28 % (+0,01).
Geschichte Bei Tolhusen sind Spuren eines römischen Gutshofes gefunden worden.
Die erste Erwähnung von Elsau stammt aus den Jahren vor 1040, als von Elnesouva die Rede war. Der Name ist eine Zusammensetzung eines althochdeutschen Personennamens mit dem Gattungsnamen Au, womit er ursprünglich ‹das am Wasser gelegene Land des Ellin, Ellen oder Alini› bezeichnete.Elsau. In: Zürcher Siedungsnamenbuch. Online publiziert auf ortsnamen.ch, dem Portal der schweizerischen Ortsnamenforschung. Abgerufen am 13. März 2026. Die Ortschaften Rümikon und Schottikon wurden im Jahr 829 erstmals als in Rumaninchouuun und als Scottinchoua urkundlich erwähnt. Ersterer Name bedeutete ursprünglich ‹bei den Höfen der Sippe des Rumo›, letzterer ‹bei den Höfen der Sippe des Skot›.Rümikon und Schottikon. In: Zürcher Siedungsnamenbuch. Online publiziert auf ortsnamen.ch, dem Portal der schweizerischen Ortsnamenforschung. Abgerufen am 13. März 2026.
Mitte des 11. Jahrhunderts ist ein Ministerialengeschlecht «von Elsau» bezeugt, das seinen Sitz südlich von Elsau auf dem Hügel Burgstall (auch Balchenstall genannt) hatte. Als letzter Vertreter des Geschlechts wird 1350 ein Konrad urkundlich erwähnt. Zusammen mit Winterthur kam die Gemeinde 1462 unter die Herrschaft der Stadt Zürich.
1922 wurde Schottikon in die Gemeinde Elsau eingegliedert.
Verkehr Die Gemeinde Elsau ist mit den Bahnhöfen Räterschen und Schottikon ans Zürcher S-Bahn-Netz angeschlossen. Sie liegen an der Bahnstrecke St. Gallen–Winterthur. Die beiden Bahnhöfe werden von der und der der S-Bahn Zürich bedient. Im Nachtnetz am Wochenende verkehrt die Zusätzlich wird die Gemeinde durch die Postautolinie Winterthur, HB – Elsau – Schlatt ZH – Hofstetten ZH – Elgg bedient. Ab Dezember 2019 verkehrt neu die Buslinie Bahnhof Wülflingen – Winterthur, HB – Elsau, Melcher von Stadtbus Winterthur bis nach Elsau.
Energie Neunzig Genossenschafter versorgen sich in Rümikon durch die 1910 gegründete Elektrizitäts-Genossenschaft Rümikon (EGR).Elektrizitäts-Genossenschaft Rümikon (EGR), Elektrizitäts-Genossenschaft Rümikon, abgerufen am 15. Februar 2024 Noch vor der Rümiker Genossenschaft war in Räterschen im Jahr 1907 die Genossenschaft für elektrische Beleuchtung und Kraftabgabe gegründet worden, heute Genossenschaft EWR mit 70 Genossenschaftern.Genossenschaft EWR, Geschichte, abgerufen am 15. Februar 2024 Die grössere Zahl der Haushalte wird vom Elektrizitätswerk des Kantons Zürich beliefert.
Kunst, Kultur Das schulische Angebot umfasst Kindergärten, Primarschule sowie eine eigene gegliederte Sekundarschule (zusammen mit der Gemeinde Schlatt).
Vereine Cevi Wiesendangen-Elsau-Hegi Pfadfinder Sportverein FC Räterschen. Die 1. Mannschaft spielt in der 3. Liga. Turnverein Räterschen
Persönlichkeiten Bartholomäus Anhorn der Jüngere (1616–1700), evangelisch-reformierter Pfarrer und Historiker, 1678–1700 in Elsau Heinrich Bosshard von Rümikon (1748–1815), Bauer, Laienprediger und Geodät, geboren in Rümikon Conrad Schenkel (1834–1917), Landwirt und Politiker
Sehenswürdigkeiten
Die reformierte Kirche und ihre BildfensterGerhard Piniel: Die Kirche Elsau und ihre Bildfenster (= Schweizerische Kunstführer. Nr. 344). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Bern 1983, ISBN 978-3-85782-344-2.
Literatur Hans Martin Gubler: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Der Bezirk Winterthur, Nördlicher Teil (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 79). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Bern 1986, ISBN 3-7643-1812-0, S. 334–363.
Weblinks
Offizielle Website der Gemeinde Elsau Statistische Daten des Kantons zur Gemeinde Elsau
Einzelnachweise
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