Antboy – Die Rache der Red Fury (Originaltitel: Antboy: Den Røde Furies hævn) ist ein dänischer Jugendfilm von Ask Hasselbalch aus dem Jahr 2014. Der Film basiert auf den Kinderbüchern von Kenneth Bøgh Andersen und ist die Fortsetzung von Antboy – Der Biss der Ameise (2013). Die Veröffentlichung in Dänemark war am 25. Dezember 2014. In Deutschland startete der Film am 25. Juni 2015.

Handlung Antboy (Pelle Nøhrmann) hat seinen Erzfeind Dr. Albert Gæmelkrå alias »Der Floh« besiegt und hinter Gitter gebracht. Gæmelkrå sitzt jetzt in der Sicherungsanstalt Dragensborg, sein Haus steht leer. Es gibt aber noch genug andere Übeltäter in Midellund, vor denen Antboy die Bürger beschützen muss. Der unbesiegbare Superheld wird von allen bewundert, doch davon hat Pelle, der unscheinbare kleine Junge hinter der Superheldenmaske, rein gar nichts. Die Verbrecherjagd ist aufreibend und derart zeitintensiv, dass Pelle nie die Gelegenheit hat, seiner Angebeteten Ida Sommersted zu sagen, was er für sie empfindet. Hilflos muss er mit ansehen, wie sich der neue Mitschüler Christian an Ida heranmacht und dabei auch noch Erfolg hat.

Eines Tages rettet Antboy die schüchterne Maria vor den beiden Schulrowdys Allan und Mark. Maria ist in der Schule eine Außenseiterin wie einst Pelle. Ihr Vater arbeitet an einem Gerät, dem Luxreflektor, mit dem man sich unsichtbar machen kann. Noch weigert sich das Gerät beharrlich, wie gewünscht zu funktionieren, so dass es weggeworfen werden soll. Maria ist Antboys größter Fan. Sie nutzt die Gelegenheit, sich mit Antboy für das bevorstehende Schulfest zu verabreden. Pelle willigt ein, obwohl er bereits mit Ida verabredet ist. Allerdings versetzt er beide Mädchen, denn er wird von seinem Sidekick Wilhelm zu einem Einsatz gerufen. Alleingelassen und von allen verspottet schwört Maria Rache. Als sie feststellt, dass der Luxreflektor sehr wohl funktioniert, setzt sie ihn in ein selbst geschneidertes Kostüm ein und verwandelt sich in eine Superschurkin. Ihr Ziel ist die Vernichtung Antboys.

Währenddessen okkupieren Allan und Mark Gæmelkrås Haus. Sie entdecken das Geheimlabor des Wissenschaftlers und werden dort von einem mutierten Hirschkäfer gebissen, woraufhin sie gewaltige Körperkraft erlangen. Damit sind sie selbst Antboy gewachsen, wie dieser bei der ersten Konfrontation feststellen muss. Die »Terror-Typen«, wie sie sich selbst nennen, verlieren ihre Kräfte jedoch bald wieder und laufen davon. Der angeschlagene Pelle wähnt sich unbeobachtet und nimmt die Antboy-Maske ab. Maria ist unsichtbar zugegen, kennt nun Antboys wahre Identität und kann ihrem Intimfeind noch ärger zusetzen als bisher. Pelle, der schon bald glaubt, er werde von einem Geist verfolgt, bittet Wilhelm um Hilfe. Bewaffnet mit einem Infrarotsichtgerät gelingt es den beiden, Maria bis zu deren Wohnung zu verfolgen, doch Pelle nimmt fälschlicherweise an, ihr Vater sei der Unsichtbare. Als dieser verletzt wird, weil er Antboy vor einem von seiner unsichtbaren Tochter umgeworfenen Schrank schützt, ist für Maria das Maß voll. Sie sucht Gæmelkrå auf, um sich mit ihm gegen Antboy zu verbünden. So erfährt sie, dass Pelle Zucker zu sich nehmen muss, um seine Kräfte zu behalten, und dass die Terror-Typen aus dem gleichen Grund Pflanzensaft trinken müssen.

Maria tauscht die Süßigkeitenvorräte in Antboys Einsatzgürtel gegen zuckerfreie Schokolade aus und macht die Terror-Typen zu ihren Schergen. Antboy wird gefangen genommen und soll in einer Liveübertragung demaskiert werden. Wilhelm und Ida finden heraus, dass sich Pelle in Gæmelkrås Haus befindet. Gerade noch rechtzeitig sabotieren sie die Stromversorgung und befreien Pelle, doch der hat seine Kräfte bereits verloren. Pelle und Wilhelm müssen sich nun mit Maria und den Terror-Typen herumschlagen. Ida sitzt im Geheimlabor fest und gerät in Lebensgefahr, als dort giftige Dämpfe freigesetzt werden. Pelle erkennt, wer seine Widersacherin wirklich ist. Er entschuldigt sich bei ihr. Maria beginnt umzudenken. Als sich die Terror-Typen gegen sie wenden, stellt sie sich endgültig auf Pelles Seite. Im Schutz der Unsichtbarkeit gibt sie ihm ein Stück Schokolade. Mit wiedergewonnenen Kräften besiegt Pelle die Terror-Typen und befreit Ida. Sie atmet nicht, doch Pelle kann sie wiederbeleben. Zwischen Maria und Wilhelm funkt es gewaltig.

Jetzt endlich kann sich Pelle Zeit für Ida nehmen, denn Antboy muss nicht mehr allein für Recht und Ordnung sorgen. Es gibt eine neue Superheldin in Midellund: Red Fury!

Kritik Der Filmdienst meinte, Antboy konzentriere sich „bravourös auf die widersprüchliche Gefühlswelt der Teenager, was zuweilen auf Kosten von Charme und Leichtigkeit“ gehe. Die Inszenierung konzentriere sich jedoch auf die Frage, „was einen wahren Helden“ ausmache, sodass „manche Unstimmigkeiten nicht weiter ins Gewicht“ fallen würden.Kirsten Taylor: (=Filmdienst 13/2015)

Auszeichnungen Bei der Verleihung des Dänischen Filmpreises gewann Antboy als bester Kinder- und Jugendfilm. Außerdem war er in den Kategorien Beste Kostüme, Beste Maske, Bester Ton, Beste Filmmusik und Beste Spezialeffekte nominiert.

Weblinks Offizielle Website zum Film

Filmdatenblatt der Internationalen Filmfestspiele Berlin

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2014 Kategorie:Dänischer Film Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Jugendfilm