Sylvia Panter (* 7. November 1962 in Moers; † 11. Mai 2014 in München) war eine deutsche Schauspielerin, Regisseurin und Theaterleiterin.
Leben Panter studierte von 1982 bis 1987 Kunstgeschichte, Theaterwissenschaft und Neuere Deutsche Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Seit 1983 gehörte Sylvia Panter zum Ensemble des Pathos Transport Theaters. pathos transport Theater www.pathostransporttheater.de In dieser Zeit war sie in verschiedenen Bereichen tätig, mit den künstlerischen Schwerpunkten Schauspiel, Regie und Videoperformance. Von 1991 bis 2001 leitete sie das pathos transport Theater. Steets, Bernd: Theateralmanach, Spielzeit 96/97, editionsmidt, Pullach im Isartal 1996, S. 84 Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger (Hg.): Deutsches Bühnenjahrbuch, Spielzeit 2000/2001. Bühnenschriften-Vertriebsgesellschaft mbH, Hamburg, S. 419 Sie arbeitete als Regisseurin auch mit anderen Theaterbühnen zusammen, wie dem TamS – Theater am Sozialamt in München, dem Theater Fisch&Plastik in München; dem Tanztheater Andrea Lesjak & Karen Effenberger in München, dem Schauspielhaus Leipzig, dem Schauspielhaus Erfurt und dem Bayerischen Staatsschauspiel.
In den letzten Jahren unter ihrer Leitung entstanden im pathos transport Theater Inszenierungen wie „Genet unter Aufsicht“ nach Jean Genet, „Carrington“ nach „unten“ von Leonora Carrington, „Shoppen & Ficken“ von Mark Ravenhill und mit der Umsetzung des Theater/Clubs „pathos 2000“ wurden neue Akzente gesetzt. Konzeption & Realisation in Zusammenarbeit mit Michael Bischoff. www.michaelbischoff.net/pathos2000_konzept_presse.htm
Die sich verschlechternde finanzielle Situation des Theaters zwang Sylvia Panter, 2002 die Leitung abzugeben.
Seit Oktober 2002 arbeitete sie als Assistentin im Besucherdienst und in der Kunstvermittlung der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Sie war 2005 Mitbegründerin des Projektes Palais Pinakothek, Kudorfer, Susanne: Museen - Spaces for Art and Learning In: Kunz-Ott; Kudofer; Weber: Kulturelle Bildung im Museum. Aneignungsprozesse - Vermittlungsformen - Praxisbeispiele. Bielefeld: 2009, S. 127 das im Herbst 2014 überraschend eingestellt wurde.
Sylvia Panter war als Theaterleiterin, Regisseurin, Schauspielerin, Videoregisseurin, Sounddesignerin, Event- bzw. Kulturmanagerin eine Figur in der freien Theaterszene Münchens.
Inszenierungen (Auswahl) Projekte von Sylvia Panter an anderen Theaterbühnen „auf räumen“ / Text, Regie, Schauspiel, Videoinstallation / TamS – Theater am Sozialamt (Premiere 27. August 2004) „Das letzte Band“ von Samuel Beckett / Videoinstallation / TamS – Theater am Sozialamt (Premiere 16. Februar 2002) „Der Kreis – Die Glücklichen“ / Schauspiel / Tanztheater Lesjak & Effenberger (Premiere 31. Januar 2002)
Inszenierungen am pathos transport Theater 2000/2001 „Eurydike in der Unterwelt“ von Kathy Acker 1999 „shoppen & ficken“ von Mark Ravenhill "shoppen & ficken" auf YouTube Markus Böker in "shoppen & ficken" auf YouTube 1998 „Carrington“ nach „Unten“ von Eleonora Carrington 1997 „Unter der Gürtellinie“ von Richard Dresser 1997 „Genet unter Aufsicht“ von Jean Genet Hoffinger, Isa: "Genet unter Aufsicht - Grausam spannend", In: Süddeutsche Zeitung, 20. Oktober 1997Seidenfaden, Ingrid: "Knastkerle unter sich", In: Abendzeitung, 20. Oktober 1997 1995 „Faust“ von Fernando Pessoa Hallmayer, Petra: "Pessoas Faust – Und alle leiden mit", Süddeutsche Zeitung, 29. September 1995 1994 „Fälschung wie sie ist, unverfälscht“von Jan Fabre Gradinger, Malve: "Närrin. Fabre-Monolog", Münchner Merkur, 17./18. Dezember 1997 1992 „Ein Schritt nach Gomorrha“ von Ingeborg Bachmann 1991 „Vermächtnis des Körpers“ von Jutta Heinrich
Weblinks Traueranzeige auf trauer.sueddeutsche.de Theatermacherin Sylvia Panter gestorben. Zentrale Figur der Freien Münchner Szene auf nachtkritik.de
Einzelnachweise
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