hochkant|mini|Emil Dursy Emil Dursy (* 5. April 1828 in Grünstadt; † 17. März 1878 in Tübingen) war ein deutscher Mediziner und Zoologe.
Leben Emil Dursy, Sohn des zur Zeit seiner Geburt am Progymnasium Grünstadt tätigen Lehrers Andreas DursyFriedrich Ernst: Die Geschichte des bayerischen Pro-Gymnasiums zu Grünstadt 1819–1929, Verlag Emil Sommer, Grünstadt, 1929, S. 20 und seiner Gattin Anna Wilhelmina geb. Fitz, besuchte zunächst die Lateinschule Bad Dürkheim,Jahresbericht über den Stand der Lateinischen Schule und den Realcursus zu Dürkheim an der Haardt: 1835/36, Neustadt, 1836, S. 7; (Digitalscan) dann das Herzog-Wolfgang-Gymnasium in Zweibrücken.Jahresbericht über das Königliche Gymnasium und die Lateinische Schule zu Zweibrücken, Zweibrücken, 1845, S. 21; (Digitalscan) An der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg studierte er Medizin. Er wurde im Corps Isaria (1847) und im Corps Suevia Heidelberg (1848) recipiert.Kösener Corpslisten 1930, 111/295, 72/391. Als Schüler des berühmten Jakob Henle wurde er 1852 promoviert.Dissertation: Beiträge zur Kenntniss der Muskeln, Bänder und Fascien der Hand. Digitalisat.
Er wurde 1856 Prosektor und Professor der Anatomie an der Eberhard Karls Universität Tübingen.Geschichte der Anatomie der Universität Tübingen Er beschäftigte sich als einer der ersten Forscher mit der Embryogenese des Menschen. Neben seinen medizinischen Publikationen veröffentlichte er auch als Fachautor für Zoologie über Schlangen in Deutschland. 1869 wurde er in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt.Leopoldina Heft 6, Nr. 12 vom Februar 1869, S. 112. 1875 war Dursy als Nachfolger des verstorbenen Institutsdirektors der Tübinger Anatomie Hubert von Luschka im Gespräch, wurde aber mit Blick auf seinen bereits sehr angegriffenen gesundheitlichen Zustand übergangen. Er wurde keine 50 Jahre alt.
Dursy war verheiratet mit Margarethe Elisabeth geb. Kauschinger; sie hatten 5 Kinder.
Literatur hochkant|mini|Alte Anatomie in Tübingen (um 1850) August Hirsch: Biographisches Lexikon der hervorragenden Aerzte aller Zeiten und Völker. Wien 1885, Band 2, S. 245. Armin Danco: Das Gelbbuch des Corps Suevia zu Heidelberg, 3. Auflage (Mitglieder 1810–1985), Heidelberg 1985, Nr. 392 Klaus D. Mörike: Geschichte der Tübinger Anatomie, Franz Steiner Verlag, 1988, S. 59 ff. (Digitalisat)
Weblinks
Biografische Webseite
Einzelnachweise
Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert) Kategorie:Anatom Kategorie:Hochschullehrer (Eberhard Karls Universität Tübingen) Kategorie:Person (Grünstadt) Kategorie:Zoologe Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert) Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1828 Kategorie:Gestorben 1878 Kategorie:Mann