PaschtaJacobson (2005), S. 221; Esther 172; Festival Megillot 150; Haftarah 119; High Holiday 201; Lamentations 99; Torah 53. (aramäisch: )Joshua R. Jacobson: Chanting the Hebrew Bible. The art of cantillation. Jewish Publication Society. Philadelphia 2002. ISBN 0-8276-0693-1, S. 407, 936. ist eine Trope in der jüdischen Liturgie und zählt zu den biblischen Satz-, Betonungs- und Kantillationszeichen Teamim, die im Tanach erscheinen.: „Cantillation proceeds according to the special graphic signs–tropes or accents–attached to every word in the Bible.“ in Verbindung mit einer Fußnote zu tropes: „In this work we use the term trope (Greek tropos – turn) long accepted in Jewish practice.“
Bezeichnungen
In der aschkenasischen Tradition wird die Trope Paschta (פַּשְׁטָא֙) genannt. In der sephardischen Tradition wird sie Qadma (aramäisch: קַדְמָא֙) genannt. In der italienischen Tradition wird sie wie in der aschkenasischen Tradition auch Paschta (פַּשְׁטָא֙) genannt. In der jemenitischen Tradition wird sie jedoch Fischto (פִשְׁטָא֙) genannt.
Symbol Das trennende Paschta im Prosasystem der Teamim hat dasselbe Symbol wie das verbindende Qadma des poetischen Systems. Neben der Tatsache, dass sie in unterschiedlichen Systemen verwendet werden, können sie nur noch durch die Position des Symbols unterschieden. Qadma befindet sich immer über der ersten Silbe des Wortes. Paschta jedoch erscheint ganz links über der letzten Silbe des Wortes. Falls die Betonung nicht auf der letzten Silbe liegt, steht Paschta sowohl über dem ersten Buchstaben der betonten Silbe, als auch am Ende des Wortes.Jacobson (2005), S. 53: «The symbol for pashta looks like kadmah but with one important difference: Kadmah (a conjunctive) … is placed over the first letter of the stressed syllable, while pashta (a disjunctive) is placed on the extreme left end of the word…» Jacobson illustriert das doppelte Symbol an Dtn 4,25 פֶּ֨סֶל֙.Jacobson (2005), S. 54.
Grammatik Paschta ist ein disjunktiver Akzent, der ein Zakef katon-Segment weiter unterteilt. Zakef katon Munach Paschta Mahpachoder Mercha
Wenn sich in einem Paschta-Segment mit zwei Worten das vorhergehende Wort auf das mit Paschta gekennzeichnete Wort bezieht, wird es mit einem konjunktiven Akzent betont. Die Vorgänger des Paschta sind die konjunktiven Akzente Mahpach oder Mercha:
Wenn die Akzente zwei oder mehr Silben auseinanderliegen, dann wird Mahpach als Verbinder zu Paschta verwendet.Jacobson (2005), S. 54: If there are two or more syllables separating the accents, the conjunctive will be mahpach. Jacobson illustriert dies für die Kombination bestehend aus Paschta und Mahpach an den Beispielen () und (), Ex 12,6 (), Ex 11,8 ().
Liegen die Akzente zusammen, so wird der konjunktive Akzent Mercha als Verbinder zu Paschta verwendet.Jacobson (2005), S. 54: «If the accents are close to each other, the conjunctive will be merekha instead fo mahpakh. … In the merekha-pashta combination, the two acented syllables are contiguos – the merekha word is accented on the last syllabe, and the pashta word has no pick-up». Jacobson illustriert dies für die Kombination bestehend aus Paschta und Mercha an den Beispielen () und 29 () und 31,13 ().Jacobson (2005), S. 55.
Nachfolger des Paschta ist für gewöhnlich Zakef katon oder Munach zusammen mit Zakef katon: Dem Paschta kann allein stehendes Zakef katon folgen. Jacobson illustriert die Kombination aus Paschta und Zakef katon am Beispiel (). Dem Paschta kann aber auch eine Kombination aus Munach und Zakef katon folgen. Jacobson illustriert dies für die Kombination bestehend aus Mercha, Paschta, Munach und Zakef Katon am Beispiel ().
Falls ein Zakef katon-Segment derartig geteilt wird, dass das Paschta-Segment nur aus einem Wort bestehen würde, so wird Paschta durch Jetiw ersetzt.
Zakef katon Munach Paschta Paschta Mahpach Zakef katon Paschta Mahpach Paschta Mahpach
Wenn sich zwei Paschta in einem Segment befinden, wird das erste Paschta als Disjunktion stärker betont, d. h. nach dem ersten Paschta folgt eine größere Pause. Dies gilt für die Kombinationen bestehend aus Mahpach, Paschta, Paschta, Munach und Zakef katon oder Mahpach, Paschta, Mahpach, Paschta und Zakef katon.
Für die Kombination bestehend aus Mahpach, Paschta, Paschta, Munach und Zakef katon illustriert Jacobson dies am Beispiel (יָקֻ֤ם אָבִי֙ וְיֹאכַל֙ מִצֵּ֣יד בְּנֹ֔ו). Für die Kombination bestehend aus Mahpach, Paschta, Mahpach, Paschta und Zakef katon illustriert Jacobson dies am Beispiel (הַלְעִיטֵ֤נִי נָא֙ מִן־הָאָדֹ֤ם הָאָדֹם֙ הַזֶּ֔ה).
Vorkommen Teil des Tanach PaschtaTora5429Nevi’im11284Ketuvim3916Gesamt20629 Die Tabelle zeigt das Vorkommen von Paschta in den 21 Büchern.James D. Price: Concordance of the Hebrew accents in the Hebrew Bible: Concordance …. 1. Band, S. 5.
Literatur William Wickes: A treatise on the accentuation of the three so-called poetical books on the Old Testament, Psalms, Proverbs, and Job. 1881 (). William Wickes: A treatise on the accentuation of the twenty-one so-called prose books of the Old Testament. 1887 ().
Einzelnachweise
Kategorie:Teamim