Der Dreiecker (historisch Feldspitze oder Windbachspitze) ist ein hoher Berg im Hauptkamm der Zillertaler Alpen. Am Gipfel treffen die Bundesländer Salzburg und Tirol (Nordtirol) sowie die Autonome Provinz Bozen – Südtirol aufeinander.
Lage und Landschaft Der Dreiecker liegt im Südosten des Zillergrunds im hinteren Zillertal (Nordtirol), im Norden des hintersten Ahrntals bei Prettau (Südtirol) und am südwestlichen Talschluss des Windbachtals, eines Nebentals des Krimmler Achentals im Oberpinzgau (Salzburg). Damit gehört er zum Zillertaler Hauptkamm und zum Alpenhauptkamm und bildet die Wasserscheide zwischen Ziller, Salzach (beide zum Inn) und Ahr (zur Etsch). Die Bergflanken auf Südtiroler Gebiet sind im Naturpark Rieserferner-Ahrn unter Schutz gestellt, auf Salzburger Gebiet im Nationalpark Hohe Tauern.
Westlich führt der Zillertaler Hauptkamm weiter über die 400 Meter südwestlich gelegene Windbachspitze () und das Heilig-Geist-Jöchl () zum Winkelkopf (). Östlich leitet das Schütttaler Joch (ca. ) zum Schütttalkopf (), hinter dem das Gelände zum Krimmler Tauern () abfällt. Gegen Norden löst sich am Dreiecker die Reichenspitzgruppe, in der die wenig profilierte Seewlaser Schneid () und der Seekarkopf () die ersten Gipfelpunkte darstellen.
Von der einstigen Vergletscherung liegt nur mehr im Zillergrund an der Windbachspitze das Dreieckerkees, ein zunehmend zum Blockgletscher werdender Gletscherrest mit einigen Karseen;Der Gletscher im Windbachtal, das Windbachkees, ist in den 1950ern noch verzeichnet; so f&b Wanderkarte Blatt 15 Zillertaler Alpen; vergl. Österreichische Spezialkarte, Datenstand 1925/1934, Maßstab 1:75.000, Layer in Historische Kartenwerke Tirol das Windbachkees gibt es nicht mehr.
Zum Namen Ursprünglich hieß der Berg – von der Prettauer Seite her – Feldspitze oder – von Krimml her – Windbachspitze (diesen Namen trägt heute der Gipfel südwestlich). Der heutige Name wurde ursprünglich für den Gipfel östlich (Schütttalkopf) verwendet, vielleicht auf dessen Form bezogen.Vergleiche Dreiecketer für die Napfspitze 7½ km westlich. Der Name Dreiecker findet sich aber schon Ende des 19. Jahrhunderts,3. Landesaufnahme (1864/1887, Datenstand 1870/1873) und später, siehe Historische Kartenwerke Tirol. Feldspitze noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts.Österreichische Spezialkarte, Datenstand 1925/1934, Layer in Historische Kartenwerke Tirol. Mit Krimmler Tauern und Heilig-Geist-Jöchl liegen beiderseits bedeutende uralte Saumpässe des Alpenhauptkammes.
Einzelnachweise Fritz Koegel: Die Reichenspitzgruppe. In: Zeitschrift des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins 28 (1897), S. 188–228, hier S. 198–201 (online) Der Autor bezweifelt, Die Namen könnten also im Zuge der Landesaufnahmen vertauscht worden sein, denn auch die Windbachspitze liegt nicht mehr am Ende des Windbachtales (der Name wurde laut Koegel auch für den Seekarkopf/Keeskarkopf westlich des heutigen Eissees – damals noch das von ihm mehrfach erwähnte westliche Windbachkees – verwendet). Koegel gibt an, dass – ihm – Prielmayer den Berg als führt, also vielleicht alle drei, Dreiecker, Windbachspitze und Schütttalkopf, als ein Berg zwischen Heilig-Geist-Jöchl und Krimmler Tauern angesehen wurden, und er berichtet von zwischen Dreiecker und Keeskarkopf im Juni des Jahres 1895.
Kategorie:Berg in den Zillertaler Alpen Kategorie:Geographie (Brandberg, Tirol) Kategorie:Geographie (Krimml) Kategorie:Prettau Kategorie:Wasserscheide Salzach – Ziller Kategorie:Wasserscheide Rienz – Ziller Kategorie:Grenzmarkierung (Oronym) Kategorie:Naturpark Rieserferner-Ahrn Kategorie:Grenze zwischen Italien und Österreich