Die Liste der Stolpersteine in Detmold enthält Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Kunst-Projekts von Gunter Demnig in Detmold verlegt wurden. Mit ihnen soll Opfern des Nationalsozialismus gedacht werden, die in Detmold lebten und wirkten. Während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft sind dort nach aktuellem Kenntnisstand 173 Mitbürger umgebracht worden.Gedenkbuch Detmold

Liste der Stolpersteine Stolperstein Inschrift Verlegeort Name, Leben 140px HIER WOHNTE ELLI ALEXANDER<small>GEB. DANIELJG. 1902DEPORTIERT 1942GHETTO WARSCHAUERMORDET</small> Lemgoer Straße 49() 140px HIER WOHNTE MAX ALEXANDER<small>GEB. DANIELJG. 1897‘SCHUTZHAFT’ 1938KZ BUCHENWALDDEPORTIERT 1942GHETTO WARSCHAUERMORDET</small> Lemgoer Straße 49() 140px HIER WOHNTE OTTO BAERJG. 1891‘SCHUTZHAFT’ 1938BIELEFELDFLUCHT 1938 BELGIENINTERNIERT FRANKREICH1943 LAHDE‘ARBEITSERZIEHUNGSLAGER’ERMORDET 18.8.1944 Bruchstraße 26 () (1891–1944) 140px HIER WOHNTE HEDWIG BLOCKJG. 1885DEPORTIERT 1942GHETTO WARSCHAUERMORDET Freiligrathstraße 13 () (1885–1945)Die am 2. Januar 1885 in Berlin geborene Hedwig Block zog im Alter von fünf Jahren zu ihren Großeltern, dem Ehepaar Schiff, in die Freiligrathstraße 13 in Detmold. Als Lehrerin gab sie Englischunterricht an der privaten jüdischen Volksschule der Synagogengemeinde Detmold in der Gartenstraße. Sie wurde am 30. März 1942 in das Warschauer Ghetto deportiert, über ihr weiteres Schicksal ist nichts bekannt. Im Jahr 1952 wurde Hedwig Block für tot erklärt und das Todesdatum auf den 31. Dezember 1945 festgesetzt. 140px HIER WOHNTE BERNHARD BUCHHOLZ JG. 1888 DEPORTIERT 1941 RIGA 1944 STUTTHOF BUCHENWALD ERMORDET 26.12.1944 Sachsenstraße 25 () (1888–1944) 140px HIER WOHNTE GERHART BUCHHOLZ GAD. ESCHEL JG. 1926 FLUCHT 1940 MIT HILFE PALÄSTINA Sachsenstraße 25 () (1926-) 140px HIER WOHNTE ILSE BUCHHOLZ VERH. DEVORA BACKSCHITZKY JG. 1922 FLUCHT 1939 MIT HILFE PALÄSTINA Sachsenstraße 25 () (1922-) 140px HIER WOHNTE IRMGARD BUCHHOLZ GEB. HELLWITZ JG. 1895 DEPORTIERT 1941 RIGA 1944 STUTTHOF ERMORDET 9.10.1944 Sachsenstraße 25 () (1895–1944) 140px HIER WOHNTEALMA FLATOWGEB. LÖWENDORFJG. 1906DEPORTIERT 1942GHETTO WARSCHAUTREBLINKAERMORDET Lortzingstraße 3 () (1906–1942/45) 140px HIER WOHNTEFRIEDERIKE‘FRIEDA’ FLATOWGEB. VAN GELDERNJG. 1877DEPORTIERT 1942THERESIENSTADT1942 TREBLINKAERMORDET Lortzingstraße 3 () (1877–1942) 140px HIER WOHNTELOUIS FLATOWJG. 1874‘SCHUTZHAFT’ 1938KZ BUCHENWALDDEPORTIERT 1942THERESIENSTADT1942 TREBLINKAERMORDET Lortzingstraße 3 () (1874–1942) Louis Flatow war der Schammes der Synagoge in der Lortzingstraße und wohnte hier mit seiner Familie. Die Synagoge wurde in der Reichspogromnacht zerstört. 140px HIER WOHNTEMAX FLATOWJG. 1914‘SCHUTZHAFT’ 1938KZ BUCHENWALDDEPORTIERT 1942GHETTO WARSCHAUTREBLINKAERMORDET Lortzingstraße 3 () (1914–1942/45) 140px HIER WOHNTE EMILIE ESTHER FRANK GEB. STEINBERG JG. 1851 DEPORTIERT 1942 THERESIENSTADT ERMORDET 1.5.1943Lange Straße 71 Ecke Karlstraße () (1851–1943) Emilie Esther Frank war die Mutter von Johanna Herzberg, zur Familie Herzberg siehe Fritz Fred Herzberg. 140px HIER WOHNTEIRMGARD HEISS GEB. STELLBRINK JG. 1897 EINGEWIESEN 1941 HEILANSTALT WEILMÜNSTER TOT AN FOLGEN 1944 LINDENHAUS-BRAKE Hubertusstraße 10 () (1897–1944) Irmgard Stellbrink wurde 1897 in Münster geboren und wohnte ab 1903 in Detmold im Haus Hubertusstraße 10. Auf Grund psychischer Erkrankung wurde sie 1925 im Lindenhaus in Brake aufgenommen. Später folgten Aufenthalte in Gütersloh und Lengerich. 1941 wurde sie von Lengerich in die Heilanstalt Weilmünster verlegt. Im Januar 1944 konnten ihre Schwestern sie aus dem Krankenhaus holen. Sie konnten Irmgard jedoch nicht angemessen pflegen und lieferten sie im April wieder in das Lindenhaus ein. Dort verstarb sie am 3. Oktober 1944 an Tuberkulose infolge mangelhafter Ernährung. gedenkort-t4.eu 140px HIER WOHNTE BETTY GERDA HERZBERG JG. 1922 DEPORTIERT 1942 THERESIENSTADT 1944 AUSCHWITZ ERMORDET Lange Straße 71 Ecke Karlstraße () (1922–1944) Betty Gerda Herzberg gehörte zur Familie Herzberg, siehe Fritz Fred Herzberg. 140px HIER WOHNTE FRITZ FRED HERZBERG JG. 1921 KINDERTRANSPORT 1939 ENGLANDLange Straße 71 Ecke Karlstraße () (1921-) Die Familie Herzberg: Moritz und Johanna Herzberg waren seit 1919 Inhaber eines Konfektionswarengeschäftes in der Langen Straße 71. Nachdem Moritz Herzberg 4 Wochen im KZ Buchenwald inhaftiert war, versuchte die Familie aus Deutschland zu fliehen. Fritz Herzberg wurde mit einem Kindertransport nach England geschickt, mit der Hoffnung seine Familie von dort aus zu retten. 1942 erfuhr Fritz, dass Vater Moritz Herzberg, Mutter Johanna Herzberg, Großmutter Emilie Esther Frank und Schwester Betty Gerda Herzberg nach Theresienstadt deportiert wurden. Moritz Herzberg und Emilie Esther Frank starben dort. Johanna Herzberg und Betty Gerda Herzberg wurden in Auschwitz ermordet. Insgesamt wurden 14 Mitglieder der Familie ermordet.

Vier Monate nach ihrer Verlegung wurden die Stolpersteine mit roter Farbe verunreinigt. Die Tat erfolgte in der Nacht zum Jahrestag der Novemberpogrome. Am Tatort wurde ein Aufkleber mit nationalsozialistischen Motiven hinterlassen.

Fritz änderte seinen Vornamen zu Fred und wanderte 1947 in die USA aus. Dort heiratete er Lotti Jacobsthal, ebenfalls eine Holocaust überlebende. Aus der Ehe ging 1956 Michael Herzberg hervor. Nach Lottis Tod heiratete Fred Lore Müller. 1961 wurde Joanne Herzberg geboren, die als erste der Familie wieder deutschen Boden betrat und sich in Detmold niederließ. Auf Joannes betreiben wurde ihre Familie mit den Stolpersteinen symbolisch wiedervereint. Zur Feier der Verlegung sang Megan Marie Hart im Detmolder Schlosspark das Gebet Awinu Malkenu, das Lieblingsstück Fred Herzbergs. 140px HIER WOHNTE JOHANNA HERZBERG GEB. FRANK JG. 1885 DEPORTIERT 1942 THERESIENSTADT 1944 AUSCHWITZ ERMORDETLange Straße 71 Ecke Karlstraße () (1885–1944) Johanna Herzberg gehörte zur Familie Herzberg, siehe Fritz Fred Herzberg. 140px HIER WOHNTE MORITZ HERZBERG JG. 1880 SCHUTZHAFT 1938 BUCHENWALD DEPORTIERT 1942 THERESIENSTADT ERMORDET 5.1.1944Lange Straße 71 Ecke Karlstraße () (1880–1944) Moritz Herzberg gehörte zur Familie Herzberg, siehe Fritz Fred Herzberg. 140px HIER WOHNTEDR. ALBERTHIRSCHFELDJG. 1883‘SCHUTZHAFT’ 1933 U. 1938KZ BUCHENWALDDEPORTIERT 1942THERESIENSTADT1944 AUSCHWITZERMORDET Paulinenstraße 34 () (1883–1944) 140px HIER WOHNTELEONIEHIRSCHFELDGEB. EMSJG. 1896DEPORTIERT 1942THERESIENSTADT1944 AUSCHWITZERMORDET Paulinenstraße 34 () (1896–1944) 140px HIER WOHNTEEDUARD HÖVELERJG. 1890ZEUGE JEVOVASINHAFTIERT 1936AB 1938 ZWANGSARBEIT1940 KZ SACHSENHAUSEN1942 SS-BAUBRIGADE I1945 KZ MAUTHAUSENBEFREIT Oerlinghauser Straße 122() 140px HIER WOHNTEEMMA HÖVELERGEB. HOLTMANNJG. 1894ZEUGIN JEVOVASVERHAFTET 1941SONDERGERICHT HANNOVER1941 KZ RAVENSBRÜCKBEFREIT Oerlinghauser Straße 122() 140px HIER WOHNTEWILHELM HÖVELERJG. 1894ZEUGE JEVOVASINHAFTIERT 1936/37AB 1939 ZWANGSARBEIT1941 KZ SACHSENHAUSEN1942 SS-BAUBRIGADE I1945 KZ MAUTHAUSENBEFREIT Oerlinghauser Straße 122() 140px HIER WOHNTEEDUARD KAUDERSJG. 1886‘SCHUTZHAFT’ 1938BUCHENWALDDEPORTIERT 1942THERESIENSTADT1944 AUSCHWITZERMORDET Lange Straße 36() 140px HIER WOHNTEFRIEDA KAUDERSGEB. LEVYJG. 1884DEPORTIERT 1942THERESIENSTADT1944 AUSCHWITZERMORDET Lange Straße 36() 140px HIER WOHNTE HILDEGARD KLEESIEK JG. 1923 ALS ASOZIAL STIGMATISIERT VERHAFTET 1943 SS-SONDERLAGER MORINGEN 1943 RAVENSBRÜCK ERMORDET 7.12.1944 Hornsche Straße 23 () (1923–1944) 140px HIER WOHNTEEMMA LINZGEB. RIESJG. 1876DEPORTIERT 1942THERESIENSTADTBEFREIT Paulinenstraße 34 () (1876-) 140px HIER WOHNTEJULIUS LINZJG. 1873DEPORTIERT 1942THERESIENSTADTBEFREIT Paulinenstraße 34 () (1873-) 140px HIER WOHNTEMARGARETE LINZJG. 1907DEPORTIERT 1942THERESIENSTADTERMORDET 11.10.1944 Paulinenstraße 34 () (1907–1944) 140px HIER WOHNTE ANNELIESE LÜKERMANN JG. 1917 EINGEWIESEN 1935 HEILANSTALT EBEN-EZER LEMGO 'VERLEGT’ FEB. 1945 LINDENHAUS BRAKE ERMORDET 28.3.1945Grabbe-Schulhof früher Werrestr. 14 heute: Georg-Weerth-Str. überbaut durch Gebäude des Grabbe-Gymnasiums () (1917–1945) 140px HIER WOHNTE MARGARETE LÜKERMANN JG. 1926 EINGEWIESEN 1943 HEILANSTALT EBEN-EZER LEMGO 'VERLEGT’ FEB. 1945 LINDENHAUS BRAKE ERMORDET 20.3.1945Grabbe-Schulhof früher Werrestr. 14 heute: Georg-Weerth-Str. überbaut durch Gebäude des Grabbe-Gymnasiums () (1926–1945) 140px HIER WOHNTE PAULINE ´PAULA´ PARADIES JG. 1881 DEPORTIERT 1942 GHETTO WARSCHAU ERMORDET Krumme Straße 20 () (1881–1942/45) 140px HIER WOHNTE ERICH RÜLFJG. 1921FLUCHT 1938PALÄSTINA Elisabethstraße 24 () 140px HIER WOHNTE ERIKA RÜLFGEB. LYONJG. 1890DEPORTIERT 1942MINSKMALY TROSTINECERMORDET Elisabethstraße 24 () 140px HIER WOHNTE HERBERT RÜLFYEHUDA REGEVJG. 1916FLUCHT 1936PALÄSTINA Elisabethstraße 24 () 140px HIER WOHNTE KAROLINE ´KARLA´RÜLFVERH. TIMNAJG. 1918FLUCHT 1939PALÄSTINA Elisabethstraße 24 () 140px HIER WOHNTE MORITZ RÜLFJG. 1888INHAFTIERT 1933‘SCHUTZHAFT’ 1938KZ BUCHENWALDDEPORTIERT 1942MINSKMALY TROSTINECERMORDET Elisabethstraße 24 () 140px HIER WOHNTE EDITH VALK JG. 1926 DEPORTIERT 1941 RIGA DEPORTIERT 1944 STUTTHOF ERMORDET 18.12.1944 Hermannstraße 29 () (1926–1944) 140pxHIER WOHNTE HEDWIG VALK GEB. LION JG. 1892 DEPORTIERT 1941 RIGA DEPORTIERT 1944 STUTTHOF ERMORDET 12.1.1945 Hermannstraße 29 () (1892–1945) 140px HIER WOHNTE HILDE VALK JG. 1924 DEPORTIERT 1941 RIGA DEPORTIERT 1944 STUTTHOF ERMORDET 12.1.1945 Hermannstraße 29 () (1924–1945) 140px HIER WOHNTE SAMUEL VALK JG. 1891 'SCHUTZHAFT’ 1938 BUCHENWALD DEPORTIERT 1941 RIGA 1944 STUTTHOF ERMORDET Hermannstraße 29 () (1891–1944)

Stolperschwelle Stolperstein Inschrift Verlegeort 140px HIER IN DIESEM GEBÄUDE WAREN 1939–1942 DIE JÜDISCHE SCHULE MIT 22 KINDERN UND 4 LEHRKRÄFTEN 1942 DAS JÜDISCHE ALTERSHEIM MIT 17 FRAUEN UND MÄNNERN 1941–1942 DEPORTIERT --- RIGA, GHETTO WARSCHAU, THERESIENSTADT, ZAMOSC, IZBICA 33 WURDEN ERMORDET Gartenstraße 6 ()

Siehe auch Liste der Orte mit Stolpersteinen

Weblinks

Erster »Stolperstein« in Detmold. lippe-aktuell.de Gunter Demnig setzt „Stolperstein“ an der Hubertusstraße ein. lz.de Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e. V.: Zehn neue Stolpersteine erinnern an Menschen aus unserer Stadt

Einzelnachweise

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