mini|Victor Zeppenfeld, Fotografie G. & A. Overbeck, um 1865 mini|Victor Zeppenfeld im Darwin-Album von 1877 (Ausschnitt Blatt 15 Mainz) Victor Zeppenfeld (* 14. Februar 1834 in Greiz, Fürstentum Reuß; † nach 1883, vermutlich in Flensburg) war ein deutscher Genremaler der Düsseldorfer Schule.

Leben Zeppenfeld wurde als Sohn eines Kupferschmieds in Greiz geboren. Seine Karriere begann mit einer Ausbildung beim Maler Martin Gensler in Hamburg. Im Mai 1853 trat er als 19-Jähriger in die Münchener Kunstakademie ein, die er nach sechs Monaten verließ.Matrikeleintrag Victor Zeppenfeld der Akademie der Bildenden Künste München, abgerufen am 14. Juni 2015. Dann ging er nach Düsseldorf, wo er als Privatschüler im Atelier des Genremalers Rudolf Jordan arbeitete. Von Düsseldorf aus unternahm Zeppenfeld eine Reihe von Studienreisen nach Orten in Deutschland, in der Schweiz und in Oberitalien. Zwischen 1875 und 1883 lebte er in Flensburg und Glücksburg. Zeppenfeld war Mitglied im Hamburger Künstlerverein von 1832. Er bekannte sich offen zum Darwinismus und beteiligte sich am Ehrengeschenk der deutschen Anhänger zu Darwins 69. Geburtstag, einem vom Rechnungsrat und Naturforscher Emil Rade (1832–1931) initiierten, von Ernst Haeckel geförderten und im Wesentlichen von Arthur Fitger mit insgesamt 21 Blättern gestalteten mit Silber-(und Gold-)beschlägen reich verzierten 50 cm hohen und 43 cm breiten Album (Darwin-Album von 1877),Das Album enthält insgesamt 165 Porträts und befindet sich heute noch in der Darwin Collection im Down House, London, Luxted Road, Downe, Orpington, BR6 7JT in dem ab Blatt 3 zahlreiche Fotografien seiner Anhänger in je ein bis zehn passepartoutartig geschnittenen Feldern eingefügt sind. Als Victor Zeppenfeld und dem Zusatz Maler zu Flensburg wurde er auf Blatt 15 - Mainz in diesem Album, das Darwin im Februar 1877 überreicht wurde, aufgenommen.Brunhild Gries: Emil Rade (1832–1931), sein Anteil an der naturkundlichen Erforschung Westfalens und das Darwin-Album von 1877. Abhandlungen aus dem Westfälischen Museum für Naturkunde, 68, 2, Münster 2006 (PDF)

Werk (Auswahl) thumb|Der gestürzte Seiltänzer, 1864 mini|Sommertheater im Gasthausgarten, 1866 thumb|Reiterbildnis, 1870 Morgen vor dem Schützenfest Des Gewürzkrämers Laden Vor dem Postschalter Der Mausefallenhändler Eselspaar am Futtertrog, 1863 Der gestürzte Seiltänzer, 1864 Ein Kunstfreund Sommertheater im Gasthausgarten, 1866, Theaterwissenschaftliche Sammlung Universität zu Köln, Schloss Wahn Reiterbildnis, 1870 Das Vogelnest, 1870 Genesung, 1874 Der gefangene Sohn, 1875 Kaulbachs Ankunft im Olymp, auch als fotografische Reproduktion verbreitet Italienische Obstverkäuferin, 1882 Straßenpartie mit Mann, Kindern und Hunden, 1883

Literatur Hermann Alexander Müller: Biographisches Künstler-Lexikon. Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig 1882, S. 571.(Digitalisat) Ulrich Schulte-Wülwe: Malerei in Schleswig-Holstein. Katalog der Gemäldesammlung des Städtischen Museums Flensburg. Westholsteinische Verlagsanstalt Boyens & Company, Heide 1989, ISBN 3-8042-0467-8, S. 350. Hans Paffrath (Hrsg.): Lexikon der Düsseldorfer Malerschule 1819–1918. Band 3: Nabert–Zwecker. Herausgegeben vom Kunstmuseum Düsseldorf im Ehrenhof und von der Galerie Paffrath. Bruckmann, München 1998, ISBN 3-7654-3011-0, S. 455–456.

Weblinks

Victor Zeppenfeld in der Datenbank des Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie Victor Zeppenfeld, Auktionsresultate im Portal artnet.de

Einzelnachweise

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