Ludoș [] (veraltet Ludoșul Mare oder Luduș; , siebenbürgisch-sächsisch Logdes, ) ist eine Gemeinde im Kreis Sibiu, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Der Ort ist auch unter der deutschen Bezeichnungen Gross-Logdes und der ungarischen Ludas bekannt.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Ludoș im Kreis Sibiu Die Gemeinde Ludoș liegt im Südwesten des Siebenbürgischen Beckens am Oberlauf des Secaș (Zekesch), einem Zufluss des Sebeș (Mühlbach). Im Westen des Kreises Sibiu an der Kreisstraße (drum județean) DJ 106G, liegt der Ort Ludoș ca. zehn Kilometer nordöstlich von der Kleinstadt Miercurea Sibiului (Reußmarkt); die Kreishauptstadt Sibiu (Hermannstadt) befindet sich etwa 45 Kilometer südöstlich entfernt. Etwa acht Kilometer südlich von Ludoș verläuft die rumänische Autobahn A1.
Geschichte Der Ort Ludoș wurde erstmals, nach unterschiedlichen Angaben, 1142 abgerufen am 11. Juni 2015 (rumänisch). oder 1330Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2. urkundlich erwähnt. Zu Zeiten der Österreichisch-Ungarischen Monarchie gehörte der Ort dem Stuhlbezirk Szerdahely, des historischen Hermannstädter Komitats, an.
Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnische Zusammensetzung Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1850 2734 2378 7 286 63 1920 3431 2989 15 427 - 1941 3058 2704 2 352 - 1966 2158 1946 - 205 7 1992 930 797 1 69 63 2002 794 725 1 30 38 2011 746 645 4 21 76 2021 548 516 3 11 18 Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und gleichzeitig die der Rumänen und der Rumäniendeutschen 1920, die der Roma 1850 und 1992, und die der Magyaren (20) 1910 ermittelt.Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 4. November 2008 (PDF; 582 kB; ungarisch). Die Mehrheit der Rumäniendeutschen lebten im eingemeindeten Dorf Gusu (Gießhübel), ein ehemaliges Hörigendorf der Region.Ferdinand Baumann: Geschichte der terra Siculorum terrae Sebus des Andreanischen Freibrief's oder des adligen Gutes Geißhübel bei Mühlbach, Hermannstadt, 1874. (→ online bei Google Books).
Sehenswürdigkeiten Im Gemeindezentrum die orthodoxe Kirchen Sf. Ioan Botezătorul und Sf. Gheorghe. Im eingemeindeten Dorf Gusu die evangelische und die orthodoxe Kirche.
Persönlichkeiten
Octavian Smigelschi (1866–1912), Maler abgerufen am 12. Juni 2015 (rumänisch).
Weblinks
Ludoș bei ghidulprimariilor.ro Gießhübel bei siebenbuerger.de
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1330