Das Ökozentrum (gegründet als Zentrum für Angepasste Technologie und Sozialökologie, vormals bekannt als Ökozentrum Langenbruck) ist eine Forschungs- und Bildungseinrichtung mit Sitz in Langenbruck, Baselland. Die Tätigkeiten des Ökozentrums gliedern sich in die zwei Fachbereiche Forschung und Entwicklung sowie Bildung und Gesellschaft. Der Schwerpunkt liegt auf der Erforschung erneuerbarer Energien und der Entwicklung innovativer Technologien für den Umwelt- und Klimaschutz.
Das Bildungsangebot umfasst die Sensibilisierung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in erlebnisorientierten Kursen für einen sparsamen Energieverbrauch und nachhaltigen Konsum. Seit der Gründung im Jahr 1980 werden am Ökozentrum visionäre und praxisnahe Lösungen für eine ressourcenneutrale Zukunft entwickelt.
Die Kompetenzen im Fachbereich Forschung und Entwicklung umfassen Elektromobilität, Batteriespeicherlösungen, dezentrale und intelligente Stromproduktion im Gebäude und Quartier, Wärmekraftkopplung, Schwachgasnutzung, Biokohleproduktion, Verbrennungstechnologien und die Prüfung von Energietechnikanlagen, des Weiteren die Programmierung von komplexen Steuerungen und Mess- und Regelungstechnik.
Ein Zweig der Forschungsabteilung setzt sich für die Entwicklungszusammenarbeit im Bereich Foodprocessing ein, konkret für die Erprobung und den Bau von Wärmepumpentrocknern für die Konservierung von Lebensmitteln. Der Bildungsbereich unterstützt Gemeinden, Schulen, Unternehmen und private Organisationen bei der Umsetzung von Bildungs- und Kommunikationsprojekten.
Gründung und Trägerstiftung Die Trägerstiftung des Ökozentrums SATS (Stiftung für angepasste Technologie und Sozialökologie) wurde 1979 durch Willy Bierter, Pierre Fornallaz und Hans Steinemann gegründet. 1980 nahm das Ökozentrum, welches die Ziele der Stiftung operativ umsetzt, in Langenbruck seine Arbeit auf.
Preise und Auszeichnungen 1986: Umweltschutztechnik-Preis der Ford Motor Company (Schweiz) 1986: Anerkennung der erfolgreichen energetischen Gebäudesanierung des Ökozentrums 1987: Prix Toni der Stiftung «händ sorg zur umwält» 1987: 1. Preis für die Forschungstätigkeit im Bereich schadstoffarmer Holzfeuerungen 1987: Prognos-Preis 1987: Würdigung der zukunftsweisenden Initiativen des Ökozentrums Langenbruck 1988: Goldene Schiefertafel des Kuratoriums Jugend und Wirtschaft für das Buch «Die ökologische Wirtschaft» von Prof. Pierre Fornallaz †, Mitbegründer des Ökozentrums 1988: Deutscher Energiepreis der Deutschen Energie-Gesellschaft für den Beitrag Energiekonzepte 1991: Kantonalbank-Preis der Basellandschaftlichen Kantonalbank 1991: Würdigung der zukunftsweisenden Initiativen des Ökozentrums 1992: Schweizer Solarpreis der Stiftung Solar Agentur Schweiz, Zürich. 1992: Auszeichnung für den «Vater der Sonnenenergie in der Schweiz», Pierre Fornallaz †, Mitbegründer des Ökozentrums 1994: Preis des Schweizer Umweltrates für den Reparaturführer beider Frenkentäler 1994: Prädikat «besonders innovativ und mit grossem Multiplikatoren-Effekt» 1994: Prix Toni der Stiftung «händ sorg zur umwält» 1994: Anerkennungspreis Reparaturführer beider Frenkentäler, entstanden in Zusammenarbeit mit der Regionalen Arbeitsgruppe Abfallbewirtschaftung beider Frenkentäler BL 1995: Mouchot-Preis, Europäische Sonnenenergie-Vereinigung Eurosolar 1995: Auszeichnung für Pierre Fornallaz, Mitbegründer des Ökozentrums 1999: «Prix eta» der Schweizer Elektrizitätswirtschaft, des ETH-Rates, der Zeitung «Cash» und der IWB Basel 1999: Energie-Innovationspreis für die Revitalisierung des Kleinwasserkraftwerkes Cormoret (BE) mit der Hilfe von Erwerbslosen 2000: Preis der Stiftung für besondere Leistungen im Umweltschutz, Luzern 2005: «Swiss Mountain Water Award» des Kompetenznetzwerkes Wasser im Berggebiet an die Stiftung revita für das Projekt Universalturbine für offene und geschlossene Wasserversorgungssysteme. 2007: UNESCO-Anerkennung des Erlebnis-Lehrpfades Nachhaltigkeit in Basel sowie des Planspiels triCO2lor als Projekt zur Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schweiz 2008: UNESCO-Anerkennung des Planspiels triCO2lor als Projekt zur Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schweiz 2011: Der Smile wird an der WAVE’11 ausgezeichnet. 2013: Anerkennung von konsumGLOBAL als «Aktivität der UNO Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung» durch die Schweizerische UNESCO-Kommission 2013: Verleihung des Energy Globe und des Zurich Klimapreises an das Projekt konsumGLOBAL 2013: Auszeichnung des Projekts «Bewusst kochen!» mit dem Faktor-5-Preis von sun21 2014: Umweltpreis der Schweiz ehrt das langjährige Engagement des Ökozentrums mit einem Anerkennungspreis 2014: Die Energie-Erlebnistage werden durch die Schweizerische UNESCO-Kommission als «Aktivität der UNO-Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung» anerkannt. 2015: Publikumspreis der Abstimmungsplattform energieideen.ch (eine Initiative von EnergieSchweiz) für die Idee der Mitfahrgelegenheits-APP Go Local!
Weblinks Ökozentrum
Einzelnachweise
Kategorie:Bildungseinrichtung der Erwachsenenbildung in der Schweiz Kategorie:Bildungseinrichtungsgründung 1980 Kategorie:Langenbruck