Ark: Survival Evolved ist ein von Studio Wildcard entwickeltes Survival-Computerspiel, das im August 2017 für PC, PlayStation 4 und Xbox One veröffentlicht wurde. 2018 wurde das Spiel auch für Android, iOS und Nintendo Switch veröffentlicht. Es gilt, in einer Welt voller frei streunender Dinos zu überleben. Das Entwicklerteam legte einen Schwerpunkt auf eine möglichst realistische Darstellung von Dinosauriern sowie zahlreiche Höhlen und Dungeons.

Im Dezember 2020 wurde der Nachfolger Ark 2 für Windows und Xbox angekündigt, dessen geplanter Veröffentlichungstermin seitdem mehrfach aufgeschoben wurde, zuletzt auf 2028.

Im März 2023 wurde der Ableger Ark: Survival Ascended für Windows, Xbox und PlayStation angekündigt. Die Early-Access-Version wurde im Oktober 2023 für Windows veröffentlicht, die Konsolenversion folgte im November desselben Jahres.

Spielprinzip und Technik Das Spiel wird wahlweise aus einer Third-Person-Perspektive oder aus der Egoperspektive gespielt. Die Fortbewegung erfolgt zu Fuß oder reitend bzw. fliegend oder schwimmend auf einem Tier. Spieler können Nahkampfwaffen sowie Pfeil und Bogen verwenden, um sich gegen aggressive Kreaturen zu verteidigen. Viele der Kreaturen können gezähmt werden, was dem Spieler Zugriff auf die Fähigkeiten des jeweiligen Tieres gewährt. Zudem ist es dem Spieler möglich, mit Hilfe von Gegenständen, welche aus der Umgebung eingesammelt werden können, sein Arsenal an Waffen und auch anderen Gegenständen zu erweitern. Spieler können zudem über ein großes Bausystem eigene Strukturen errichten und diese auch zur Verteidigung nutzen. Es verfügt sowohl über einen Einzelspielermodus als auch die Möglichkeit, auf Multiplayer-Servern mit anderen Personen zu spielen. Ark-Server sind persistent, die Spielwelt verändert sich auch dann, wenn keine Spieler online sind.

Spieler starten in einer tropischen Spielwelt ohne Ausrüstung; lediglich ein Implantat im Arm, welches dem Zugriff auf das Inventar dient, sowie ein Lendenschurz stehen anfangs zur Verfügung. Ziel ist es, zu überleben und seine eigenen Fertigkeiten auszubauen. Hierzu benötigt der Spieler Materialien, welche er in der Welt sammeln kann, um daraus Gebäude, Lagerfeuer und Waffen sowie andere Ausrüstung zu erstellen. Weiterhin ist es dem Spieler möglich, Dinosaurier zu zähmen, wofür jedoch weitere Ressourcen notwendig sind. Die Spielkarte, genannt The Island, ist ca. 48 Quadratkilometer großRapczak: Ark: Survival Evolved. 2015, Zeit: 20:20., wobei 36 Quadratkilometer davon Landmasse sind sowie 12 Quadratkilometer Ozean.

Das Spiel beinhaltet klassische Survival-Elemente, da der Spieler neben Kreaturen und Spielern auch gegen die Natur kämpfen muss. Der Spieler kann Verdursten, Verhungern, Erfrieren oder den Hitzetod sterben. Auch für gezähmte Tiere muss er immer genug Futter bereitstellen. Sollte ein Spieler Schaden erleiden, so sinkt seine Lebensanzeige, welche sich jedoch langsam im Laufe des Spieles wieder erholt, sofern genug Essen vorhanden ist oder über Heilgegenstände verfügt wird.Rapczak: Ark: Survival Evolved. 2015, Zeit: 41:02.

Spieler können im Spiel Gegenstände herstellen, zum Beispiel Werkzeuge, aber auch Nahrungsmittel und Waffen. Um dies zu tun, müssen die meisten Gegenstände zunächst erforscht werden. Dies geschieht im Spielverlauf durch das Erreichen neuer Level und dem Investieren der dadurch erhaltenen Punkte.Rapczak: Ark: Survival Evolved. 2015, Zeit: 31:31. Außerdem erhält man für jedes erreichte Level einen Skillpunkt. Der kann entweder in mehr maximale Lebenspunkte, mehr Ausdauer, mehr Sauerstoff zum Tauchen, mehr Tragfähigkeit, mehr Bewegungsgeschwindigkeit, mehr Nahkampfschaden, mehr Herstellungsgeschwindigkeit, mehr Hungerpunkte, mehr Wasserpunkte oder mehr Resistenz gegen Effekte investiert werden. Der Bonus auf diese Attribute ist unterschiedlich, wird je mehr Skillpunkte man bereits investiert hat geringer. Die erforschbaren Gegenstände werden mit höherem Level immer moderner. Während zu Beginn des Spiels nur primitive Technologie zur Verfügung steht, kann man im weiteren Spielverlauf auch Gegenstände wie Kühlschränke herstellen. Weiterhin können Spieler ihre Waffen durch zusätzliche Gegenstände, wie zum Beispiel einem Zielfernrohr oder eine Lampe erweitern.Rapczak: Ark: Survival Evolved. 2015, Zeit: 31:51.

Um Gebäude zu bauen, müssen verschiedene Strukturelemente wie z. B. Böden, Türen und Fenster erforscht werden. Auch hierfür werden Ressourcen und Punkte zum Investieren in die Technologie benötigt. Spieler können alle Strukturen bauen, sofern die dafür notwendigen Ressourcen zur Verfügung stehen und die Umgebung den Bau zulässt. Gebäude müssen stabil stehen und können durch das Abbauen von Pfeilern oder Bodenplatten zerstört werden.

Der Aufbau und die Weiterentwicklung der Gegenstände ist an das Level des erstellten Charakters und der dafür vergebenen Punkte im Talentbaum gebunden. Für jeden Levelaufstieg erhält man zusätzlich einige Punkte, sogenannten Engrammpunkte, dafür. Der Spieler kann selber entscheiden, was er erlernen möchte. Ein Spieler allein kann allerdings (derzeit) nicht alles erlernen, so ist eine Zusammenarbeit mit anderen Spielern vorteilhaft.

Es wurde eine Artenvielfalt von über 400 Lebewesen implementiert; diese reicht von Fischen und Insekten bis zu riesigen Sauropoden. Zum Release standen über 100 verschiedene Typen von Dinosauriern in dem Spiel zur Verfügung, von denen die meisten durch Füttern, oft nach Betäubung, gezähmt werden können. Gezähmte Dinosaurier stellen dem Spieler ihre Fähigkeiten zur Verfügung, so können Spieler sich auf Flugsauriern durch die Lüfte schwingen oder die Kampfeigenschaften eines Tyrannosaurus zu ihrem Vorteil nutzen. Beim Reiten der meisten Kreaturen kann der Spieler seine eigenen Waffen und Fähigkeiten nicht einsetzen bei manchen Dinos wie z. B. dem Baryonyx ist jedoch auch dies möglich; bei größeren Dinosauriern können sogar mehrere Spieler, in einigen Fällen sogar mehr als zwei, mitreiten. Diese können ihre Waffen normal nutzen.Rapczak: Ark: Survival Evolved. 2015, Zeit: 36:27. Dinosaurier können auch dafür benutzt werden, Gegenstände zu tragen und können Befehle wie z. B. offensives/defensives Verhalten vom Spieler erhalten. So können beispielsweise eine Horde von Velociraptoren dazu genutzt werden, um eine Basis zu verteidigen. Im Spiel sind auch noch weitere Tiere anzutreffen, welche als ausgestorben gelten. Als Beispiel sind hierbei der Dodo, Megalodon oder das Mammut zu nennen. Weiterhin sind noch Insekten wie Meganeura oder auch Ameisen der Gattung Titanomyrma gigantea implementiert.

Mehrspieler-Server gibt es in drei Ausführungen, PVP (Player vs. Player), PVE (Player vs. Environment) und PVPVE (Player vs. Player vs. Environment). Auf PVE-Servern kann man andere Spieler und deren Bauwerke nicht angreifen, auf PVP-Servern kann man hingegen andere Spieler töten, seine Bauwerke zerstören und seine Gegenstände stehlen. Auf PVPVE-Servern ist es nicht möglich, Gebäude, Dinosaurier oder Charaktere von Spielern zu töten oder zu zerstören, solange die Spieler bereits mindestens 15 Minuten ausgeloggt sind. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, andere Spieler, durch narkotische Beeren oder Waffen, bewusstlos zu machen. Der Spieler, welcher bewusstlos ist, hat ein leicht abgedunkeltes Bild, kann aber alles mitverfolgen, was mit ihm geschieht. Ebenfalls sieht er, was aus seinem Inventar entwendet oder hinzugefügt wird.

Sollte der Spieler einmal sterben, gibt es zwei Möglichkeiten: Der Spieler spielt mit seinem Charakter weiter und kann in einer selbst gewählten Region der Karte oder in einem vorher gebauten Schlafbereich (Schlafsack, Bett) erneut aufwachen. Dadurch verliert er allerdings das komplette Inventar und behält nur das Level, die erlernten Baupläne (Engramme) und die Skillpunkte. Dies ist im Hardcore-Modus nicht möglich. Der Spieler kann einen komplett neuen Charakter erstellen und beginnt das Spiel von vorne, hierbei gehen sämtliche investierten Skill- sowie Engrammpunkte verloren.

Am Ort des Ablebens bleibt die Leiche des Spielers zurück, die man als Spieler einsammeln kann und das komplette Inventar des verstorbenen Spielers beinhaltet. Diese Leiche kann jedoch von fleischfressenden Sauriern gefressen werden. Hierbei bleibt ein Rucksack übrig, welcher dann wiederum das gesamte Inventar des Spielers beinhaltet. Sollte es dem Spieler binnen fünfzehn Minuten nicht gelingen, den Rucksack wieder aufzunehmen, verschwindet dieser und damit die Möglichkeit für den Spieler, sein verlorenes Inventar wieder zu bekommen.

Ziel des Spiels Im Einzelspieler- und PVE-Modus besteht das Ziel des Spiels darin, die Höhlen der Insel zu finden, die sich an den verschiedensten Orten befinden. Die zehn Höhlen werden meist von gefährlichen Kreaturen bewohnt, wie menschengroßen Spinnen, Arthropleuras und Titanoboas, die der Spieler entweder töten, oder an ihnen vorbeikommen muss, um ein Artefakt aus jeder Höhle zu bekommen. Es werden insgesamt zehn Artefakte benötigt, um an den Obelisken der Insel drei verschiedene Endgegner, sogenannte Wächter, zu beschwören. Dazu zählen unter anderem die Brutmutter, eine gigantisch große Spinne, der Megaphitecus, ein riesiger, weißer Gorilla und der feuerspeiende Drache. Sollte der Spieler die benötigten Artefakte zu einem der Obelisken bringen, kann er sich und zwanzig weitere gezähmte Kreaturen in die jeweilige Arena des Endgegners teleportieren, um den Endgegner zu bekämpfen. Sollte der Spieler beim Kampf gegen einen der Wächter sterben, verliert er sein gesamtes Inventar, sowie alle gezähmten Dinosaurier, die sich mit ihm in der Arena befanden. Wenn der Spieler es jedoch schafft, den Wächter zu besiegen, so bekommt er eine Trophäe von diesem, sowie weitere Engramme. Mit allen drei Trophäen der Endgegner kann der Spieler eine spezielle elfte Höhle betreten, die sich in einem Vulkankrater befindet. Am Ende dieser Höhle erreicht er ein Portal, das ihn in einen Turm weit über dem Ark teleportiert. Dort Entdeckt der Spieler, wie der Ark funktioniert. Er erkennt auch, warum er nach seinem Ableben immer wieder auf der Insel aufwachen kann, als wäre nichts geschehen: Alle Spieler und Kreaturen werden immer wieder über dem Ark geklont. Am Ende der Halle im Kontrollturm des Arks kann der Spieler mit 50 weiteren gezähmten Dinosauriern den finalen Endgegner bekämpfen: den Aufseher. Nach dem Besiegen des Aufsehers wird der Spieler aus dem Ark heraus teleportiert und man sieht in einer Videosequenz, wie er durch den Weltraum in den nächsten Ark fliegt: Scorched Earth.

Im PVP-Modus jedoch, besteht das Ziel des Spiels darin, die erbauten Gebäude der anderen Spieler zu zerstören, um sein eigenes Gebäude weiter aufzubauen, um damit dann weitere Spieler zu bekriegen.

Produktion Ark: Survival Evolved wurde von Studio Wildcard, Instinct Games, Efecto Studios, und Virtual Basement entwickelt. Die Entwicklung begann im Oktober 2014.Rapczak: Ark: Survival Evolved. 2015, Zeit: 7:38. Bei der Entwicklung der prähistorischen Spezies wurde auf entsprechende Fachliteratur, Online-Artikel und Experten der Biologie zurückgegriffen. Hierbei wurden Anpassungen vorgenommen, um die spielerischen Eigenschaften zu ermöglichen, wobei die Entwickler darauf hinweisen, dass die im Spiel befindlichen Kreaturen als Weiterentwicklungen von den historischen Vorlagen gelten.

Die Entwickler haben weitere Funktionen hinzugefügt, um das Spiel auch für andere Interessensgruppen attraktiv zu machen, die sich nicht dem Survival-Genre verschrieben haben. So ist die Erkundung der Insel als auch der Kampf gegen große Bossgegner ebenfalls in dem Spiel ein großer Aspekt. Hierbei wird der Spieler auch für das Auffinden von Geheimnissen auf der Insel belohnt.Rapczak: Ark: Survival Evolved. 2015, Zeit: 38:59. Um Spielern auch eine langfristige Motivation zu geben, werden ihnen auch im „Endgame“ weitere Möglichkeiten geboten, da die Entwickler bei anderen Survival-Spielen ein finales Ziel vermisst haben.