Hiermit wird ein Überblick über die Wahlergebnisse in der Landeshauptstadt Stuttgart auf den verschiedenen staatlichen und kommunalen Ebenen gegeben. Der Regierungsbezirk Stuttgart kennt als reine Verwaltungsebene kein gewähltes Gremium.

Wahlen in Stuttgart bis 1999

Von 1946 bis 1999 fanden in Stuttgart 59 demokratische WahlenHistorische Wahlergebnisse, Themenheft der Schriftenreihe "Statistik und Informationsmanagement" statt:

Europawahlen seit 1979 Bundestagswahlen seit 1949 Landtagswahlen in Württemberg-Baden 1946 und 1950 Wahl zur »Verfassunggebenden Landesversammlung« für den Südweststaat 1952 Landtagswahlen in Baden-Württemberg seit 1956 Wahlen der Regionalversammlung der Region Stuttgart seit 1994 Gemeinderatswahlen seit 1946 Oberbürgermeisterwahlen seit 1948

Wahlergebnisse in Stuttgart von 1999 bis 2011 ParteiJahr Regional 1999 Europa 1999 Landtag 2001 Bundestag 2002 Regional 2004 Europa 2004 Gemeinderat 2004 (Sitze) Bundestag 2005 Regional 2009 Europa 2009 Gemeinderat 2009 (Sitze) Bundestag 2009 Landtag 2011 CDU 42,5 % 42,9 % 37,1 % 35,1 % 35,6 % 37,4 % 32,9 % (21) 32,7 % 26,9 % 29,1 % 24,2 % (15) 28,5 % 39,0 % SPD 24,5 % 27,6 % 36,3 % 35,7 % 24,4 % 21,2 % 22,8 % (14) 32,0 % 17,4 % 18,0 % 17,0 % (10) 19,8 % 20,4 % FDP 5,5 % 6,2 % 9,2 % 8,5 % 5,3 % 7,7 % 6,5 % (4) 12,8 % 10,8 % 14,5 % 10,9 % (7) 18,4 % 6,1 % Grüne 14,1 % 14,3 % 11,5 % 16,2 % 17,2 % 22,1 % 18,7 % (11) 15,0 % 25,4 % 25,0 % 25,3 % (16) 20,1 % 24,2 % Linke ehem. PDS — — — 1,4 % 1,7 % 1,9 % 1,8 % (1) 4,4 % 4,9 % 4,5 % 4,5 % (2) 7,8 % 3,4 %AfD————————————— Freie Wähler 5,6 % — — — 8,5 % — 9,7 % (6) — 9,9 % (1,2 %) 10,3 % (6) — — Die Republikaner 3,6 % 3,6 % 4,7 % 1,0 % 4,0 % 3,3 % 3,9 % (2) 0,8 % 2,3 % 2,0 % 2,5 % (1) 0,8 % 0,9 % SÖS — — — — — — 1,7 % (1) — — — 4,6 % (3) — — Sonstige 1,5 % 5,4 % 1,2 % 2,1 % 3,4 % 6,5 % 2,0 % 2,3 % 2,5 % 6,7 % 0,7 % (0) 4,6 % 3,1 % Wahlbeteiligung 59,1 % 46,6 % 65,5 % 81,0 % 54,0 % 51,9 % 48,7 % 79,1 % 52,3 % 52,3 % 48,7 % 74,3 % 73,1 %

Mit Regional wird die Wahl in der Region Stuttgart zur Regionalversammlung des Verbands bezeichnet.

Bei der Europawahl 2009 sind nicht die Freien Wähler des Landesverbandes Baden-Württemberg zur Wahl angetreten, sondern die des Bundesverbandes.

Wahlergebnisse in Stuttgart seit 2013

ParteiJahrBundestag 2013Regional 2014Europa 2014Landtag 2016Bundestag 2017Regional 2019Europa 2019Landtag 2021Bundestag 2021Europa 2024Bundestag 2025 CDU38,3 %29,0 %23,8 %20,7 %24,8 %26,5 % Grüne15,8 %17,6 %28,4 %25,1 %22,3 %21,7 % SPD21,9 %15,7 %13,5 %21,1 %12,1 %15,5 % FDP7,5 %15,2 %8,2 %16,0 %8,3 %6,6 % Linke6,4 %9,2 %5,1 %5,1 %3,6 %10,9 %AfD4,3 %8,8 %7,5 %5,6 %8,8 %11,4 %Volt1,2 %4,8 %BSW -4,1 % Piratenpartei2,7 %1,1 %0,6 % Sonstige3,0 %4,5 %11,3 %6,3 %10,6 %7,5 % Wahlbeteiligung76,7 %79,6 %67,1 %78,5 %67,2 %82,9 %

Gemeinderatswahlen

Ein Blick auf die Ergebnisse der kommunalen Wahlen im Stadtkreis Stuttgart zeigt im Laufe des 20. Jahrhunderts einige markante Entwicklungen: die CDU wurde erst relativ spät eine dominierende Kraft, erst 1975 konnte sie die SPD von Platz eins verdrängen. Die FDP konnte immer Stadträte stellen, verlor aber 1953 ihre herausragende Stellung und erlebte 1971 einen weiteren Abstieg. Neben CDU und FDP spielte und spielt im so genannten „bürgerlichen Lager“ die Gruppierung der Freien Wähler eine einigermaßen konstante Rolle, ihr Einfluss ist in Württemberg allgemein recht hoch, aber eher noch in den mittleren Städten und auf dem Lande, die Freien Wähler treten zu Landtags- und Bundestagswahlen nicht an. Die Grünen konnten seit dem ersten Antreten überdurchschnittliche Ergebnisse verzeichnen (im Bundesvergleich), parallel zu einer weiteren Schwäche der SPD.

thumb|Gemeinderatswahlen in Stuttgart seit 1946Ergebnisse der Gemeinderatswahlen in Stuttgart seit 1946 auf stuttgart.de|600px

thumb|Verteilung der Sitze im Stuttgarter Gemeinderat seit 1946Themenheft 1/2009 Die Gemeinderatswahl am 7. Juni 2009 in Stuttgart|600px

Gemeinderatswahl 2009

miniatur|Stimmenmehrheiten in den Wahlbezirken in Stuttgart, Gemeinderatswahl 2009 Bei der Gemeinderatswahl 2009 wurden die Grünen in einem Stadtrat einer deutschen Großstadt mit über 500.000 Einwohnern erstmals die stärkste Fraktion. Mit dem Wahlsieg der Grünen gab es in Stuttgart neue Mehrheiten im Gemeinderat. Das Lager aus CDU, Freien Wählern und FDP hatte seine absolute Mehrheit eingebüßt, diese hätte rechnerisch ein mögliches Bündnis aus Grünen, SPD, Linkspartei und SÖS mit 31 von 60 Sitzen gehabt. Die Republikaner erreichten einen Sitz. Als Hauptgrund für den Wahlsieg der Grünen gilt die Ablehnung des umstrittenen Bahnprojekts Stuttgart 21 durch Teile der Bevölkerung.Stuttgart 21 zieht CDU und SPD nach unten

Siehe auch Wahl zur Verfassunggebenden Landesversammlung von 1952

Hinweis zum Titel Wahl zur Verfassunggebenden Landesversammlung in Baden-Württemberg 1952: Zum Termin der Wahl war die Länderfusion beschlossene Sache, eine Landesversammlung wurde gewählt. Das neu zu schaffende Land hatte aber noch keinen Namen („Südweststaat“) Die Landesversammlung erarbeitete nicht nur die Verfassung und gab dem Land den Namen Baden-Württemberg; sie bestimmte außerdem noch, dass sie bis 1956 als Landtag weiterarbeiteten sollte.

Weblinks Faltblatt Stuttgarter Wahldaten, Ausgabe 2012, auf stuttgart.de Wahlen und Abstimmungen auf stuttgart.de

Einzelnachweise

Kategorie:Politik (Stuttgart)