Robert Johannes Bierbach, kurz Hanns Bierbach, (* 10. Mai 1888 in Berlin; † 27. Juli 1972 in Bad Harzburg)Sterberegister des Standesamtes Bad Harzburg Nr. 222/1972. war ein deutscher Verwaltungsjurist und Landrat.

Leben Bierbach erhielt eine juristische Ausbildung und begann 1911 als Gerichtsreferendar. In den nächsten Jahren war er an verschiedenen Orten tätig. Bierbach war Mitglied der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) und Mitglied im Stahlhelm. Ab 14. November 1932 wurde er vertretungsweise zum Landrat im Kreis Bremervörde ernannt. Zum 1. Mai 1933 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 1.665.366).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/2920638 (Barch). Vgl. vormals BDC Berlin. Bereits am 10. Oktober 1933 wurde er zum kommissarischen Landrat im Kreis Langensalza ernannt. Ab 25. Mai 1934 wirkte er wiederum in der Regierung Kassel. Ab 6. September 1934 übernahm er kommissarisch die Verwaltung des Landratsamtes im Kreis Westprignitz. 1942 diente er in der Wehrmacht.Reinhold Zilch, Bärbel Holtz: Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817–1934/38. Bd. 12/II. In: Acta Borussica. Neue Folge. Hrsg. BBAW, Olms-Weidmann, Hildesheim 2003, S. 526 (Online; PDF).

Hanns Bierbach hatte 1939 auf Schloss Krampfer Ehrengard geb. von Moellendorff (* 1905; † 1945) geheiratet,Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft (DAG). Teil A (Uradel). 1942. Jahrgang 41, Justus Perthes, Gotha 1941, [S. 327–334.]Hans Friedrich von Ehrenkrook, Carola von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Jürgen von Flotow, Walter von Hueck, Johann Georg von Rappard: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. A (Uradel). 1962. Band VI, Band 29 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1962, , S. 252–253. Tochter des Gutsbesitzers Ottokar von Moellendorff-Krampfer (* 1876; † 1945) und der Marie von Alvensleben-Erxleben II (* 1881; † 1935). Über Nachfahren liegen keine genealogischen Daten vor. Ehrengard Bierbach starb nach Kriegsende in Huhnerland bei Werle, Bierbach wohnte als Witwer in den 1960er Jahren in Rosenheim.

Literatur Reinhold Zilch, Bärbel Holtz: Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817–1934/38. Band 12/II. In: Acta Borussica. Neue Folge. Hrsg. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW), Olms-Weidmann, Hildesheim 2003, S. 526 (Online; PDF 2,2 MB).

Einzelnachweise

Kategorie:Landrat (Provinz Hannover) Kategorie:Landrat (Regierungsbezirk Erfurt) Kategorie:Landrat (Provinz Brandenburg) Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Mitglied im Stahlhelm Kategorie:DNVP-Mitglied Kategorie:Verwaltungsjurist Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1888 Kategorie:Gestorben 1972 Kategorie:Mann