Julius August Füesslin (* 7. August 1815 in Freiburg im Breisgau; † 21. Mai 1866) war ein deutscher Arzt.
Leben Füesslin studierte Medizin an den Universitäten Heidelberg und Freiburg. Er wurde 1835 Mitglied des Corps Suevia Heidelberg. Nach seinem Staatsexamen diente er eine Zeit als Oberchirurg im 2. Badischen Infanterie-Regiment. 1849 wurde Füesslin Hausarzt des neu erbauten Männergefängnisses in Bruchsal und publizierte aufgrund seiner dort gewonnenen Praxis seine Auffassung von einem fortschrittlichen Strafvollzug in Baden. Die Kontroverse, die er dadurch auslöste, bewog ihn diese Stellung aufzugeben. 1858 wurde er mit dem Titel Medizinalrat Amtsarzt in Baden-Baden. In Baden-Baden wurde er wegen seiner Verdienste um das Badewesen der Stadt 1866 zu deren Ehrenbürger ernannt.
Schriften Die Beziehungen des neuen badischen Strafgesetzes zum Pönitentiarsystem, 1853 Das neue Männerzuchthaus Bruchsal nach dem System der Einzelhaft in seinen baulichen Einrichtungen, 1854 Die Einzelhaft nach fremden und sechsjährigen eigenen Erfahrungen, 1855 Die neuesten Verunglimpfungen der Einzelhaft, 1861 Die nothwendigen Verbesserungen der Bad und Heilanstalten in Baden-Baden zur Umwandlung dieser Stadt in einen Kurort, 1864 Die Grundbedingungen jeder Gefängnißreform im Sinne der Einzelhaft, 1865 Die Zukunft der Stadt Baden-Baden : eine Denkschrift, 1865 Letztes Wort über die Zukunft der Stadt Baden-Baden : dritte Denkschrift, 1866
Literatur
Armin Danco: Das Gelbbuch des Corps Suevia zu Heidelberg, 3. Auflage (Mitglieder 1810–1985), Heidelberg 1985, Nr. 269
Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert) Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Person (Bruchsal) Kategorie:Ehrenbürger von Baden-Baden Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1815 Kategorie:Gestorben 1866 Kategorie:Mann