mini|Dominic Lüthard an der Schlachtfeier in Sempach 2008. Dominic Lüthard (* 1983), Porträt auf Smartvote.ch. ist der ehemalige Vorsitzende der rechtsextremen Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) bis Oktober 2019.

Leben und Wirken Musiker Lüthard war Sänger und Mitbegründer der rechtsextremen Band Indiziert.Rechtsextremer will in die Bildungs-Kommission. Auf Blick.ch, abgerufen am 8. Juni 2015. Die Band ist für rassistische Texte und Auftritte im Umkreis der Blood-and-Honour-Bewegung bekannt. Auf hans-stutz.ch, abgerufen am 9. Juni 2015.

Politische Karriere Lüthard war im Juli 2004 einer der Gründer der Helvetischen Jugend (HJ). Diese Gruppe galt als Nachwuchsorganisation der PNOS.

In den 1990er Jahren hatte sich Lüthard laut eigenen Angaben für den Tierschutz engagiert, zum Beispiel gegen die Aufhebung des Schächtverbots. Später war er Mitglied der Freiheitspartei, die er verliess, als sich diese wieder als «Autopartei» neu definierte. Er wurde Mitglied der SVP, für die er für den Grossrat kandidiert hatte. Später schloss ihn die Partei aus.

Seit 2007 engagierte er sich in der PNOS.10 Jahre Pnos – Parteitag in Biel. Auf info8.ch, abgerufen am 9. Juni 2015.

Am 20. Oktober 2019 trat Dominic Lüthard nach sieben Jahren von seinem Amt als Parteipräsident zurück. Florian Gerber, bisher stellvertretender Parteipräsident, wurde als neuer Parteipräsident gewählt. 2022 wurde die PNOS aufgelöst.

Internationale Kontakte Lüthard trat mit Indiziert im September 2009 in Verona und im September 2008 Lyon im Gedenken an Ian Stuart, dem Gründer von Blood and Honour auf. 2018 nahm Lüthard an einem Nationalisten-Kongress in den USA teil.

Gerichtsverfahren Im Jahr 2002 wurde Lüthard wegen Landfriedensbruchs und Körperverletzung verurteilt. Grund war eine Zusammenrottung vor dem Langenthaler Spital,Rechtsextreme wollen in den Nationalrat. auf Blick.ch, abgerufen am 8. Juni 2015. in diesem Zusammenhang soll er gemäss Blick auch auf Türken eingeschlagen haben und dafür zu acht Tagen Gefängnis verurteilt worden sein., auf gra.ch, abgerufen am 8. Juni 2015. (Unter Langenthal BE, 21. September 2002 ist folgendes aufgeführt: Rund dreissig Skinheads randalieren nach Mitternacht im Dorfzentrum. Zuerst greifen sie das Kulturzentrum «LaKuZ» an, «LaKuZ»-BesucherInnen stellen sich ihnen entgegen, trotzdem verursachen die Angreifer erheblichen Sachschaden. Gegen halb vier Uhr greifen mehrere Skins in der Nähe des Spitals eine Gruppe von türkischen Staatsangehörigen an und beschädigen das Auto einer Spitalangestellten. [...]).

Im Herbst 2008 bezeichnete er die damalige Miss Schweiz Whitney Toyloy als «Geschwür», dafür wurde er im Februar 2009 mit Geldstrafe von 15 Tagessätzen à 110 Franken, einer Busse von 500 Franken und Verfahrenskosten in Höhe von 300 Franken verurteilt.Busse für Missen-Attacke. Blick.ch, abgerufen am 8. Juni 2015. Im April wurde Lüthard von den Vorwürfen freigesprochen.Missen-Hetzer kommt ohne Strafe davon. Blick.ch, abgerufen am 8. Juni 2015.Nachlese: Weh dir, Helvetia. Auf Beobachter.ch, abgerufen am 8. Juni 2015.

Im Abstimmungskampf zur Minarett-Initiative im Jahr 2010 wischte Lüthard mit einem Besen papierene Minarette von einer Schweizer Fahne. Ihm wurde vorgeworfen, damit auf ein Wahlplakat der Nationalen Front von 1933 angespielt zu haben.Minarettfall wird neu beurteilt. auf BernerZeitung.ch, abgerufen am 8. Juni 2015. Erstinstanzlich wurde Lüthard vor einem Gericht in Burgdorf freigesprochen.PNOS-Chef vom Vorwurf der Rassendiskriminierung freigesprochen. Auf BernerZeitung.ch, abgerufen am 8. Juni 2015. Das bernische Obergericht bestätigte dieses Urteil zweitinstanzlich.Papier-Minarette weggefegt: PNOS-Chef Lüthard erneut freigesprochen. Auf AaargauerZeitung.ch, abgerufen am 8. Juni 2015.

Lüthard wurde 2014 vom Vorwurf freigesprochen, dass er die Ehre des Anwalts der islamischen Gemeinschaft Langenthal verletzt habe. Er hatte den Anwalt als «Gutmenschen» und «Besserwisser» bezeichnet.Beschimpfungen: Gericht spricht Pnos-Chef frei. Auf BernerZeitung.ch, abgerufen am 8. Juni 2015.

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Einzelnachweise

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