mini|Elisabeth Plank (2015) Elisabeth Plank (* 1. Juni 1960 in Wels) ist eine österreichische Malerin. Im öffentlichen Raum realisiert sie Glasfenster und Raumkonzepte.

Leben und Werk Von 1979 bis 1984 studierte Elisabeth Plank an der Universität für angewandte Kunst Wien bei Oswald Oberhuber. Aus dieser Zeit stammen Freundschaften mit Robert Lettner, Franz Graf und Josef Ramaseder, die alle zu gemeinsamen Ausstellungen führten. Ab 1983 malte sie großformatige abstrakte Bilder (Großes Bild mit Lila) und ab 1986 Allegorien, die erste Überlegungen zur Figur als Bildvokabel thematisierten.

1986 begann mit Junge Szene Wien"JUNGE SZENE WIEN ’87 MULTIMEDIALE KUNST - Ausstellungsdokumentation in der Wiener Secession ihre fortlaufende Ausstellungstätigkeit. Ab 1988 erfolgte die Einbeziehung des Luftpinsels in ihre Malerei. In der Folge entstanden die Bildserien Gitarristinnen und Blumenbilder. 1990 erhielt sie den Förderungspreis für Bildende Kunst des Landes Oberösterreich und ging 1991 mit einem Stipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst für sechs Monate nach New York (Ausstellung im Austrian Cultural Institute).

1992 folgte ein Stipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst nach Japan, wo sie an der Tokyo University of the Arts studierte und im Miyagi Museum of Art in Sendai ausstellte. In Japan entstanden abstrakte Tuschearbeiten (Symmetrie und Symmetrie) und Farbcodes. 1993 malte sie in Wien die Serie der abstrakten Zeitcontainer, die eine Verdichtung und Entformalisierung der japanischen Tuschearbeiten darstellen. Ab 1994 arbeitete sie im Staatsatelier Davidgasse, Wien (Freundschaft mit Franz Graf und Walter Vopava). Dort begann eine langjährige Beschäftigung mit reduzierten, fluidalen Malvorgängen.

1996 erschien das gemeinsam mit Franz Graf herausgegebene Künstlerbuch (Antarctica) Brahma.(ANTARTICA) BRAHMA (go back once more into the night) - Europeana Die dazugehörige Ausstellung fand in der Galerie nächst St. Stephan in Wien statt. 1996 gestaltete sie ihre erste Arbeit im öffentlichen Raum, die farbigen Glasfenster der Kapelle Glimpfingerstraße in Linz.http://www.linz.at/images/S_161-190_-_Glimpfingerstr.pdf 2005 entstand ein weiteres farbiges Glasfenster und ein interkultureller Meditationsraum im Krankenhaus der Elisabethinen Linz. Im Atelier Marienstraße Linz (ab 2005) wurde die vorhergehende Reduktion in der Malerei durch stark farbig-gestische Bilder abgelöst. Ab 2007 erfolgte die neuerliche Verwendung des Luftpinsels.

2008 kam es zur Aufnahme in die Künstlervereinigung MAERZ. Die großformatigen Flow-Bilder entstanden ab 2009. 2010 wurde eine monumentale Glaswand (42 m²) in der Kapelle Sonnenhof, Linz fertiggestellt.Kapelle im Seniorenwohnhaus Sonnenhof In ihrer Malerei tauchen ab 2011 wieder Figuren (Pflanzen, Pferde, Tänzerinnen) als Bildvokabel auf. Außerdem wurden Glasfenster für das Gemeindezentrum Steyregg gestaltet.

2012 entwarf Elisabeth Plank einen Tabernakel für die Kapelle Sonnenhof in Linz und realisierte das großformatige Gemälde Partitur für das Musiktheater Linz. 2013 wurde der neue Beichtraum und die Neugestaltung der Vorhalle der Ignatiuskirche Alter Dom, Linz der Öffentlichkeit vorgestellt. In der Malerei kam es 2013 zu einer Reduktion des Gestischen zugunsten formaler Elemente. Horizontale, Vertikale, Diagonale wurden in farbigen Setzungen in der Malfläche (z. B.: Farbige Koordinaten), ab 2014 im Malraum (z. B.: Skizze #1) ausbalanciert. Texte dazu erschienen im Standard (Wiltrud HacklderStandard.at - Elisabeth Plank: Zwischen den Zuständen. Artikel vom 12. Juni 2014, abgerufen am 3. Juli 2015.) und von Gustav Schörghofer (Welt der Frau), der das Wesen dieser Bilder mit „Schweben als reinen Zustand“ beschrieb. 2015 erschien die Publikation Großes Bild mit Lila, die chronologisch Malerei aus 31 Jahren zeigt und von Margareta Sandhofer in der Sezession Wien vorgestellt wurde.

2015/16 entstand die kleinformatige Serie Mesocosm, die die organische Punktstruktur der Zeitcontainer (1993) wieder aufgriff. Ab Herbst 2016 schuf Elisabeth Plank im Atelier Fabrikstraße, Linz Arbeiten mit geschwungenen Linien (z. B.: U-Sound, Hallo Matisse), die 2017 auf der Parallel Vienna als Artist Statement gezeigt wurden. Es folgten die Online Compositions, dann 1017/18 die Paintbabies, die von der geschwungenen Linie in die geschwungene Form führten. Die darauf folgenden, z. T. sehr großformatigen Shapes wurden 2019 im Museumspavillon Mirabellgarten, Salzburg präsentiert und von Margareta Sandhofer im dazu erschienenen Katalog als "eine Form reiner und unbeugsamer Malerei" bezeichnet.

Mit dem Airbrush wurde das Thema der geschwungenen Form 2019/20 in den Shapes #2 noch stärker dynamisiert. Nina Schedlmayer schrieb dazu anlässlich der Ausstellung The Moment of Moving (2020) in der Galerie Ruberl, Wien "Die kontrastreiche Farbigkeit ... bringt die Komposition regelrecht zum Flirren, versetzt das Auge auch physisch in Aufregung, immer unterstützt durch den Schwung, das Oszillieren der Linien." Im selben Jahr (2020) begann die Entwurfsarbeit für die Neugestaltung der Pfarrkirche Bad Goisern. Das führte auch in den Companion Studies, die einen neuen Schritt in der Malerei vorbereiteten, zu einer kontemplativeren Haltung. Nun wurde die innere Dynamik von einer farbigen, geometrischen Komposition getragen, über die sich eine organisch-emblematische Form legt. Die 2021 entstandenen Bilder wurden 2022 bei Smolka Contemporary, Wien gezeigt. 2023 stellte die Galerie Ruberl in der Ausstellung DOUBLE PROJECTION Werke von Elisabeth Plank und Josef Ramaseder zurückgreifend bis in das Frühwerk vor. Im gleichen Jahr war ein großformatiges Bild aus dem Bestand des Belvedere in der Ausstellung KOLOSSAL - Malerei im Großformat zu sehen.

In der Malerei von Elisabeth Plank geht es um einen visuell bildnerischen Prozess, der das Vokabular der Malerei selbst thematisiert. Elemente der Malerei, wie Farbe, Form, Struktur und Raum werden nicht illustrierend oder illusionistisch eingesetzt, sondern direkt zum Bau der Bilder.

Ausstellungen mini|hochkant|Elisabeth Plank (2018)

1980: Plakate für Burgtheater, Akademietheater, Museum Moderner Kunst, Palais Liechtenstein, Wien 1986: Junge Szene Wien, Secession, Wien 1987: Allegorie aus der taghellen Kammer, Postsparkasse, Wien (mit Robert Lettner) 1989: 60 Tage Museum des 21. Jhdts., Wien 1990: Gib nach – kann sein, Wittgensteinhaus, Wien (mit Edgar Honetschläger) 1990: Subjektentwicklung – Geschlechterfrage, AKH-Wien (mit Robert Lettner) 1991: Der Ort in Wort, Galerie der Stadt Wels 1992: Honetschläger, Plank, Ramaseder, Austrian Cultural Institute, New York 1992: Miyagi Museum of Art,Miyagi Museum of Art Sendai, Japan 1993: IV Biennale Intergraf, Galleria del Centro, Udine 1994: Return. Museum in Progress, Wien (mit Franz Graf)Franz Graf und Elisabeth Plank, „1994“ Der Standard, 16. November 1994, S. 7 1995: Galerie Patrick De Brock, Knokke (mit Franz Graf) 1996: Während sie gewartet haben, Neurochirurgische Ambulanz, Landes-Nervenklinik Wagner-Jauregg, Linz 1996: (Antarctica) Brahma, Künstlerbuch (mit Franz Graf) 1996: (Antarctica) Brahma, Galerie nächst St. Stephan, Wien 1996: Elements. Austrian Paintings since 1980, Hugh Lane Municipal Gallery of Modern Art, Dublin 1997: Elements. Austrian Paintings since 1980, Palais Esplanade, Meran 1998: Ausstellungsraum Büchsenhausen, Innsbruck 1998: Aus dem Archiv, Galerie der Stadt Wels 1998: Der ironische Blick, Museum auf Abruf, Galerie Makartgasse, Wien 1999: Galerie im Traklhaus, Salzburg 1999: Biennale Internazionale dell’Arte Contemporanea, Fortezza da Basso, Florenz 2000: 1 von 9, Kunst aus Oberösterreich. Museum auf Abruf, Galerie, Makartgasse, Wien 2001: Vom Selbstzweck der Farbe, Monochromie als Prinzip, Museum auf Abruf, Wien 2001: Der ironische Blick, Landesgalerie Linz 2002: Galerie Serafin, Wien 2003: Die Antwort, Wittgensteinhaus, Wien (mit Edgar Honetschläger) 2005: My Generation, Landesgalerie Linz 2007: Delirium, Galerie-halle, Linz 2007: Wasserzeichen, Stadtpfarrkirche Urfahr, Linz 2008: Mushrooms, Galerie Simone Feichtner, Linz 2008: Neu im MAERZ, Künstlervereinigung MAERZ. Linz 2008: Nominierung Eislerpreis, Tresor, Kunstforum Bank Austria, Wien 2009: Wasserfarbenbeherrschungsüberprüfungsaktion, Künstlervereinigung MAERZ, Linz 2009: Kunstsammlung des Landes Oberösterreich, Artothek, Linz 2009: Kunstmuseum Artemons, Hellmonsödt 2009: Kunst Flow, Linz 09, Energie AG, Linz 2010: Surface – Oberfläche als Prinzip, Landesgalerie Linz 2010: strawberries, cherries and an angel’s kiss, Galerie Zauner, Linz (mit Josef Ramaseder und Kristiane Petersmann) 2010: Zeitschnitt, Aktuelle Malerei des MAERZ, Kunstmuseum Artemons, Hellmonsödt 2010: Ohne Titel, Galerie Schloss Puchheim (mit Constance Ferdiny Hoedemakers) 2011: Aus der Sammlung, Lentos Kunstmuseum Linz 2011: o.T. 2011, St. Franziskus, Wels 2011: Fischen, Lomnice, Tschechien 2011: Landschaft in der Oberösterreichischen Malerei 1888–2011, Kunstmuseum Artemons, Hellmonsödt 2011: Zeitschnitt – aktuelle Malerei des MAERZ, Künstlerhausgalerie, Wien 2012: Aus der Sammlung, Lentos Kunstmuseum Linz 2012: Vorstellungen, Galerie der Stadt Traun, Traun 2012: Figur und Natur, Kaethe Zwach Galerie, Schörfling 2013: maerzwärts, Künstlervereinigung MAERZ, Linz 2013: Musiktheater Linz, Künstlerlichthof (permanent) 2013: supersummativ, Künstlervereinigung MAERZ, Linz 2014: Farbe und Vorstellung, Galerie in der Schmiede, Pasching 2014: Zu schade für die Lade, Lentos Kunstmuseum Linz 2014: Expansive Formulierungen, Kulturzentrum Meierhof Schwertberghttp://wiltrudhackl.com/2014/05/19/uberwindung-der-kenntnis-zu-den-arbeiten-elisabeth-planks/ 2014: Den Raum formuliert, Jesuitenfoyer, Wien 2015: Vokabular und Praxis, Kunstsammlung des Landes Oberösterreich, LinzKunstsammlung des Landes Oberösterreich: 2015: In eigener Sache, Kunstsammlung des Landes Oberösterreich, Linz 2015: klein anfangen, kunstraum langenlois p.p., Langenlois 2015: Großes Bild mit Lila, Galerie in der Schmiede, Pasching 2015: Großes Bild mit Lila, Buchpräsentation Secession Wien 2016: jardin, kunstraum langenlois p.p., Langenlois 2017: Aspekte: Farbe, Kunstsammlung des Landes Oberösterreich, Linz 2017: vor Ort, die pädagogische hochschule oberösterreich, Linz 2017: Parallel Vienna 2017, Artist statement, Wien 2017: Kunst_Koordinaten, Museum Angerlehner, Wels 2018: Online Kompositionen, Galerie in der Schmiede, Pasching 2018: Bei Tag und in der Nacht, flac image Kunstraum p.p., Langenlois 2018: Zweimal 6, Museum Angerlehner, Wels 2018: Paintbabies, Judith Ortner/Ortner2, Wien 2019: SHAPES, Museumspavillon, Salzburg 2019: DIE SAMMLUNG, Künstlervereinigung MAERZ, Linz 2019: DISCRETE AUSTRIAN SECRETS, The Galaxy Museum of Contemporary Art, Chongqing, China 2020: THE MOMENT OF MOVING, Elisabeth Plank & Moritz Mizrahi, Galerie Ruberl, Wien 2020: ES IST MAERZ, Künstlervereinigung MAERZ, Linz 2020: That’s new - and needed, Kunstsammlung des Landes Oberösterreich, Linz 2021: wilde kindheit, Lentos Kunstmuseum Linz 2021: PORTRAET, Künstlervereinigung MAERZ, Linz 2021: Analogie und Versenkung, Bischofshof, Linz 2022: COMPANIONS, Smolka Contemporary, Wien 2022: Intermezzo, flac image Kunstraum p.p., Langenlois 2023: DOUBLE PROJECTION, Elisabeth Plank & Josef Ramaseder, Galerie Ruberl, Wien 2023: KOLOSSAL - Malerei im Großformat, Belvedere, Wien 2024: COLORS, NUMBERS, Open Structures Art Society, Vasarely Museum, Budapest 2024: UNTER UND UNTER UNS, Künstlervereinigung MAERZ, Klimabiennale Wien 2024: GOODBYE PAINTINGS, Simone Haack, Elisabeth Plank, Olga Shcheblykina, Galerie Ruberl, Wien 2025: ELISABETH PLANK - LYRICS, Schlossmuseum Linz 2025: FLOWER POWER, Landesgalerie Niederösterreich, Krems 2025: COOL. Sammlung Erwin Hauser, Lentos Kunstmuseum Linz

Kunst im öffentlichen Raum 1996: Glasfenster, Kapelle Glimpfingerstraße, Linz