mini|Louis Letronne mini|Ludwig van Beethoven, Kupferstich von Blasius Höfel nach der Zeichnung von Louis Letronne, 1814 mini|Louis Letronne zugeschrieben: Beethoven. Weiß gehöhte Bleistiftzeichnung mit der Aufschrift –1821–, 16 × 12 cm, Bibliothèque nationale de France. Abgerufen am 11. Juni 2015.

Louis René Letronne (* 15. Februar 1788 in Paris; † 2. April 1841 ebenda) war ein französischer Porträtminiaturmaler, Zeichner und Lithograph.Datensatz im Katalog der DNB. Abgerufen am 15. Juni 2015.

Leben Letronne war der Sohn des Graveurs Jean Louis Letronne (1766–1801) und der jüngere Bruder des Archäologen Jean Antoine Letronne (1787–1848). Wie dieser studierte er bei Jacques-Louis David sowie bei Nicola-André Monsiau (1754–1837). 1805 kam er mit der französischen Armee nach Wien und half dort dem späteren Möbelfabrikanten Joseph Ulrich Danhauser beim Aufbau einer Fabrik für Holzbronzewaren.Diese Angabe findet sich in der Biographie von dessen Sohn Joseph Danhauser, in: Österreichische Revue Jg. 3, 3/4, 1865, S. 146–165, hier S. 147 (Digitalisat, abgerufen am 12. Juni 2015). Während des Wiener Kongresses schuf er zahlreiche Porträts bedeutender Persönlichkeiten.

1814 entstand sein berühmtestes Werk, eine Bleistiftzeichnung von Ludwig van Beethoven, die von Blasius Höfel für den Verlag Artaria überarbeitet und in Kupfer gestochen wurde und eine weite Verbreitung fand. Abgerufen am 9. Juni 2015.Beschreibung des Vorganges bei Alexander Wheelock Thayer: Ludwig van Beethovens Leben. 3. Band, 9. Kapitel, S. 436 f Abgerufen am 11. Juni 2015. Ob eine weiß gehöhte Bleistiftzeichnung mit der Aufschrift „1821“, die sich längere Zeit in der Sammlung des französischen Investmentbankers André Meyer (1898–1979) befand, als Letronnes Original anzusprechen ist, ist unklar. Sie wurde mitsamt der Sammlung 2012 bei Sotheby’s versteigert und gehört jetzt der Bibliothèque nationale in Paris.

1817 ließ sich Letronne in Warschau nieder und begründete dort eine Zeichenschule und einen Verlag, in dem er auch Musikalien herausgab, unter anderem Werke von Maria Szymanowska.Ludwig Finscher: Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite, neubearbeitete Ausgabe, Sachteil Bd. 6, Kassel 1997, Sp. 1775; Maria Szymanowska. In: Musik und Gender im Internet. Abgerufen am 11. Juni 2015. 1829 kehrte er nach Paris zurück und unternahm von dort Reisen nach München und Dresden.

Die von Letronne geleitete lithographische Anstalt in Paris war auch auf dem Gebiet der Kartografie tätig und gab 1839 einen Atlas Frankreichs heraus.

Werke (Auswahl) Plan de la ville de Crémone. Pour l’explication de la surprise de cette ville, par le Prince Eugène de Savoie, pendant la nuit du 31 Janvier 1702. Paris 1837 (gallicalabs.bnf.fr Digitalisat). Nouvel atlas communal de la France en 90 feuilles, dedié à la chambre des députés; contenant une carte générale comparative, celle de l’Algérie et une carte particulière pour chaque départment, dressé par Charle. Exécuté sous la direction de Letronne. Letronne, Paris 1838.Anzeige im Journal des Savants. Paris 1838 (books.google.de).

Literatur

Theodor von Frimmel: Studien und Skizzen zur Gemäldekunde. Band 5, Wien 1920, S. 75 ff. Theodor von Frimmel: Beethoven-Handbuch. Leipzig 1926, Band 2, S. 341–342 (). H. C. Robbins Landon: Beethoven. Sein Leben und seine Welt in zeitgenössischen Bildern und Texten. Zürich 1970, S. 128. Peter Clive: Beethoven and his World. A Biographical Dictionary. Oxford University Press, New York 2001, S. 202 (Leseprobe, books.google.de).

Weblinks

Louis Letronne bei der Bibliothèque Nationale Dictionnaire des imprimeurs-lithographes du XIXe siècle (mit Kurzbiographie)

Einzelnachweise und Anmerkungen

Kategorie:Person um Ludwig van Beethoven Kategorie:Zeichner (Frankreich) Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1788 Kategorie:Gestorben 1841 Kategorie:Mann