Leopold Hofmann (geboren am 8. September 1900 in Wien; zu Tode gekommen am 19. März 1945 im KZ Flossenbürg) war ein österreichischer kommunistischer Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Er wurde von der Gestapo Wien verhaftet, verhört, ins Konzentrationslager deportiert und dort ermordet.
Leben Leopold Hofmann wurde im Jänner 1944 wegen Betätigung für die KPÖ festgenommen und am 14. August 1944 in das KZ Flossenbürg deportiert. In dessen KZ-Außenlager Hersbruck wurde er am 19. März 1945, wenige Wochen vor dem Untergang des NS-Regimes, zu Tode gebracht.Mein Bezirk: Steine der Erinnerung, abgerufen am 6. Juni 2015
Gedenken Ein Denkmal und ein Erinnerungsstein erinnern an den Widerstandskämpfer:
mini|Freiheitskämpferdenkmal am Atzgersdorfer Friedhof, errichtet 1954 Am 1. November 1954 wurde auf dem Atzgersdorfer Friedhof das Freiheitskämpfer-Denkmal enthüllt, gestaltet vom Bildhauer Franz Pixner. Es erinnert an insgesamt 24 Widerstandskämpfer, die dem Austrofaschismus bzw. dem NS-Regime ihr Leben lassen mussten: Anton Bergauer, Leo Dworschak, Hans Fröhlich, Karl Griesbach, Franz Hauer, Franz und Michael Heindl, Leopold Hofmann, Therese Klostermann, Richard Lehmann, Rudolf Mekiska, Viktor Mrnustik, Heinrich Müller, Josef Müller, Leopold Müller, Josef Nagl, Johann Sauer, Karl Schafhauser, Fritz Seiler, Max Spanner, Leopold Stípčak, Richard Suchy, Johann Teufel und Josef Willinger., abgerufen am 6. Juni 2015 Im Rahmen der Gedenkveranstaltung anlässlich des Jahrestages der Novemberpogrome 1938 verlegte die Initiative Steine der Erinnerung in Liesing im November 2014 vor seinem letzten Wohnhaus Tagliebergasse 1 in Wien-Atzgersdorf einen Erinnerungsstein für Leopold Hofmann.Wohnpark Alt-Erlaa Zeitung: , abgerufen am 6. Juni 2015 Sein Name findet sich auch in der Liste Liesinger Opfer des Nationalsozialismus 1938 – 1945 der Initiative Steine der Erinnerung in Liesing.Liesinger Opfer des Nationalsozialismus 1938–1945, abgerufen am 6. Juni 2015
Quellen und Literatur Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes: Nicht mehr anonym, mit drei Fotos aus der Erkennungsdienstlichen Kartei der Gestapo Wien, abgerufen am 6. Juni 2015 Erich Fein: Die Steine reden: Gedenkstätten des österr. Freiheitskampfes, Mahnmale für die Opfer des Faschismus: eine Dokumentation, Europaverlag 1975, 110 Willi Weinert: „Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer“: ein Führer durch den Ehrenhain der Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof für die hingerichteten WiderstandskämpferInnen. Verlag Alfred-Klahr-Ges., 2005
Einzelnachweise
Kategorie:Österreichischer Widerstandskämpfer Kategorie:KPÖ-Mitglied Kategorie:Todesopfer im KZ Flossenbürg Kategorie:Person (Wien) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1900 Kategorie:Gestorben 1945 Kategorie:Mann