Linda Christanell (* 1939 in Wien) ist eine österreichische Künstlerin. Sie wird zur feministischen Kunst gezählt.
Leben
Linda Christanell studierte bis 1962 Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien. Bis 1974 war sie Lehrerin für bildnerische Erziehung, ab 1975 freischaffend in den verschiedensten künstlerischen Bereichen (Installationen, Performances, Buch- und Fotoobjekte u. a.) tätig. In ihrer Kunst begreift sie den Feminismus als politische Praxis. 1980 erschien ihr Film Anna, der von dem Gefühl des Eingeschlossen-Seins der Frau im Patriarchat handelt.
Ab 1966 gab sie zahlreiche Ausstellungen und erhielt Auszeichnungen im In- und Ausland. 1967 gründete sie mit Renate Bertlmann das BC-Kollektiv.
1987 war sie Jurymitglied der Westdeutschen Kurzfilmtage Oberhausen. Von 1993 bis 2003 hatte sie einem Lehrauftrag an der Filmhochschule Zürich sowie an den Universitäten Wien, Liverpool und Dresden inne.
Christanell war Mitglied der Austria Filmmakers Cooperative (1982), des Künstlerhauses (1982) und der Grazer Autorenversammlung (1984) und Gründungsmitglied der Intakt (1977).Linda Christanell – independent film and video database 2015 erhielt sie den Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst.
Werke Film 4 – Licht- und Schattenberührungen – 1978 Film 5 – Überlagerungen – 1978 Film 6 – Change – 1978 Film 7 – Movement in the Inside of My Left Hand – 1978 Es war ein merkwürdiger Tag – 1979 Anna – 1980 Fingerfächer – 1982 For you – 1984 Home – 1984 Federgesteck – 1984 Der Schlüsselbund – 1984 Film No. 5 – 1985 Der Ort der Zeit – 1985 Zum Geburtstag – 1985 Meomsa – 1988 Aline Carola – 1990 Moving Picture – 1995 NS-Trilogie – 1996 Picture again – 2003
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Österreich) Kategorie:Installationskünstler (Österreich) Kategorie:Objektkünstler (Österreich) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1939 Kategorie:Frau