Dietrich Helms (* 13. März 1933 in Osnabrück; † 10. August 2022 in Hamburg) war ein deutscher Grafiker, Maler, Objektkünstler und Professor für Freie Kunst an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.Westfalium: Kreuzweis – Hommage für Dietrich Helms, abgerufen am 5. Juni 2015.
Leben und Werk Dietrich Helms wurde 1933 in Osnabrück geboren und verbrachte seine Schulzeit in Nordhorn und Osnabrück. Von 1952 bis 1958 studierte er an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und an der Kunsthochschule Kassel. Nach einem Studium der Germanistik und Literaturwissenschaften an der Universität Hamburg legte er das Staatsexamen ab. Ab 1958 war Helms zunächst als Studienreferendar und ab 1. Oktober 1960 als Studienassessor (Gymnasiallehrer) am Kaiser-Wilhelm-Gymnasium in Hannover tätig und wurde 1965 als Professor für Freie an die Kunsthochschule Hamburg berufen, wo er bis 1998 tätig war. Zwischen 1965 und 1975 verfasste Helms parallel zur eigenen künstlerischen Tätigkeit Texte zur zeitgenössischen Kunst und Kunstkritiken für die Frankfurter Allgemeine Zeitung.Website Dietrich Helms
Ab 1968 war er Mitherausgeber der Zeitschrift Kunst+Unterricht. 1968 war er auch Mitglied des Documenta-Rates, des Internationalen Kunstkritikerverbandes AICA und Kuratoriums- und Vorstandsmitglied der Stiftung Kunstfonds in Bonn. Bis zu seinem Tod war er Mitglied des Deutschen Künstlerbundes.kuenstlerbund.de: , abgerufen am 10. August 2022 Dietrich Helms war Gründungsmitglied des Internationalen Künstler Gremiums und von 1978 bis 1981 dessen Präsident. Er arbeitete an der Konzeption wichtiger Ausstellungen mit. Zu nennen sind „Die zwanziger Jahre in Hannover“ 1962, die documenta 5 im Jahr 1968 und die mehrteilige Ausstellung „Typografie kann unter Umständen Kunst sein“ in Wiesbaden, Hannover und Zürich in den Jahren 1989 und 1990.Haller Tageblatt Dietrich Helms, abgerufen am 5. Juni 2015.
Seit 1978 arbeitete Dietrich Helms in Zusammenarbeit mit dem Museum Wiesbaden den Nachlass des Osnabrücker Künstlers Friedrich Vordemberge-Gildewart auf und verfasste unter anderem dessen Werkverzeichnis.
Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen 1970: Sachen, Kabinett für aktuelle Kunst, Bremerhaven 1980: Zeichenaktion auf der Spur von Malewitschs Schwarzem Quadrat, Kunstmuseum Düsseldorf, Düsseldorf 1984: Künstlerreliquiar, Städtisches Museum Abteiberg, Mönchengladbach 1998: Unterderhand. Werke seit 1960, Museum Wiesbaden, Wiesbaden 2013: Künstlerräume, Museum Wiesbaden, Wiesbaden 2013: kreuzweis etc. – Strukturzeichnungen, Farbtafeln, Faltungen, Felix-Nussbaum-Haus, OsnabrückNeue OZ Künstler und Vordemberge-Experte: Dietrich Helms stellt in Osnabrück aus, abgerufen am 5. Juni 2015. 2014: Dietrich Helms. Der unscheinbare Radikale, Raum im Kunstmuseum Bremerhaven, Bremerhaven
Gruppenausstellungen 1977: documenta 6, KasselKatalog zur documenta 6. Band 3, S. 332: Handzeichnungen, Utopisches Design, Bücher 1977, ISBN 3-920453-00-X. 1977: Naturbetrachtung – Naturverfremdung, Württembergischer Kunstverein Stuttgart, Stuttgart 1992: Only Paper? Papier als künstlerisches Medium, Villa Zanders, Bergisch Gladbach 1994: Die Bücher der Künstler, Institut für Auslandsbeziehungen Stuttgart (Wanderausstellung) 2006: Kunst in Hamburg. Heute II, Hamburger Kunsthalle, Hamburg 2007: Die 1960er Jahre in Hannover, Sprengel Museum Hannover, Hannover 2011: From Page to Space. Publizierte Papierskulpturen, Weserburg Museum für moderne Kunst, Bremen
Literatur
Weblinks
Website Dietrich Helms
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Maler der Moderne Kategorie:Grafiker (Deutschland) Kategorie:Objektkünstler (Deutschland) Kategorie:Mitglied im Deutschen Künstlerbund Kategorie:Künstler (documenta) Kategorie:Hochschullehrer (HFBK Hamburg) Kategorie:Autor Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1933 Kategorie:Gestorben 2022 Kategorie:Mann