Chihiro Shimotani (jap. , Shimotani Chihiro; * 1934 in Sakurai, Präfektur Nara) ist ein japanischer Maler und Bildhauer.Katalog zur documenta 6. Band 3, S. 84: Handzeichnungen, Utopisches Design, Bücher. 1977, ISBN 3-920453-00-X.
Leben und Werk Chihiro Shimotani wurde 1934 in Japan geboren und erhielt 1961 den Abschluss an der Städtischen Kunsthochschule Kyoto. 1988 verbrachte Shimotani als Gastprofessor an der Akademie der Bildenden Künste München, von 1992 bis 1995 und von 1999 bis 2005 lehrte er an der Sommerakademie in Neuburg an der Donau, von 1997 bis 1998 an der Internationalen Sommerakademie für Bildende Künste, Salzburg. Chihiro Shimotani lebt und arbeitet in der japanischen Stadt Sakurai.
Materialien, die Shimotani zur Produktion seiner Werke einsetzt, sind oft aus der Natur. Steine, Holz, Metall, Papier Gold, Erde, Wachs, Pflanzen, Schnee, Eis und Wasser. Worte druckt, fräst oder prägt er vielfach hinein. Wort, Schrift, Zeit und die Vergänglichkeit sind Themen seines künstlerischen Schaffens.Danièle Perrier , abgerufen am 4. Juni 2015.
Mit dem Werk „Vocalize“ greift Shimotani 2008 ein Gedicht von Arthur Rimbaud (1854–1891) auf, in welchem den Vokalen Farben und Eigenschaften zugeordnet werden. So bedeutet A schwarz, E weiß, I rot, U grün und O blau. Shimotani fräste einige Formulierungen aus Rimbauds Gedicht in farbige Metallplatten hinein und verwandelte sie so in Bild-Text-Tafeln. Auch die Werke von Mishima Yukio und die des Lyrikers Rainer Maria Rilke boten Shimotani Ausgangspunkte für visuelle Werke.Kölner Stadtanzeiger Die Farben der Buchstaben, abgerufen am 4. Juni 2015.Galerie Graf Adolf Bilder und Objekte von Chihiro Shimotani, abgerufen am 4. Juni 2015.
Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen 2002: Städtische Galerie Lüdenscheid, Lüdenscheid 1980: Chihiro Shimotani, Skulpturen und Worte Westfälischer Kunstverein, Münster 1977: Erdzeitung Städtische Galerie im Lenbachhaus, München Gruppenausstellungen 1998: Haus der Kunst, München 1990: Kunstmuseum Bochum, Bochum 1989: Vom Schönen Schein Villa Clementine, Wiesbaden; Städtische Galerie, Würzburg 1977: documenta 6, Kassel 1969: Tokyo Metropolitan Art Museum, Tokio 1968: National Museum of Modern Art Kyōto, Kyoto
Kunst in öffentlichen Raum (Auswahl) 2011: Börse Osaka 2004: zwei Lichtskulpturen, EPA München 2002: Wandrelief Die Welt Essity, Mannheim 1995: Wandrelief für den Neubau des Verlagsgebäudes der Heilbronner Stimme, Heilbronn 1992: Gestaltung des Innenhofes des Europäischen Patentamtes, München 1980: Pax Christi-Kirche, Krefeld
Auszeichnungen 1995: 1. Preis: Gestaltungsvorhaben zum Vorplatz des Konzerngebäudes der Schörghuber-Gruppe, München 1976: Berliner Künstlerprogramm des DAAD, Berlin 1973: Biennale von São Paulo (Großer Preis) 1972: Japan Art Festival, Central Museum, Tokyo (Preis des Außenministeriums) 1972: Tokyo International Print Biennale, Tokyo (Großer Preis)
Einzelnachweise
Kategorie:Bildhauer der Moderne Kategorie:Bildhauer (Japan) Kategorie:Maler (Japan) Kategorie:Maler der Moderne Kategorie:Künstler (documenta) Kategorie:Japaner Kategorie:Geboren 1934 Kategorie:Mann