Batman v Superman: Dawn of Justice ( für Batman gegen Superman: Beginn der Gerechtigkeit) ist ein US-amerikanischer Actionfilm und eine Comicverfilmung. Der Film ist die Fortsetzung von Man of Steel aus dem Jahr 2013 und der zweite Teil aus dem DC Extended Universe. Nach zahlreichen Zeichentrickadaptionen ist Batman v Superman: Dawn of Justice der erste Realfilm, in dem sich die beiden Titelhelden von DC Comics, Superman und Batman, begegnen. Die Uraufführung war am 19. März 2016 in Mexiko-Stadt.

Die Regie übernahm wieder Zack Snyder. Das Drehbuch stammte von David S. Goyer und Chris Terrio, welches zum Teil von der Graphic Novel Batman – Die Rückkehr des Dunklen Ritters inspiriert wurde. In der Rolle Supermans ist erneut Henry Cavill zu sehen; Ben Affleck schlüpft erstmals in die Rolle Batmans.

Handlung Als Kind rennt Bruce Wayne von der Beerdigung seiner Eltern fort. In einer Vision durchlebt er noch einmal deren Ermordung bei einem Raubüberfall, als er durch den Wald rennend in einen tiefen Brunnenschacht stürzt. Doch ein kreisender Ring von Fledermäusen trägt ihn an die Oberfläche zurück. Jahre später, als Wayne bereits seit langer Zeit als Batman gegen das Verbrechen in Gotham City kämpft, wird er in der Nachbarstadt Metropolis Zeuge davon, wie der Kampf zwischen den Kryptoniern Superman und General Zod die Stadt zerstört. Als dabei auch ein Hochhaus seines Unternehmens einstürzt und unzählige Menschen sterben, macht Wayne Superman für die Katastrophe mitverantwortlich, und fürchtet, dass dieser eines Tages eine existentielle Bedrohung für die Menschheit darstellen wird. Er plant, ihm Einhalt zu gebieten.

In Afrika begibt sich Supermans Freundin, die Journalistin Lois Lane, zu einem Kriegslager, um mit einem Warlord ein Interview zu führen. Während des Interviews töten anwesende Sicherheitsleute des Warlords weitere seiner Anhänger, verbrennen die Leichen und fliehen, als Superman erscheint. Ihm gelingt es, Lois vor dem Warlord zu retten. Später sagen Zeugen jedoch fälschlicherweise aus, Superman habe die Zivilisten getötet, woraufhin sich die öffentliche Meinung zum Teil gegen Superman wendet. Es kommt zu einem Senats-Untersuchungsausschuss, geleitet von Senatorin June Finch. Lois hat jedoch eines der Geschossprojektile der Söldner mitgenommen und beginnt, eigene Nachforschungen anzustellen.

Bruce Wayne ermittelt derweil gegen eine Person namens White Portuguese, die in Waffen- und Menschenhandel verwickelt sein soll. Ihm gelingt es, sich in das Handy von Anatoli Knyazev zu hacken, welcher regelmäßig mit dem reichen Unternehmer Lex Luthor kommuniziert. Wayne vermutet eine Verbindung zwischen Luthor und White Portuguese. Lois Lane findet derweil heraus, dass das Projektil nirgendwo auf der Welt erhältlich ist, nicht einmal auf dem Schwarzmarkt. Sie reist nach Washington D. C. und konfrontiert Calvin Swanwick, den Außenminister der Vereinigten Staaten mit der Frage, ob experimentelle Waffen nach Afrika geliefert wurden. Derweil sieht Superman im Fernsehen, wie Wallace Keefe, der beim Kampf gegen General Zod seine Beine verlor, das Superman-Denkmal mit „Falscher Gott“ besprayt. Keefe wird verhaftet.

Lex Luthor sieht Superman ebenfalls als Bedrohung und versucht Senatorin Finch zu überzeugen, ein aus dem Indischen Ozean geborgenes Stück grünes Kryptonit einführen zu lassen. Damit will er präventiv eine Waffe gegen Superman entwickeln. Die Senatorin lehnt dies nach einiger Bedenkzeit harsch ab, da sie nicht davon überzeugt ist, dass Luthor lautere Absichten hat. Daraufhin lässt Luthor das Kryptonit heimlich ins Land bringen. Jedoch erhält er Zugang zum Wrack des kryptonischen Raumschiffs und zur Leiche von Zod.

Bruce Wayne versucht auf einer Abendveranstaltung von Lex Luthor, Daten von dessen Server zu kopieren. Auch Superman ist als Reporter unter seiner zivilen Tarnung Clark Kent zugegen, ehe er nach Ciudad Juarez fliegt, um Menschen vor einem Hausbrand zu retten. Derweil stellt Wayne fest, dass sein Datenträger von Diana Prince entwendet wurde. Am nächsten Tag erzählt Prince ihm jedoch, sie habe den Datenträger nur entwendet, weil Luthor Bilder gestohlen hatte, die ihr gehören, und gibt ihn Wayne zurück. Anhand der Daten findet Wayne heraus, dass es sich bei White Portuguese um das Schiff handelt, mit dem Luthor das Kryptonit ins Land gebracht hat. Dieser stellt derweil die Kaution für Wallace Keefe.

Superman bewertet Batmans Methoden als unmoralisch und fordert ihn bei einer Konfrontation auf, die Selbstjustiz zu beenden. Derweil erfährt Lois Lane von Swanwick, dass sowohl das Projektil als auch die Sicherheitsleute von Luthors Firma LexCorp stammen. Sie vermutet, dass das Unterfangen als Falle für Superman gedacht war, um ihn als Bedrohung darzustellen. Als Lois fragt, wie Luthors Leute wissen konnten, dass Superman dort auftaucht, wird ihr klar, dass Luthor die Verbindung zwischen ihr und Superman und damit dessen zivile Identität kennen muss. Derweil erhalten Wayne und Clark mysteriöse Nachrichten, welche sie dem jeweils anderen zuordnen. Senatorin Finch bestellt Superman zu einer Anhörung im Kapitol ein, wo die Angemessenheit seiner Taten erörtert werden soll. Bei der Anhörung kommt es zu einem von Keefe auf Luthors Geheiß verübten Bombenanschlag, der etliche Anwesende, darunter Finch, tötet. Die Öffentlichkeit diskutiert, ob Superman möglicherweise daran beteiligt war. Luthor erforscht derweil Zods Leiche und das Raumschiff.

Nach dem Bombenattentat entwendet Batman, der immer wieder Alpträume von einer Welt hat, die von Superman tyrannisch regiert wird, das Kryptonit aus Luthors Labor und konstruiert selbst Waffen gegen Superman. Er intensiviert sein körperliches Training und entwickelt eine gepanzerte Kampfrüstung, Kryptonit-Gaspatronen sowie einen Speer mit einer Spitze aus Kryptonit. Auf dem Datenträger entdeckt er ein 100 Jahre altes Foto, auf dem Diana Prince zu sehen ist, und Videoaufnahmen von Aquaman, Flash und Cyborg.

Luthor nimmt derweil Supermans Ziehmutter Martha Kent als Geisel, lässt sie von seinen bewaffneten Männern bewachen und erpresst damit Superman, Batman innerhalb einer Stunde zu töten. Dieser fliegt nach Gotham City, wo Batman bereits auf ihn wartet. Es kommt zum Zweikampf, und mit Hilfe des Kryptonits, das Superman entscheidend schwächt, scheint Batman zu gewinnen. Als Superman seine Mutter Martha erwähnt, lässt Batman, dessen Mutter denselben Namen trug, von ihm ab. Er erkennt, dass Luthor Superman und ihn manipuliert hat. Auch die Nachrichten, die sie erhielten, stammten von Luthor, um sie gegeneinander aufzustacheln.

Zur gleichen Zeit treten Erschütterungen aus dem kryptonischen Raumschiff auf. Batman schaltet Luthors Männer aus und befreit Martha Kent aus der Gefangenschaft, während Superman im Raumschiff Luthor stellt. Dieser hat in der Zwischenzeit aus Zods Leiche das Monster Doomsday erschaffen. Es greift Superman an und zerstört alles in seiner Umgebung. Batman lockt das Monster in den Hafen von Gotham City, wo sich noch der Kryptonitspeer befindet. Dort kommt ihnen Diana Prince als die Amazone Wonder Woman zu Hilfe. Während sie Doomsday mit ihrem Lasso bannt und Batman ihn mit Kryptonitgas schwächt, kann Superman ihn mit dem Speer aufspießen. Dabei rammt Doomsday einen Knochenfortsatz seines Arms in Supermans Brust und beide sterben.

Schließlich trauern Bruce Wayne und Diana zusammen mit Lois und Martha an Clark Kents Grab. Wayne plant, ein Team aus Metawesen mit übernatürlichen Fähigkeiten zusammenzustellen, da Luthor ihn vor einer drohenden größeren Gefahr gewarnt hatte. Lois verstreut Erde über Supermans Sarg, die am Ende leicht aufsteigt.

Produktion Entstehung Im Juni 2013, im selben Monat als Man of Steel Filmpremiere feierte, kündigte Warner Bros. dessen Fortsetzung für das Jahr 2014 an. Außerdem wurde bekannt gegeben, dass Zack Snyder als Regisseur und David S. Goyer als Drehbuchautor zurückkehren sollen. Auf der San Diego Comic Con gab Snyder wenige Wochen später bekannt, dass der Erscheinungstermin auf 2015 verschoben wurde und dass neben Superman auch Batman ein wesentlicher Charakter in der Fortsetzung zu Man of Steel sein wird. Damit ist Batman v Superman: Dawn of Justice der erste Kinofilm, bei dem Superman und Batman aufeinandertreffen. Christopher Nolan, Produzent und Drehbuchautor des Vorgängerfilms sowie Regisseur, Drehbuchautor und Produzent der Batman-Filme Batman Begins, The Dark Knight und The Dark Knight Rises, wirkt im Film nur noch als Ausführender Produzent mit.

Inspiriert wurde Batman v Superman: Dawn of Justice besonders durch Frank Millers Werk Batman – Die Rückkehr des Dunklen Ritters, wie beispielsweise am Batsuit erkennbar ist. Allerdings stellt Batman v Superman: Dawn of Justice gemäß Snyder keine Adaption des Stoffs dar. Auch der Film The Dark Knight Rises, der vier Jahre zuvor erschien, ließ sich bereits vom Werk Millers inspirieren. Erstmals im Kino in einem Realfilm ist auch Wonder Woman zu sehen, deren Leinwandauftritt Warner Bros. bereits seit 1996 ankündigte. Nachdem das Drehbuch durch Goyer zu Ende geschrieben war, wurde Chris Terrio Ende 2013 beauftragt, eine verbesserte Version zu schreiben, da Goyer sich bereits um andere Projekte kümmerte. Während die Dreharbeiten liefen, überarbeitete auch Ben Affleck verschiedene Szenen des Skripts. Während in Goyers Version Batman am Ende des Filmes Lex Luthor mit einem Brandzeichen versieht, schrieb Terrio eine Wandlung von Batmans Verhalten durch die Konfrontation mit Superman. Terrios Textzeilen für Lois Lane sind eine Hommage an Marie Colvin.

Im Mai 2014 wurde der offizielle Filmtitel, Batman v Superman: Dawn of Justice, bekannt gegeben. Zuvor war der Film unter dem Arbeitstitel Man of Steel 2 und später Batman vs. Superman bekannt. Snyder meinte, dass das „v“ (englische Aussprache: []) im Titel das „Versus“ ersetzt und somit ein schlichter Filmtitel auf elegante Art vermieden werden konnte.

Neben Hans Zimmer, der auch im Vorgängerfilm die Musik zum Film erstellte, beteiligte sich Tom Holkenborg, auch als Junkie XL bekannt, an der Komposition. Im September 2013 wurde bekannt, dass Larry Fong, der mit Snyder bereits an den Filmen 300, Watchmen – Die Wächter sowie Sucker Punch zusammenarbeitete, Amir Mokri als Kameramann ersetzte.

Besetzung mini|hochkant=1.5|Von links nach rechts: Chris Hardwick (Gastgeber), Zack Snyder, Ben Affleck, Henry Cavill und Gal Gadot auf der San Diego Comic-Con 2014 Aus dem Vorgängerfilm kehren Henry Cavill als Superman, Amy Adams als Lois Lane, Diane Lane und Kevin Costner als Martha und Jonathan Kent und Laurence Fishburne als Perry White in ihren Rollen zurück. Als zweiter Hauptdarsteller fungiert nun der neu gecastete Darsteller Ben Affleck als Batman. Er war bereits 2003 im Film Daredevil in der Hauptrolle eines Comichelden zu sehen, wobei er für die Rolle vorwiegend negative Kritiken erhielt. Affleck entschloss sich daraufhin, nie wieder die Hauptrolle eines solchen Filmes anzunehmen, und meinte später, nachdem ihm die Rolle Batmans angeboten wurde, zusätzlich, dass er zu alt für jene Rolle sei. Snyder konnte Affleck jedoch davon überzeugen, als Batman in Batman v Superman: Dawn of Justice mitzuspielen, da er meinte, dass er einen gealterten Batman suche und nicht einen solchen, den Christian Bale in Nolans Filmtrilogie verkörperte. Zahlreiche DC-Fans kritisierten die Besetzung und meinten, dass Affleck für die Rolle nicht einschüchternd genug sei.