Bei den Kommunalwahlen im Kreis Pinneberg wird unter anderem der Kreistag des Kreises Pinneberg besetzt. Der Kreis entstand 1867. In den folgenden Tabellen und Diagrammen werden die Ergebnisse der Kommunalwahlen für den Kreistag Pinneberg seit dem Zweiten Weltkrieg aufgelistet.

Parteien und Wählergruppen Bei den Wahlen traten verschiedene Parteien und Wählervereinigungen an: AfD: Alternative für Deutschland dieBasis: Basisdemokratische Partei Deutschland BdD: Bund der Deutschen BHE: Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten 1951 als BHE 1955 und 1959 als GB/BHE B’90/Grüne: Bündnis 90/Die Grünen 1982 bis 1990: Die Grünen ab 1994: Bündnis 90/Die Grünen CDU: Christlich Demokratische Union Deutschlands DFU: Deutsche Friedens-Union DKP (1946): Deutsche Konservative Partei DKP (1974–1994): Deutsche Kommunistische Partei DP: Deutsche Partei DW: Deutscher Wahlblock – Kreis Pinneberg Zusammenschluss der CDU, FDP und DP; trat als Parteienbündnis zu den Wahlen 1951 und 1955 an FDP: Freie Demokratische Partei Die Humanisten: Partei der Humanisten IHM: Interessengemeinschaft Hallunner Moats KPD: Kommunistische Partei Deutschlands KWB: Kommunistischer Bund Westdeutschland kWGp: Kreis Wählergemeinschaft Pinneberg Linke: Die Linke NPD: Nationaldemokratische Partei Deutschlands Piraten: Piratenpartei Deutschland SPD: Sozialdemokratische Partei Deutschlands SSW: Südschleswigscher Wählerverband

Wahlergebnisse der Kreistagswahlen Ergebnis der Kreistagswahl vom 14. Mai 2023

Wahlberechtigte: 255.240 abgegebene Stimmen: 123.842 Wahlbeteiligung: 48,5 % ungültige Stimmen: 1.549 ParteiStimmenProzentSitze CDU 43.606 35,7 % 24 SPD 25.592 20,9 % 14 Bündnis 90/Die Grünen 25.448 20,8 % 14 AfD 11.032 9,0 % 6 FDP 10.758 8,8 % 6 Die Linke 3.349 2,7 % 2 dieBasis 2.341 1,9 % 1 SSW 136 0,1 % Die Humanisten 31 0,0 %

Die Wahlvorschläge von 9 verschiedenen Parteien wurden am 24. März 2023 vom Kreiswahlausschuss zugelassen.

Der SSW trat nur im Wahlkreis 25 – Helgoland an. Die Humanisten traten nur im Wahlkreis 16-Pinneberg-Mitte an.

Die CDU konnte 6 Überhangmandate erringen. Dadurch erhielten die Grünen und die SPD jeweils 4, die FDP 2 und die AfD sowie Die Linke jeweils 1 Ausgleichsmandat. Damit erhöhte sich die Zahl der Kreistagsabgeordneten von 49 auf 67.

Ergebnis der Kreistagswahl vom 6. Mai 2018

Wahlberechtigte: 255.638 abgegebene Stimmen: 117.980 Wahlbeteiligung: 46,6 % ungültige Stimmen: 1.176 ParteiStimmenProzentSitze CDU 41.876 35,5 % 22 SPD 28.779 24,4 % 15 Bündnis 90/Die Grünen 21.599 18,3 % 11 FDP 9.432 8,0 % 5 AfD 8.220 7,0 % 4 Die Linke 5.003 4,2 % 3 kWGp 2.985 2,5 % 2 SSW 86 0,1 %

Der SSW trat nur im Wahlkreis Helgoland an.

Die CDU errang 4 Überhangmandate. Dadurch erhielt die SPD 3 Ausgleichsmandate, die Grünen 2 sowie die FDP, die AfD, DIE LINKE und die kWGp jeweils 1 Ausgleichsmandat. Damit erhöhte sich die Zahl der Kreistagsabgeordneten von 49 auf 62.

Ein Abgeordneter der AfD trat 2019 aus der Fraktion aus und gehörte dem Kreistag weiterhin als fraktionsloser Abgeordneter an. Ein Abgeordneter der kWGp trat aus der Wählergemeinschaft aus. Daraufhin verlor diese ihren Fraktionsstatus. Eine Abgeordnete aus der FDP und eine Abgeordnete aus „Die Linke“ traten Ende 2020 aus ihren jeweiligen Fraktionen aus und bildeten gemeinsam die neue Fraktion „Bürgerliche Mitte – Kreis Pinneberg“. Ein fraktionsloser Abgeordneter trat der AfD-Fraktion bei, die sich daraufhin in Fraktion „Alternative für Deutschland/Kreiswählergemeinschaft Pinneberg“ umbenannte. Die Fraktion „Bürgerliche Mitte“ hat sich zum 31. Januar 2022 aufgelöst. Eine Abgeordnete hat sich der CDU-Fraktion angeschlossen, die andere gehörte seitdem dem Kreistag als fraktionslose Abgeordnete an.

Die Zusammensetzung des Kreistages am Ende der Wahlperiode: CDU: 23 Abgeordnete SPD: 15 Abgeordnete Bündnis 90/Die Grünen: 11 Abgeordnete FDP: 4 Abgeordnete AfD/KWGP: 4 Abgeordnete Die Linke: 2 Abgeordnete 3 fraktionslose Abgeordnete

Ergebnis der Kreistagswahl vom 26. Mai 2013

Wahlberechtigte: 248.303 abgegebene Stimmen: 113.032 Wahlbeteiligung: 45,5 % ungültige Stimmen: 1.994 ParteiStimmenProzentSitze CDU 43.467 39,1 % 20 SPD 34.442 31,0 % 15 Bündnis 90/Die Grünen 17.283 15,6 % 8 FDP 6.577 5,9 % 3 kWGp 2.871 2,6 % 1 Die Linke 2.747 2,5 % 1 Piratenpartei 2.409 2,2 % 1 NPD 1.105 1,0 % SSW 137 0,1 %

Der SSW trat nur im Wahlkreis Helgoland an.

Die beiden fraktionslosen Abgeordneten von Die Linke und der Piratenpartei hatten sich vor der konstituierenden Kreistagssitzung am 19. Juni 2013 zu der Fraktion Die Linke & Piraten zusammengeschlossen.

Ergebnis der Kreistagswahl vom 25. Mai 2008

Wahlberechtigte: 241.740 abgegebene Stimmen: 109.659 Wahlbeteiligung: 45,4 % ungültige Stimmen: 2.226 ParteiStimmenProzentSitze CDU 41.648 38,8 % 24 SPD 29.907 27,8 % 16 Bündnis 90/Die Grünen 13.615 12,7 % 7 FDP 11.884 11,1 % 6 Die Linke 6.266 5,8 % 3 kWGp 4.113 2,6 % 2

Die CDU errang 4 Überhangmandate. Dadurch erhielt die SPD 2 Ausgleichsmandate und Bündnis 90/Die Grünen, die FDP und die kWGp jeweils 1 Ausgleichsmandat. Damit erhöhte sich die Zahl der Kreistagsabgeordneten von 49 auf 58.

Ergebnis der Kreistagswahl vom 2. März 2003

Wahlberechtigte: 233.211 abgegebene Stimmen: 121.507 Wahlbeteiligung: 52,1 % ungültige Stimmen: 2.261 ParteiStimmenProzentSitze CDU 60.792 51,0 % 28 SPD 35.392 29,7 % 16 Bündnis 90/Die Grünen 13.297 11,2 % 6 FDP 9.765 8,2 % 4

Die CDU errang 3 Überhangmandate. Dadurch erhielten die SPD und Bündnis 90/Die Grünen jeweils 1 Ausgleichsmandat. Dadurch erhöhte sich die Abgeordnetenzahl von 49 auf 54 Kreistagsmitglieder.

Zwei Kreistagsabgeordnete der CDU-Fraktion verließen im Laufe des Jahres 2007 Partei und Fraktion und gründeten im Februar 2008 eine eigene Fraktion unter dem Namen KWGP=Kreis Wählergemeinschaft Pinneberg.

Ergebnis der Kreistagswahl vom 22. März 1998

Wahlberechtigte: 226.248 abgegebene Stimmen: 140.631 Wahlbeteiligung: 62,3 % gültige Stimmen: 137.830 ParteiStimmenProzentSitze SPD 60.990 44,3 % 22 CDU 54.504 39,5 % 20 Bündnis 90/Die Grünen 12.343 9,0 % 4 FDP 9.839 7,1 % 3 IHM 154 0,1 %

Die IHM = Interessengemeinschaft Hallunner Moats trat nur im Wahlkreis Helgoland an.

Ergebnis der Kreistagswahl vom 20. März 1994

Wahlberechtigte: 214.148 abgegebene Stimmen: 151.801 Wahlbeteiligung: 70,9 % gültige Stimmen: 148.600 ParteiStimmenProzentSitze SPD 60.350 40,6 % 21 CDU 56.204 37,8 % 19 Bündnis 90/Die Grünen 18.955 12,8 % 6 FDP 8.437 5,7 % 3 Die Mitte 4.105 2,8 % DKP 329 0,2 % IHM 220 0,1 %

Ergebnis der Kreistagswahl vom 28. März 1990

Wahlberechtigte: 209.206 abgegebene Stimmen: 144.369 Wahlbeteiligung: 69,0 % gültige Stimmen: 142.398 ParteiStimmenProzentSitze SPD 61.454 43,2 % 21 CDU 58.051 40,8 % 20 Die Grünen 11.697 8,2 % 4 FDP 11.196 7,9 % 4

Ergebnis der Kreistagswahl vom 2. März 1986

Wahlberechtigte: 201.854 abgegebene Stimmen: 139.479 Wahlbeteiligung: 69,1 % gültige Stimmen: 137.078 ParteiStimmenProzentSitze CDU 61.439 44,8 % 24 SPD 55.576 40,5 % 21 Die Grünen 12.203 8,9 % 4 FDP 6.619 4,8 % DKP 1.241 0,9 %

Ergebnis der Kreistagswahl vom 7. März 1982

Wahlberechtigte: 214.148 abgegebene Stimmen: 151.801 Wahlbeteiligung: 70,9 % gültige Stimmen: 148.600 ParteiStimmenProzentSitze CDU 69.506 49,5 % 25 SPD 48.659 34,7 % 17 FDP 11.855 8,5 % 4 Die Grünen 8.988 6,4 % 3 DKP 1.274 0,9 %

Ergebnis der Kreistagswahl vom 5. März 1978

Wahlberechtigte: 183.753 abgegebene Stimmen: 145.171 Wahlbeteiligung: 79,0 % gültige Stimmen: 141.980 ParteiStimmenProzentSitze CDU 69.582 49,0 % 25 SPD 56.877 40,1 % 20 FDP 13.472 9,5 % 4 DKP 1.977 1,4 % KBW 72 0,1 %

Ergebnis der Kreistagswahl vom 24. März 1974

Wahlberechtigte: 176.817 abgegebene Stimmen: 144.479 Wahlbeteiligung: 81,7 % gültige Stimmen: 141.575 ParteiStimmenProzentSitze CDU 75.666 53,4 % 27 SPD 47.777 33,7 % 17 FDP 16.266 11,5 % 5 DKP 1.866 1,3 %

Ergebnis der Kreistagswahl vom 26. April 1970

Wahlberechtigte: 167.775 abgegebene Stimmen: 122.168 Wahlbeteiligung: 72,8 % gültige Stimmen: 119.353 ParteiStimmenProzentSitze CDU 54.348 45,5 % 23 SPD 54.245 45,4 % 23 FDP 7.251 6,1 % 3 FWP 2.007 1,7 % NPD 1.502 1,3 %

Ergebnis der Kreistagswahl vom 13. März 1966

Wahlberechtigte: 165.198 abgegebene Stimmen: 115.823 Wahlbeteiligung: 70,1 % gültige Stimmen: 112.214 ParteiStimmenProzentSitze CDU 51.128 45,6 % 22 SPD 49.037 43,7 % 22 FDP 12.049 10,7 % 5

Ergebnis der Kreistagswahl vom 11. März 1962

Wahlberechtigte: 151.201 abgegebene Stimmen: 107.794 Wahlbeteiligung: 71,3 % gültige Stimmen: 119.353 ParteiStimmenProzentSitze SPD 45.309 43,5 % 21 CDU 40.785 39,2 % 19 FDP 12.813 12,3 % 6 GDP 3.570 3,4 % DFU 1.584 1,5 %

Ergebnis der Kreistagswahl vom 23. März 1959

Wahlberechtigte: 140.590 abgegebene Stimmen: 104.470 Wahlbeteiligung: 74,3 % gültige Stimmen: 99.220 ParteiStimmenProzentSitze SPD 44.977 45,3 % 22 CDU 33.046 33,3 % 16 FDP 9.539 9,6 % 4 GB/BHE 9.199 9,3 % 4 DP 1.811 1,8 % Sonstige 648 0,7 %

Ergebnis der Kreistagswahl vom 25. März 1955

Wahlberechtigte: 125.980 abgegebene Stimmen: 94.547 Wahlbeteiligung: 75,0 % gültige Stimmen: 90.324 ParteiStimmenProzentSitze SPD 38.053 42,1 % 20 Deutscher Wahlblock Kreis Pinneberg 37.632 41,7 % 19 GB/BHE 11.833 13,1 % 6 KPD 2.574 2,8 % - BdD 232 0,3 % - Quellen: Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein: Statistisches Jahrbuch Schleswig-Holstein 1956, 6. Nachtrag zum Statistischen Handbuch, Kiel 1957, Seite 29–30

Deutscher Wahlblock Kreis Pinneberg: setzte sich aus CDU, FDP und Deutsche Partei zusammen.

Ergebnis der Kreistagswahl vom 29. April 1951

Wahlberechtigte: 129.086 abgegebene Stimmen: 101.222 Wahlbeteiligung: 78,4 % gültige Stimmen: 95.760 ParteiStimmenProzentSitze SPD 36.254 37,9 % 21 Deutscher Wahlblock Kreis Pinneberg 33.507 35,0 % 18 BHE 22.425 23,4 % 7 KPD 3.574 3,7 %

Die Fraktion Deutscher Wahlblock Kreis Pinneberg setzte sich aus 12 Abgeordneten der CDU, 4 der FDP und 3 der Deutschen Partei zusammen.

Ergebnis der Kreistagswahl vom 24. Oktober 1948

ParteiStimmenProzentSitze SPD 38.355 43,2 % 23 CDU 22.698 25,5 % 13 FDP 13.680 15,4 % 8 KPD 4.532 5,1 % parteilose Einzelbewerber 9.577 10,8 %

Ergebnis der Kreistagswahl vom 13. Oktober 1946

ParteiStimmenProzentSitze SPD 104.607 49,4 % 28 FDP 51.342 24,3 % 6 CDU 40.356 19,0 % 10 KPD 14.684 6,9 % 1 DKP 890 0,4 %

Das von der britischen Besatzungsmacht erlassene Wahlrecht bevorzugte die stärkste Partei klar. Der Wähler konnte bis zu drei Kandidaten in seinem Wahlkreis direkt wählen. Nach dem Wahlrecht wurden 60 % der Abgeordneten in Wahlkreisen und 40 % über die Kreislisten der Parteien gewählt, ohne dass Ausgleichsmandate vergeben wurden. Damit hatte das Wahlrecht eher den Charakter des Mehrheitswahlrechtes als des Verhältniswahlrechtes. So konnte die CDU durch ihre direkt gewonnenen Mandate auch mehr Abgeordnete in den Kreistag entsenden als die FDP, obwohl die Liberalen im Saldo mehr Stimmen erhalten hatten.

Weblinks Wahlergebnisse der Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein 2013, Startseite

Einzelnachweise

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