Ogrodzona (deutsch: Ogrodzon, ) ist ein Ort mit einem Schulzenamt in der Landgemeinde Dębowiec im Powiat Cieszyński der Woiwodschaft Schlesien in Polen.

Geographie mini|S1 in Ogrodzona Ogrodzona liegt im Schlesischen Vorgebirge an der Knajka, einem linken Zufluss der Weichsel etwa 25 km westlich von Bielsko-Biała und 60 km südlich von Katowice.

Ogrodzona hat eine Fläche von 695 ha (16 % der Landgemeinde).

Nachbarorte von Ogrodzona sind Gumna im Osten und Nordosten, Kostkowice im Norden, Łączka im Nordosten, Kisielów und Godziszów im Osten, Goleszów im Südosten, Bażanowice im Süden, die Stadt Cieszyn im Südwesten.

Geschichte Ogrodzona ist eines der ältesten Dörfer im Teschener Schlesien. Es wurde am 23. Mai 1223 in einer Urkunde des Breslauer Bischofs Lorenz erstmals urkundlich als „Ogrozona“ erwähnt, das den Zehnten der Prämonstratenserinnen in Rybnik bezahlen sollte. Der Name ist das feminine Adjektiv abgeleitet von einfrieden (polnisch ogradzać) oder Einfriedung (ogrodzenie), [das] Eingefriedete [Dorf].

Politisch gehörte das Dorf ursprünglich in der Zeit des polnischen Partikularismus zum Herzogtum Oppeln-Ratibor (Teschener Kastellanei). Das Herzogtum wurde 1281 nach dem Tod des Herzogs Wladislaus I. von Oppeln geteilt. Endgültig (1290) gehörte das Dorf zum Herzogtum Teschen. Seit 1327 bestand die Lehensherrschaft des Königreichs Böhmen und seit 1526 gehörte es zur Habsburgermonarchie.

Ogrodzona im Teschener Dekanat wurde im Peterspfennigregister des Jahres 1447 erwähnt.

Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften war es ab 1850 eine Gemeinde in Österreichisch-Schlesien, Bezirk Teschen und Gerichtsbezirk Teschen. In den Jahren 1880–1910 hatte das Dorf etwa 460 Einwohner, es waren überwiegend polnischsprachige (zwischen 97,2 % und 98,6 %), 2,4 % waren deutschsprachig (1880) und 1,1 % (1910) tschechischsprachige. Im Jahre 1910 waren 57,9 % römisch-katholisch, 39,2 % evangelisch, 14 (2,9 %) waren Juden.Ludwig Patryn (ed): Die Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910 in Schlesien, Troppau 1912.

1920, nach dem Zusammenbruch der k.u.k. Monarchie und dem Polnisch-Tschechoslowakischen Grenzkrieg, fiel Ogrodzona an Polen. Unterbrochen wurde dies durch die Besetzung Polens durch die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.

Von 1975 bis 1998 gehörte Ogrodzona zur Woiwodschaft Bielsko-Biała.Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (polnisch) (PDF-Datei; 783 kB)

Religion Die römisch-katholische Pfarrei mit dem Patrozinium des Apostels Matthäus wurde vermutlich im späten Mittelalter errichtet. Sie gehört zum Bistum Bielsko-Żywiec, Dekanat Goleszów. Die evangelische Filialgemeinde gehört zur Pfarrei Cieszyn der Diözese Cieszyn.

Weblinks

www.ogrodzona.cieszyn.pl

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Schlesien Kategorie:Gmina Dębowiec (Powiat Cieszyński) Kategorie:Ersterwähnung 1223 Kategorie:Pogórze Śląskie