Klöch (), die „Perle des südoststeirischen Weinlandes“, ist eine steirische Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Gerichtsbezirk Feldbach bzw. Bezirk Südoststeiermark, etwa neun Kilometer nördlich von Bad Radkersburg.

Geografie Das größte Gewässer ist der Klausenbach, der im Ort Klöch entspringt und weiter im Süden in den Drauchenbach mündet. Die höchste Erhebung der Gemeinde ist der Seindl ().

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst fünf Katastralgemeinden und gliedert sich in fünf gleichnamige Ortschaften (in Klammern: Fläche Stand bzw. Einwohnerzahl Stand ): Deutsch Haseldorf (; Ew.) samt Buchberg, Kratzer und Rosenberg Gruisla (; Ew.) samt Hochwarth, Klinzl und Rosenberg Klöch (; Ew.) samt Hochwarth, Klinzl, Ölberg, Pichlerwaldsiedlung, Pirchweingarten und Röhrl Klöchberg (; Ew.) samt Hürtherberg, Röhrl, Seindl, Süßegg und Zaraberg Pölten (; Ew.) samt Pirchweingarten

Nachbargemeinden

Eingemeindungen Per 1. Jänner 1965 wurden in die Gemeinde Klöch folgende ehemalige Gemeinden eingemeindet: Deutsch Haseldorf Gruisla ein Teil von Hürth (die damaligen Ortsteile Hürtherberg, Röhrl, Seindl und Zaraberg bildeten zusammen mit Süßegg die Ortschaft Klöchberg; der Rest von Hürth kam zu Halbenrain. LGBL.STM. Nr. 376/1964 (ALEX Online).) Pölten

Geschichte Bevölkerungsentwicklung

mini|hochkant|Klöch mit der Burgruine Klöch Der Ort Klöch (früher auch: Chlech bzw. Klech genannt) entstand als Untersiedlung der Burg Klöch und wurde im 14. Jahrhundert erstmals genannt. Damals bestanden hier 18 Häuser.Burgruine Klöch, Chlech – Klech – Klöch. Burgruinenforum-Kulturverein & Tourismusverband, S. 4. Der später zu einem Türkeneinfall umgedichtete Ungarneinfall von 1418 zog auch Klöch in Mitleidenschaft. Perenhart von Klech, Burghauptmann der Burg Klöch, verschuldete sich im 15. Jahrhundert stark und wurde von seinem Herrn, Dietegen von Emmerberg, ausgelöst. Durch die damals errichtete Urkunde ist bekannt, dass bereits 1444 in Klöch Wein angebaut wurde.Burgruine Klöch, 1365 – Die Burgherren von Klöch. Burgruinenforum-Kulturverein & Tourismusverband, S. 3. Durch die Nähe zu Ungarn wurde Klöch öfter von kriegerischen Ereignissen betroffen (Ungarneinfälle). Auch zum Ende des Zweiten Weltkriegs verlief durch Klöch ein Frontabschnitt und im April 1945 kämpften hier deutsche gegen sowjetische Soldaten.

1959 erhielt die Gemeinde ein Wappen, welches ähnlich bereits die ersten Burgherren von Klöch führten. 1965 erfolgte die Zusammenlegung der Gemeinden Klöch, Deutsch-Haseldorf, Gruisla, Pölten und Klöchberg zur Großgemeinde Klöch. 1989 erhielt Klöch das Marktrecht.

2026 lebten 1165 Menschen in Klöch.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche hl. Georg Klöcher Winzerzug: Alle fünf Jahre findet in Klöch der Winzerzug statt. Zahlreiche aufwändig geschmückte Festwägen mit altem Brauchtum laden zum Mitfeiern ein. Üblicherweise wird auch die Traubenlese gefeiert und dann auch das Klöcher Pressfest gehalten.

Kulinarische Spezialitäten Besondere Bekanntschaft erreichte der Weinort Klöch durch den Weinanbau und wurde dadurch zum Namensgeber der Klöcher Weinstraße. Einen europaweiten Bekanntheitsgrad hat dabei insbesondere der Klöcher Traminer erreicht, der „Wein mit dem Duft der Rose“. Seit 2010 wird in Klöch Reis angebaut.SteirerREIS by Fuchs. In: steirischerreis.at, abgerufen am 3. Juni 2024.

Wirtschaft und Infrastruktur mini|Basaltabbau Klöch Bekannt ist der Ort auch durch den Klöcher Basalt (Basaltsteinbruch Klöch), der vor allem im Unterbau von Bahngleisen und auch beim Bau der Fürstenfelder Schnellstraße S7 verwendet wird.

Die Weinanbaufläche beträgt rund 178 ha, die Obstanbaufläche rund 100 ha. Reisanbaufläche rund um Klöch rund 50 ha.

In der Gemeinde gibt es zahlreiche Wanderwege, mit dem Ostösterreichischen Grenzlandweg verläuft auch ein österreichischer Weitwanderweg durch Klöch.

Politik Bürgermeister Bürgermeister ist Daniel Tegel (ÖVP).

Dem Gemeindevorstand gehören weiters an: Vizebürgermeister Karl Urbanitsch (ÖVP) und Gemeindekassier Marlies Kosi-Schalk (ÖVP) an.Gemeinde Klöch: Gemeindevorstand. In: kloech.com, abgerufen am 2. Juni 2024.

Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern.

Nach den Ergebnissen der Gemeinderatswahl 2020 setzt sich dieser wie folgt zusammen: 13 ÖVP 1 SPÖ 1 FPÖ

Die letzten Gemeinderatswahlen brachten folgende Ergebnisse: Partei 2020 2015 2010 2005 2000 Stimmen % Mandate St. % M. St. % M. St. % M. St. % M. ÖVP 61783 13 626 75 12 647 72 11 660 72 11 686 78 12 SPÖ 659 1 88 10 1 174 19 3 187 20 3 nicht kandidiert FPÖ 588 1 126 15 2 80 9 1 70 8 1 62 7 1 Die Grünen nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 137 15 2 Wahl­berechtigte 1.033 1.048 1.046 1.096 1.076 Wahl­beteiligung 73 % 82 % 87 % 86 % 85 %

Wappen

mini|hochkant=1.6|Blick auf den Ort Klöch von Südwesten mini|hochkant=1.6|Deutsch Haseldorf von Süden

Persönlichkeiten Söhne und Töchter von Klöch Gregor Fuchs (1821–1878), Geistlicher, Historiker und Gymnasiallehrer und -direktor

Ehrenbürger Josef Gangl († 2018), Bürgermeister von Klöch 1977–1987

Literarische Bearbeitung Im Roman Der Knochenmann von Wolf Haas ist Klöch der Hauptort der Handlung.

Weblinks

kloech.com. Website der Marktgemeinde Klöch

Einzelnachweise

Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Südoststeiermark Kategorie:Weinbaugemeinde in der Steiermark