Wilhelm Ludwig Hans Achenbach (* 3. März 1891 in Ohle; † 28. August 1972 in Siegen) war ein deutscher Maler, Grafiker, Zeichner, Holzschneider, Illustrator und Exlibriskünstler.
Leben Hans Achenbach war der zweite Sohn von Caspar Gustav Achenbach (1858–1915) (Familienstammblatt), der 1889 mit Ludwig Kölsche das Ohler Eisenwerk Achenbach, Kölsche & Co. gründeteOhler Eisenwerk Achenbach, Kölsche & Co., Plettenberg-Lexikon., das 1895 von Theobald Pfeiffer übernommen wurde, dem Vater von Walter Pfeiffer. Seine Mutter war Katharina Emilie Bertha Schneider (1865–1944). Zusammen mit seinen Eltern kam er nach Siegen, wo er das Realgymnasium besuchte.Hans Achenbach; in: Alte Schätze (Flyer zur Ausstellung 29. November 2014 – 14. Januar 2015). 4Fachwerk Mittendrin Museum, Freudenberg S. 2.
Von 1909 bis 1912 studierte er an Königlich-Preußischen Kunstakademie Düsseldorf und an der zugehörigen Kunstgewerbeschule Wuppertal. Danach war er in München tätig. Nach der Teilnahme am Ersten Weltkrieg kehrte er zurück in die Heimat und heiratete am 25. November 1920 in Düsseldorf-Eller die Malerin Hanna Achenbach, geborene Junemann, mit der er zwei Töchter bekam. Von 1933 bis 1937 leitete er die Werkstatt für Handweberei der Städtischen Berufs- und Fachschule für Mädchen in Siegen und war in der Zeit des Nationalsozialismus ein stromlinienförmiger Propagandist.Regionales Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein, Artikel Wilhelm Ludwig Hans Achenbach Am 5. Juni 1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.257.028).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/50803 Er nahm zwischen 1936 und 1942 an vier Ausstellungen teil.Martin Papenbrock, Gabriele Saure (Hrsg.): Kunst des frühen 20. Jahrhunderts in deutschen Ausstellungen. Teil 1. Ausstellungen deutscher Gegenwartskunst in der NS-Zeit. VDG, Weimar, 2000. S. 380
Achenbach war bekannt für seine Monotypien mit Tiermotiven und die Darstellung der Haubergswirtschaft des Siegerlandes. Er zeichnete für die Zeitschrift „Siegerland“, trug Illustrationen für den „Siegerländer Heimatkalender“ bei und illustrierte die 1948 im Verlag der Jung-Stilling-Stiftung erschienene Ausgabe von Joseph von Eichendorffs Eine Meerfahrt.
Literatur Otto Renkhoff: Nassauische Biographie: Kurzbiographien aus 13 Jahrhunderten (2. Aufl.), Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 1992, S. 25.
Weblinks Regionales Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein, Artikel Wilhelm Ludwig Hans Achenbach
Einzelnachweise
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