Graf Stefan Niemricz (* um 1630; † nach 1678) war ein kurbrandenburgischer Generalfeldzeugmeister und Gesandter in Polen.

Leben Graf Niemricz war zunächst Unterkämmerer von Kiew und zeichnete sich im Zweiten Nordischen Krieg gegen die Schweden aus. Vermutlich in Folge des Russisch-Polnischen Krieges und den damit einhergehenden territorialen Verschiebungen (Kiew kam an Russland) begab er sich in kurbrandenburgische Dienste und war am 22. Februar 1675 ebd. Generalfeldzeugmeister, Geheimer Regierungsrat und Kämmerer, wofür er 2000 Taler jährliches Gehalt bezog. Vom 14. August bis zum 13. Oktober 1678 war er kurbrandenburgischer Gesandter in Polen. Hiernach sind keine weiteren Nachrichten von ihm übermittelt.

Literatur Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens (= Veröffentlichungen aus den Archiven Preußischer Kulturbesitz, Beiheft 8). Böhlau, Köln, Weimar, Wien 2001, ISBN 3-412-08300-3, S. 549 Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Band 1, Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, o. O. [Hamburg], o. J. , , S. 27, Nr. 39.

Kategorie:Titulargraf Kategorie:Person im Zweiten Nordischen Krieg (Polen-Litauen) Kategorie:General der Frühen Neuzeit (Brandenburg-Preußen) Kategorie:Feldzeugmeister Kategorie:Geheimer Regierungsrat Kategorie:Kämmerer Kategorie:Geboren im 17. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 17. Jahrhundert Kategorie:Mann