Julius Jung (* 29. August 1914 in Eltville; † 20. Oktober 1944) war ein deutscher KZ-Arzt und SS-Hauptsturmführer.
Laufbahn Jung absolvierte ein Studium der Medizin und wurde zum Dr. med. promoviert. Zum 1. Mai 1933 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 2.250.481).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/18640590 Während des Zweiten Weltkrieges kam er Anfang Oktober 1940 zur Waffen-SS (SS-Nummer 70.364). Zunächst war er als Lagerarzt im KZ Sachsenhausen eingesetzt. Anschließend arbeitete er im Oktober/November 1941 im KZ Auschwitz. Anschließend war er bei der 6. SS-Gebirgs-Division „Nord“ eingesetzt.Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau (Hrsg.): Sterbebücher von Auschwitz. Band 1: Berichte, 1995, S. 283
Jung starb am 20. Oktober 1944. Laut dem SS-Standartenführer Franz Schreiber beging er Suizid, um sich der drohenden Kriegsgefangenschaft zu entziehen.Stefan Klemp: KZ-Arzt Aribert Heim. Die Geschichte einer Fahndung, Münster und Berlin 2010, S. 64
Literatur
Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau (Hrsg.): Sterbebücher von Auschwitz. Band 1: Berichte, K.G. Saur Verlag, München 1995, ISBN 3-598-11263-7. Stefan Klemp: KZ-Arzt Aribert Heim. Die Geschichte einer Fahndung. Prospero, Münster und Berlin 2010, ISBN 978-3-941688-09-4, S. 64, Digitalisat
Einzelnachweise
Kategorie:Lagerarzt im KZ Sachsenhausen Kategorie:Lagerarzt im KZ Auschwitz Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS Kategorie:SS-Mitglied Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1914 Kategorie:Gestorben 1944 Kategorie:Mann