mini|hochkant=1.5|Aufgereihte gleichartige Grabsteine mit der Kriegs-Symbolik des Eisernen Kreuzes für gefallene Soldaten

Der Stadtteilfriedhof Fössefeld in Hannover,Peter Schulze: Friedhöfe. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 193–196; hier: S. 195. auch Stadtfriedhof Fössefeld oder Garnisonsfriedhof genannt,Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte: Organ des Historischen Vereins für Niedersachsen in Hannover, Band 73, S. 513; Vorschau über Google-Bücher ist ein im 19. Jahrhundert angelegter ehemaliger Militärfriedhof, der auch von der einheimischen Bevölkerung vom (heute) hannoverschen Stadtteil Limmer zur Bestattung ihrer Angehörigen mitbenutzt wurde Standort der denkmalgeschützten FriedhofsanlageIlse Rüttgerodt-Riechmann: Friedhofstraße. In: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen, Stadt Hannover (DTBD), Teil 2, Bd. 10.2, hrsg. von Hans-Herbert Möller, Niedersächsisches Landesverwaltungsamt – Institut für Denkmalpflege, Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig 1985, ISBN 3-528-06208-8, S. 159; sowie Limmer im Addendum: Verzeichnis der Baudenkmale gem. § 4 (NDSchG) (ausgenommen Baudenkmale der archäologischen Denkmalpflege), Stand: 1. Juli 1985, Stadt Hannover, Niedersächsisches Landesverwaltungsamt – Veröffentlichungen des Instituts für Denkmalpflege, S. 24f. mit ihrer rund 1,3 Hektar großen Fläche und zahlreichen Kriegergräbern und Ehrenmalen ist die Friedhofstraße Ecke Limmerstraße zwischen der Abzweigung der Wunstorfer Straße und dem Bach Fösse.Vergleiche die Ortskarte 7, 30 Limmer. In: DTBD, S. 48f.

Geschichte mini|links|Infotafel „Stadtteilfriedhof Fössefeld“ mini|Informationstafel „Opfer der NS-Wehrmachtsjustiz“ mini|Am 9. Mai 2015 eingeweihtes Denkmal „Ungehorsam“ von Almut und Hans-Jürgen Breuste Als das Königreich Hannover 1866 nach der Schlacht bei Langensalza durch Preußen annektiert worden war, wurde noch im selben Jahr die preußische Militär-Reit-Schule von Schwedt/Oder in die vormalige Residenzstadt Hannover verlegt unter dem neuen Namen Militär-Reit-Institut.Hugo Thielen: Kavallerieschule. In: Stadtlexikon Hannover, S. 343 Bereits zwei Jahre später wurde 1868Davon abweichend nennt Ilse Rüttgerodt-Riechmann in dem 1985 veröffentlichten Band der DTBD das Jahr 1877 als Datum der Anlage des FriedhofesHannoversche Allgemeine Zeitung (Robin Beck) vom 28.06.2025: Rund 150 Jahre alt: Wie der einstige Militärfriedhof Limmer zum Stadtteilfriedhof Fössefeld wurde der heutige Stadtteilfriedhof im Fössefeld als Begräbnisstätte der für die Angehörigen der in Hannover stationierten nun preußischen Garnisonen angelegt.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Friedhof zur Zeit der Weimarer Republik um 1920 um die nördliche Fläche erweitert und mit einer neuen Kapelle ausgestattet.

Im Zweiten Weltkrieg wurden hier auch Soldaten beigesetzt, die wegen Ungehorsams (Deserteure, Wehrkraftzersetzer und Selbstverstümmler) verurteilt und in Hannover hingerichtet worden waren.Ralf Buchterkirchen: "Du brauchst dich wegen meiner Hinrichtung nicht zu schämen…". Ungehorsame Soldaten in Hannover 1933–1945. Neustadt am Rübenberge 2020: AK Region und Geschichte. ISBN 978-3-930726-34-9 Mittlerweile ist dies für 46 Soldaten belegt.Ralf Buchterkirchen: "Du brauchst dich wegen meiner Hinrichtung nicht zu schämen…". Ungehorsame Soldaten in Hannover 1933–1945. Neustadt am Rübenberge 2020: AK Region und Geschichte. S. 4 ISBN 978-3-930726-34-9 Gefördert vom Fachbereich Kultur der Stadt Hannover sind Lehrmaterialien für den Schulunterricht entstanden, die diesem Teil der Geschichte und der Bedeutung des Fössefeldfriedhofs Rechnung tragen.Ralf Buchterkirchen: "Du brauchst dich wegen meiner Hinrichtung nicht zu schämen…". Ungehorsame Soldaten in Hannover 1933–1945. Neustadt am Rübenberge 2020: AK Region und Geschichte. ISBN 978-3-930726-34-9

1971 wurde der Friedhof außer Dienst gestellt. Seitdem finden nur noch Beisetzungen in bereits vorher erworbenen Gräbern statt. Da die Kriegsgräber ein ewiges Ruherecht besitzen, wird der Friedhof dauerhaft als Gedenkstätte erhalten bleiben.

Literatur und Medienecho

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Linden-Limmer Friedhöfe in Hannover Hubert Breitschaft Heinrich Börner

Weblinks

Lebensraum Linden Navigator: Hannover - Limmer, Militärfriedhof Fössefeld auf der Seite vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Ralf Buchterkirchen (Verantw.), Klaus Falk (Text): Fössefeld-Friedhof / Gräber auf dem Fössefriedhof auf der Seite der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Hannover Stephanus Fischer, Karin van Schwartzenberg: Stadtteilfriedhof Fössefeld (PDF-Dokument), Kurzinfo mit einem Übersichtsplan, hrsg. von der Landeshauptstadt Hannover, Der Oberbürgermeister, Fachbereich Umwelt und Stadtgrün, Sachgebiet Verwaltung und Kundendienst, Hannover: LHH, [ohne Datum] Homepage über Deserteure in Hannover

Anmerkungen

Einzelnachweise

Kategorie:Gedenkstätte des Zweiten Weltkriegs in Niedersachsen Kategorie:Soldatenfriedhof in Deutschland Kategorie:Friedhof in Hannover Kategorie:Erbaut in den 1860er Jahren Kategorie:Baudenkmal in Hannover Kategorie:Limmer (Hannover) Kategorie:Gedenkstätte für NS-Opfer Hannover