Carl Ernst Bernhard Jutz, auch Carl Jutz der Jüngere (* 14. März 1873 in Düsseldorf; † 17. September 1915 bei Radun (heute Belarus) an der Ostfront in Russland), war ein deutscher Landschaftsmaler der Düsseldorfer Schule.

Leben Jutz wurde als Sohn des Tiermalers Carl Jutz des Älteren und dessen Frau Sybilla Karolina, geb. Adloff, der Tochter des Landschaftsmalers Carl Adloff, in Düsseldorf geboren. Dort wuchs er in einem Haus auf, in dessen Garten Geflügel für die Tiermalerei des Vaters gehalten wurde.Familie Jutz im Garten des Düsseldorfer Hauses, Foto im Portal dorfgeschichte-windschlaeg.de, abgerufen am 16. Mai 2015 Sein Studium der Malerei begann er an der Großherzoglich Badischen Kunstschule Karlsruhe unter Gustav Schönleber und setzte es an der Kunstakademie Düsseldorf fort, wo er Meisterschüler von Eugen Dücker war. Jutz unternahm ausgedehnte Studienreisen, unter anderem nach Siebenbürgen, deren Motive er in Aquarell und Öl festhielt. Viele seiner Bilder zeigen Eifellandschaften.Josef Schramm: Die Eifel. Land der Maare und Vulkane. Burkhard-Verlag, Essen 1963, S. 180 Auf internationalen, nationalen und Düsseldorfer Kunstausstellungen war er regelmäßig vertreten.Kunstchronik, Jahrgang 1915, Heft 4 (Oktober 1915), Verlag E. A. Seemann, Leipzig 1915, S. 48 (Digitalisat) Dem Düsseldorfer Verein zur Veranstaltung von Kunstausstellungen diente er als zweiter Vorsitzender. Auch dem Verein der Düsseldorfer Künstler zur gegenseitigen Unterstützung und Hilfe gehörte er an.Karl Joggerst: Der Tiermaler Carl Jutz aus Windschläg. In: Die Ortenau. Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden, 68. Jahresband, 1988, S. 510 (PDF) Zusammen mit Hans Deiker, Theodor Groll, Emil Schultz-Riga und anderen gründete Jutz 1904 in Düsseldorf die Novembergruppe.Bettina Baumgärtel: Chronik der Düsseldorfer Malerschule 1815–2011. In: Bettina Baumgärtel (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819–1918. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2011, ISBN 978-3-86568-702-9, Band 1, S. 375 Wie sein Vater war Jutz außerdem Mitglied des Künstlervereins Malkasten., abgerufen im Portal malkasten.org am 16. Mai 2015 Ein Foto aus dem Jahr 1910 zeigt Jutz mit einer Staffelei vor einer Winterkulisse.Foto 1910 (Silbergelatine auf Barytpapier, Entstehungsort: Düsseldorf), Stadtmuseum Landeshauptstadt Düsseldorf, Objektnummer SMD.F 16689 Jutz war mit Elisabeth Krummel (1878–1917) verheiratet, mit der er zwei Söhne und eine Tochter hatte.

Werke (Auswahl) mini|Dorflandschaft mini|Herbstliche Landschaft mit Dorf im Hintergrund, 1903 Jutz’ Landschaftsmalerei gründet in der romantischen Tradition der Düsseldorfer Schule und entwickelte sich hin zu einer breiten spätimpressionistischen Malerei mit aufgehelltem, kräftig leuchtendem Kolorit. Stimmungslandschaften kennzeichnen sein späteres Werk. Vereinzelte Tierbilder finden sich ebenfalls in seinem Werk.

Alter Baum mit Landschaft, Museum Kunstpalast, Düsseldorf, abgerufen am 16. Mai 2015 Hühnerstall Dorflandschaft Kiefernwald mit Waldkapelle Schloss Bürresheim bei Mayen in der Eifel Schafherde bei der Ruine Nothberg in der Eifel Mühlteich, um 1900 Herbstliche Landschaft mit Dorf im Hintergrund, 1903 Dorf am Rhein Herbstmorgen an der Erft Wäscherinnen am Waldbach Reetgedeckte Bauernhäuser In der Eifel (Reusenfischer im Kahn) Kirche in der Eifel

Literatur

Hans Paffrath (Hrsg.): Lexikon der Düsseldorfer Malerschule 1819–1918. Band 2: Haach–Murtfeldt. Herausgegeben vom Kunstmuseum Düsseldorf im Ehrenhof und von der Galerie Paffrath. Bruckmann, München 1998, ISBN 3-7654-3010-2, S. 206.

Weblinks

Carl Jutz (II), Datenblatt im Portal rkd.nl (RKD – Nederlands Instituut voor Kunstgeschiedenis) Carl Jutz the Younger, Auktionsresultate im Portal artnet.de

Einzelnachweise

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