Der Fisibach ist ein zehn Kilometer langer linker Zufluss des Rheins in den Schweizer Kantonen Zürich und Aargau. Er durchfliesst das Bachsertal und entwässert ein Gebiet von rund 16,4 Quadratkilometern.
Geographie Verlauf Der Fisibach entsteht im Gebiet der Gemeinde Steinmaur aus drei Quellbächen am Osthang der Egg, die sich beim Lütnantsholz und bei der Waldlichtung Schulwis zum Holzwisenbach vereinen, der nach kurzem Lauf beim Austritt aus dem Eggwald zum Fisibach wird. Im offenen Kulturland Wöllimoos bis zum Weiler Weierbach ist der Bach eingedolt. Nördlich der Häusergruppe, die früher Weiherbach genannt wurde, fliesst er durch ein Feuchtgebiet, das den Namen Weierwisen trägt und an einem kleinen Weiher liegt.
Der Bach fliesst in nordwestlicher Richtung durch das Dorf Bachs und im schmalen Bachsertal an der «Neumüli» und der «Thalmüli» vorbei. Die seit Jahrhunderten bestehende Thalmühle, deren Bauwerke als historische Kulturgüter gelten, stellte 1950 das Müllereigeschäft ein und ist seither als Landwirtschaftsbetrieb aktiv. Der Fisibach und der ehemalige Oberwasserkanal der Thalmüli speisen die 17 Becken der Forellenzucht «Bachserfisch» (früher «Glauser-Forellen»).
Nordwestlich der Thalmühle überquert der Fisibach die Grenze zum Kanton Aargau. Er fliesst in nördlicher Richtung auf durch den Weiler Hägelen und nach Fisibach. An mehreren Stellen zweigten früher Bewässerungskanäle auf die Wiesen im Tal ab; ein Flurgebiet hat noch heute den Flurnamen «Gmeinwuer». Im Dorf Fisibach fliesst der Bach durch die «Chilewise» und die «Müliwise». Bei der Ziegelhütte zweigt der künstliche Stadtbach von Kaiserstuhl ab. Unterhalb von Fisibach passiert der Bach die sogenannte Bauernmühle, ein Gebäude aus dem 17. Jahrhundert, das als historisches Kulturgut geschützt ist,Fisibach. Ein Dorf und seine Geschichte. 1995, Seite 77. und die Lochmühle. Dort fliesst er in einem tief eingeschnittenen Tal in Durchlässen unter dem Strassendamm der Hauptstrasse 7 und unter dem Damm der Bahnstrecke Winterthur–Koblenz hindurch und mündet nach einem Lauf von zehn Kilometern in den Rhein. Direkt neben seiner Mündung befindet sich im Rhein der Infanteriebunker «Fisibach-Bleiche» der Schweizer Armee.
Einzugsgebiet Das Einzugsgebiet des Fisibachs grenzt im Norden an den Hochrhein im Osten an die Einzugsgebiete des Dorfbachs von Weiach und des Dorfbachs von Stadel im Südosten an jenes des Fischbachs im Südwesten an jenes der Surb und im Westen an das Gebiet des Tägerbachs.
Zuflüsse Chüebrunnengraben (rechts) Hochrütibach oder Dorfbach (Bachs) (links) Wissikerbächli (links) Chaltenbach oder Stampfibach (links) Flüenenhölzlibach (rechts) Heinispitzbach (links) Neumülibach (rechts) Rainbach (links) Balmbach (links) Lochbach (links) Waldhuserbach (links) Waldhuse (links) Bachtobel (rechts) Tychgrabe (links)
Weblinks
Verlauf des Fisibachs auf dem Geoserver der der Schweizer Bundesverwaltung Fisibach auf dem Geoportal des Kantons Aargau
Siehe auch Liste von Zuflüssen des Rheins
Einzelnachweise
Kategorie:Steinmaur Kategorie:Bachs Kategorie:Fisibach