Adolph Ludwig Graf von Schlieffen (* 15. Juni 1841 in Golzenruh, Kreis Arnswalde; † 29. März 1916 in Sandow, Kreis Pyritz)Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch der Gräflichen Häuser Band XI, Band 82 der Gesamtreihe GHdA, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1983, S. 367. Kösener Corpslisten 1960, Hrsg. Otto Gerlach. Im Selbstverlag des Verbandes Alter Corpsstudenten, Druck C. L. Mettcker & Söhne, Jever, Kassel 1961, 11, 146. war ein deutscher Verwaltungsbeamter und Rittergutsbesitzer.

Herkunft Er stammte aus dem pommerschen Adelsgeschlecht Schlieffen, das 1812 in den preußischen Grafenstand erhoben worden war. Seine Eltern waren Leo Graf von Schlieffen (* 1802; † 1874), Mitglied des Preußischen Herrenhauses, und dessen Ehefrau Freiin Virginie Charlotte von Schlieffen (* 1817; † 1904), Besitzerin des Rittergutes Sandow im Kreis Pyritz. Sein Bruder Limbrecht von Schlieffen (* 1852) wurde preußischer General der Infanterie.

Leben Er studierte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. 1863 wurde er Mitglied des Corps Hansea Bonn.Kösener Korpslisten 1798 bis 1910, Hrsg. Karl Rügemer, Verlag der Academischen Monatshefte, Druck Carl Gerber München, Starnberg 1910, 22, 159. Nach dem Studium trat er in den preußischen Staatsdienst ein. Von 1877 bis 1906 war er Landrat des Kreises Pyritz.Landkreis Pyritz Verwaltungsgeschichte und Landratsliste auf der Website territorial.de (Rolf Jehke) Schlieffen war Kammerherr und FideikommissbesitzerErnst Seyfert: Güter-Adreßbuch für die Provinz Pommern 1914. Handbuch der Königlichen Behörden. Verzeichnis. Vierte, völlig überarbeitete Auflage, Reichenbach’sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1914, S. 62–63. in Sandow bei Pyritz. Letzter Eigentümer auf Sandow wurde der Enkel Hans-Heinrich Graf Schlieffen (* 1913; † 1944), Leutnant im 9. Inf. Regiment Potsdam.

Familie Schlieffen heiratete am 9. August 1881 Luise Rosalie Ida Wilhelmine Ludolfine Marie Hermine von Heyden-Linden (* 4. Juni 1860). Das Paar hatte mehrere Kinder: Alexander (Axel) Leo Carl Heinrich Maximilian (* 11. Juli 1882; † 19. September 1918), Gutsherr auf Sandow, gefallen bei Gouzeanecourt ⚭ 1911 Gräfin Elisabeth von der Goltz (* 3. Februar 1889) (Wiederverheiratet 1920 mit Oberstleutnant Ferdinand Müller) Dorothea Klara Minka (* 19. April 1885) ⚭ 1918 Max Heyland, Direktor der Überlandzentrale „Licht und Kraft“ in Borna bei Leipzig Elisabeth Karoline (* 30. September 1889)

Literatur Walter von Hueck, Friedrich Wilhelm Euler: Genealogisches Handbuch der Gräflichen Häuser, B (Briefadel), Band XI, Band 82 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1983, S. 367.

Fußnoten

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