Die Höllentalaussicht ist eine Aussichtswarte an der Rax in Niederösterreich.

Lage und Geschichte Die Höllentalaussicht liegt südostseitig rechts beim Talschluss des Großen Höllentals, einem Nebental des Höllentals der Schwarza zwischen Schneeberg und Raxstock oberhalb von Reichenau an der Rax, auf .

Geschichte und Zustieg mini|Versicherung der Aussichtswarte mit der Markierung des Alpenvereinssteiges mini|Hedwig-Kronich-Gedenktafel Sie wurde 1910 an einer Felsnase am Abbruch des Raxplateaus vom Deutschen und Österreichischen Alpenverein und dem Hüttenwirt des Otto-Schutzhauses, dem „Raxkönig“ Camillo Kronich (1876–1958), errichtet.

Kronich initiierte auch den Alpenvereinssteig, der aus dem Höllental heraufführt. Dieser ursprüngliche Zustieg ist heute als Klettersteig versichert.Am Alpenvereinssteig zur Höllentalaussicht (1620 m) / Klettersteig Tour. Tourbeschreibung Andreas Koller, auf alpintouren.com (abgerufen am 13. Mai 2015). Er hat sein oberes Ende direkt neben der Höllentalaussicht. Als 1926 die Raxseilbahn in Hirschwang, die erste touristische Seilbahn in Österreich, eröffnet wurde, wurde die Höllentalaussicht zu einem beliebten Spaziergängerziel. Sie ist vom Raxalpen-Berggasthof, der Seilbahn-Gipfelstation () oder vom Ottohaus () über die Wegkreuzung „Praterstern“ gemütlich erreichbar.Das schreibt schon der Niederösterreichführer 1930: Zitat Amt der niederösterreichischen Landesregierung: Das Bundesland Niederösterreich: seine verfassungsrechtliche, wirtschaftliche, kulturelle und soziale Entwicklung im ersten Jahrzehnt des Bestandes, 1920–1930. Selbstverlag, Wien 1930, S. 333 ();Bengt 1972 merkt aber an, Diether Bernt: Der Erholungsraum der Wiener. Dissertation Universität Wien, erschienen in Band 74 von Dissertationen der Universität Wien, , Verlag Notring, 1972, Fundstelle dort S. 107 () Daneben gelangt man zur Aussichtswarte auch einfach von der Wolfgang-Dirnbacher Hütte (). Der Weg zu dieser Hütte über das Große Höllental ist wegen der versicherten Klettersteige bzw. wegen der Schönbrunner-Stiege oder der anderen Leitern zum Wachthüttelkamm am Taleingang etwas schwierig und teilweise ausgesetzt. Ein einfacherer, aber deutlich längerer Anstieg verläuft über den Großen Kesselgraben und die Gloggnitzer Hütte ().Tourenbeschreibung (abgerufen am 6. November 2021).

Direkt bei der Höllentalaussicht ist eine Ehrentafel für Hedwig Kronich († 1945) angebracht, die GattinVergl. Mitteilungen des DuOeAV, Band 39, 1913, S. 203 (). von Camillo Kronich. Sie wurde von der Alpinen Gesellschaft Raxgmoa gespendet.D’ lustige Raxgmoa z’Ternitz, 1907 am Ottohaus gegründet, nachmalige ÖTK-Sektion; Raxgmoa-Hans-Nemecek-Hütte. kreiter.info;nach ihr heißt die Raxgmoahütte des Bergrettungsdienstes am Trinksteinsattel; im-muerztal.at. In älteren Unterlagen wie dieser Landkarte (Stand ca. 1921) ist der Aussichtspunkt als „Hedwig-Aussicht“ bezeichnet.

Geologie Das Gebiet um Höllentalaussicht – Wachthüttelkamm dürfte eine Zone jüngerer, mittel- bis obertriadischer Riffkalke im Raxplateau-Wetterstein (ca. 230 Mio. Jahre alt) darstellen.Harald Lobitzer: Bericht 1984/85 über fazielle Untersuchungen im Wettersteinkalk des Raxplateaus auf Blatt 104 Mürzzuschlag. in: Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt. Band 129/Heft 2, 1986, , S. 413 Sp. 2 (ganzer Artikel S. 411–413, pdf, geologie.ac.at). Das Große Höllental selbst ist eine mächtige Störung (Blattverschiebung) im Kalkstock der Rax, die sich gegenüber am Schneeberg fortsetzt, und als „Hauptdrainage“ auch die kräftigen Höllentalquellen am Talende verursacht.Hermann Stadler, Ralf Benischke, Elmar Strobl: Hydrogeologie Schneeberg/Rax. Endbericht. Studie des Instituts für WasserRessourcenManagement Hydrogeologie und Geophysik, im Auftrag der Stadt Wien MA31 (im Rahmen von KATER II), Graz, März 2008, insb. 3.1.6. Interpretation der hydrogeologischen Verhältnisse: 1. Geologischer Rahmen, S. 12 f und 2. Störungsmuster 13 f (, auf ccwaters.eu, abgerufen am 7. Mai 2015, dort Seitenzahl +1).

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Einzelnachweise

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