Nikolaus Georg Gabriel Gahrtz (* 19. Oktober 1791 in Wismar; † 20. Juni 1830 ebenda) war ein deutscher Jurist.

Leben Gahrtz war der Sohn des Gastwirts und Weinhändlers in Wismar Johann Franz Gahrtz. Er besuchte bis 1809 die Große Stadtschule Wismar und studierte anschließend Rechtswissenschaften an den Universitäten von Heidelberg,Immatrikulation Heidelberg 2. Mai 1810. Jena, Berlin und Rostock.Immatrikulation 1812 im Rostocker Matrikelportal In Heidelberg wurde er Mitglied des Corps Vandalia Heidelberg.Kösener Korps-Listen 1910, 122, 25. Im Zuge der studentischen Unruhen um den Heidelberger Senioren-Convent musste er am 11. August 1810 das Consilium abeundi unterschreiben und wurde am 14. September dort consiliiert. Zweimal saß er je acht Tage Heidelberger Karzer ein; die letzte Karzerstrafe erhielt er für ein Duell mit dem Guestphalen Westerhoff.Erich Bauer, F.A. Pietzsch: Kritisches zur Anfangsgeschichte der Göttinger und Heidelberger Vandalia in Einst und Jetzt, Band 10 (1965), S. 108–124 (122 ff.) Gahrtz setzte seine Studien und sein Studentenleben an der Universität Jena fort und wurde dort Mitstifter der Landsmannschaft Vandalia Jena,Kösener Korps-Listen 1910, 130, 13. aus der 1815 die Urburschenschaft hervorgehen sollte, und blieb dort bis Michaelis 1811.Erich Bauer, F.A. Pietzsch: Kritisches zur Anfangsgeschichte der Göttinger und Heidelberger Vandalia in Einst und Jetzt, Band 10 (1965), S. 108–124 (122 ff.) Das Wintersemester 1811/1812 verbrachte er an der Universität Berlin und wurde Mitglied der Vandalia Berlin.In den Kösener Korps-Listen 1910, 17 nicht geführt Im April 1812 wechselte er an die Universität Rostock, um die Rostochia in Rostock zu stützen,Er wird in den Kösener Korps-Listen 1910 fälschlich als Mitglied des Corps Vandalia Rostock geführt; dieses bestand zu der Zeit jedoch nicht. und beendete seine Studien.

Nach seiner Teilnahme am Befreiungskriege als Leutnant bei den freiwilligen mecklenburgisch-schwerinschen Reitenden Jägern von 1813 bis 1815 war er bis 1816/1817 in Leipzig und kehrte dann nach Wismar zurück. Er wurde von der Universität Kiel aufgrund seiner Dissertation zum Seeversicherungsrecht 1818 zum Dr. jur. promoviert. Er wurde Advokat in der Justizkanzlei in Wismar und 1826 Stadtfiscal.

Schriften Ob, wann und wie, bei einer Seeversicherung, im entstehenden Schadensfalle der Beweis des Interesses zu führen sei, und insbesondere dann, wenn 'auf glückliche Ankunft eines Schiffes' versichert worden ist, Lübeck 1818

Literatur Friedrich August Schmidt (Hrsg.): Neuer Nekrolog der Deutschen, Achter Jahrgang 1830, Zweiter Teil, B.F. Voigt, 1832, S. 513 Nr. 213 (Digitalisat)

Hans Peter Hümmer, Michaela Neubert: Spurensuche zur Jenaer und Göttinger Vandalia im Stammbuch (1812-16) Adolph Goetze aus Neustrelitz, in: Einst und Jetzt Band 60 (2015), S. 67 ff. (S. 86)

Einzelnachweise

Kategorie:Jurist in der Kommunalverwaltung Kategorie:Person (Wismar) Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1791 Kategorie:Gestorben 1830 Kategorie:Mann Kategorie:Person in den Koalitionskriegen (Mecklenburg)