Königin Elisabeth von England ist ein französischer Ausstattungs- und Monumentalstummfilm, der das Leben von Elisabeth I., Königin von England zeigt. Elisabeth I. ist auch bekannt unter den Namen The Virgin Queen, The Maiden Queen („Die jungfräuliche Königin“)

Der Film stammt aus dem Jahre 1912. Die Titelrolle spielt Sarah Bernhardt. Das international enorm erfolgreiche Historiendrama gilt als die erste Großproduktion in der Kinogeschichte Frankreichs und „schildert die unglückliche Liebe der britischen Queen zu dem Grafen von Essex.“Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts, Band 1: A.-C. Erik Aaes – Jack Carson, Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 362.

Handlung Geschildert werden einige Szenen – vor allem solche amouröser Natur – aus dem Leben der englischen Königin (1533–1603).

Elisabeth befindet sich in einer delikaten Dreiecksbeziehung mit dem Earl of Essex und der Gräfin von Nottingham. Die Königin gibt dem Earl einen Ring mit dem königlichen Siegel und verspricht ihm, so er jemals in Not sein sollte, dass dieses Schmuckstück ihn retten werde, sollte es zurück in ihre Hände gelangen. Eines Tages ist es so weit, da die Königin und Graf Essex sich derart überworfen haben, dass der Earl im Tower of London eingekerkert wird.

Um sein Leben zu retten, entsendet Elisabeth I. die Gräfin von Nottingham, um vom Unglücklichen den Siegelring zurückzuverlangen. Nur durch diese Bitte einer Gunstgewährung, befindet die Queen, könne sie auch das Leben von Essex retten. Doch dieser hat auch seinen Stolz und will, da er sich im Recht fühlt, nicht durch diese Art Gnadenerweisung sein Leben geschont sehen und wirft daher den Ring einfach fort. Damit macht er es seiner einstigen Geliebten unmöglich, etwas anderes zu tun als sein Todesurteil zu unterzeichnen. Die Königin ist untröstlich, als sie erfährt, wie sich der Earl entschieden hat, muss nun aber ihren eigenen Gesetzen folgen.

Produktionsnotizen Königin Elisabeth von England feierte seine Uraufführung vermutlich am 12. Juli 1912 in New York City. Im darauf folgenden Monat lief der Monumentalfilm auch im heimatlichen Frankreich sowie im Vaterland der Titelheldin, Großbritannien an. In Österreich-Ungarn konnte man den Streifen am 3. Dezember 1912 erstmals sehen. Dort wurde La reine Elisabeth im Wiener Elite-Kino vor einem geladenen Publikum mit dem Titel Königin Elisabeth von England gezeigt. Eine deutsche Erstaufführung ist nicht auszumachen.

Der amerikanische Nickelodeon-Betreiber Adolph Zukor kaufte 1912 den Franzosen die Filmrechte für den US-amerikanischen Markt für einen beträchtlichen BetragHierzu werden unterschiedlichsten Summen angegeben: Georges Sadoul nennt in „Geschichte der Filmkunst“, Wien 1957 auf Seite 109 die Summe von 20.000 $, die 1977 erschienene „Buchers Enzyklopädie des Films“ auf Seite 637 bereits 28.000 $, Jerzy Toeplitz erhöht in seiner Geschichte des Films, Bd. 1, 1895 bis 1928 auf Seite 52 den Betrag auf 35.000 $, und Heinrich Fraenkel gibt in dem 1956 in München erschienenen Band „Unsterblicher Film. Die große Chronik von der Laterna Magica bis zum Tonfilm“ auf Seite 69 an, es seien sogar 40.000 $ gezahlt worden. ab. Dann brachte er den Film in reguläre Lichtspieltheater jenseits des Nickelodeonbetriebs heraus und verlangte pro Eintrittskarte die für damalige Verhältnisse stolze Summe von 25 Cent. Dennoch waren alle Plätze stets ausverkauft, nicht zuletzt deshalb, weil Zukor bei den Interessierten, die selbst im hintersten Winkel der USA den Namen Sarah Bernhardt schon einmal gehört hatten, den Eindruck hinterließ, dass in dieser neuen Einrichtung „Kino“ die weltberühmte französische Künstlerin persönlich auftreten würde. „Damit war die Jahrmarkt-Periode des amerikanischen Films zu Ende“.Sadoul, S. 109. Mit seiner Lizenz für „La reine Elisabeth“ soll Zukor insgesamt 80.000 $Bucher, S. 637. eingenommen haben, den Grundstock für seine Firmengründung Famous Players Film Company, dem Vorläufer der Paramount Pictures.

Kritiken und Rezeption

Einzelnachweise

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