mini|hochkant|Selbstbildnis, 1920 Ferdinand Carl Cürten, auch Carl Cürten (* 15. Juli 1897 in Düsseldorf; † 30. Mai 1945 auf Schloss Amelunxen), war ein deutscher Maler.

Leben

mini|Winterlicher Markttag auf der Bilker Straße in Düsseldorf, 1919 Der in Düsseldorf geborene Maler Ferdinand Carl Cürten begann seine Ausbildung an der Kunstgewerbeschule und wechselte, mit deren Auflösung an die Kunstakademie Düsseldorf. In diesen ersten Jahren wurden seine Arbeiten noch von der Düsseldorfer MalerschuleMuseum Kunstpalast: Künstler und Künstlerinnen der Düsseldorfer Malerschule (Auswahl, Stand: November 2016), und vom rheinischen Impressionismus beeinflusst.

Ausgedehnte Studienreisen brachten ihn durch ganz Europa und führten ihn bis nach Nordafrika. Auf diesen Reisen durch Südfrankreich, Italien und Spanien entstanden leuchtende Darstellungen mediterraner Küstenlandschaften und südländischer Städte. Doch auch Motive der niederrheinischen Heimat und Stillleben hielt der Künstler in seinen Bildern fest.

Cürten wurde 1919 Mitglied der Künstlervereinigung Das Junge Rheinland, dessen Mittelpunkt die Altstadt-Galerie der Johanna Ey war. 1923 verließ er die Gruppe und trat der neu gegründeten Rheingruppe bei, die 1928 der Dachorganisation Rheinische Sezession beitrat. Zwischen 1919 und 1933 war er an den Ausstellungen des Jungen Rheinlands, der Rheingruppe und der Rheinischen Sezession beteiligt., abgerufen am 5. Mai 2015

1926 wurde Cürten beauftragt, sich mit einem Gemälde für den Rundbau des Planetariums zur GeSoLei zu beteiligen.in Würdigung Anna Klapheck zum Geburtstag am 12. Mai, Rheinische Post, 9. Mai 1959

1928 erhielt Cürten vom Völkerbund den Auftrag zur Ausgestaltung einer Ausstellung und wurde nach Genf berufen.

In den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg wandte sich Cürten von der Ölmalerei ab und immer mehr dem Aquarell zu. Es entstanden zunächst sehr farbintensive Bilder, denen er jedoch im Laufe der Zeit ein gemäßigteres Kolorit verlieh.

1937 wurden in der NS-Aktion „Entartete Kunst“ nachweislich drei seiner Bilder aus öffentlichen Sammlungen beschlagnahmt.Datenbank zum Beschlagnahmeinventar der Aktion „Entartete Kunst“, Forschungsstelle „Entartete Kunst“, FU Berlin.

Mit Ausbruch des Krieges wurde der Künstler zum Wehrdienst einberufen und als Leutnant nach Nordafrika geschickt. Kurz nach Kriegsende, am 30. Mai 1945, verstarb Cürten im Lazarett auf Schloss Amelunxen.

1937 als „entartet“ aus öffentlichen Sammlungen beschlagnahmte Werke

Provenzalische Landschaft (Öl, 1929, Städtische Galerie Nürnberg, Verbleib ungeklärt) Zigeuner (Öl auf Leinwand, 1925, Kunstsammlungen der Stadt Düsseldorf, zerstört) Bildnis (Aquarell, Kunstsammlungen der Stadt Düsseldorf, zerstört)

Literatur Sandra Labs: Johanna Ey und die Avantgarde der Düsseldorfer Kunstszene. Diplomier Verlag Hamburg 2012, ISBN 978-3-8428-8121-1 Galerie Alex Vömel, Kunstkabinett Hans Trojanski: Gedächtnis-Ausstellung Ferdinand-Carl Cürten: 1897–1945, 4 Seiten, 1948 Der Querschnitt: Marginalien der Galerie Flechtheim. Mai 1921. Abbildung F. C. Kürten (Oleg.), Seite 107

Weblinks

Carl Cürten Biografie auf Ketterer Kunst, abgerufen am 5. Mai 2015 Carl Cürten auf Artnet, abgerufen am 5. Mai 2015 Gemälde, Öl auf Leinwand, sonnenbeschienener Hauseingang mit sitzender Frau und Hühnern, C. Cürten

Quellen

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