Das Amt Lebus ist ein 1992 gebildetes Amt im Landkreis Märkisch-Oderland des Landes Brandenburg, in dem sich zunächst neun Gemeinden und die Stadt Lebus im damaligen Kreis Seelow zu einem Verwaltungsverbund zusammengeschlossen hatten. Amtssitz ist die Stadt Lebus. Durch Gemeindezusammenschlüsse verwaltet das Amt noch vier Gemeinden und die Stadt Lebus.
Geographische Lage Das Amt liegt im Südosten des Landkreises Märkisch-Oderland. Es grenzt im Norden an das Amt Golzow, im Osten an dem Landkreis Powiat Słubicki (Woiwodschaft Lebus) der Republik Polen, im Süden an die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder) und das Amt Odervorland sowie im Westen an das Amt Seelow-Land.
Gemeinden und Ortsteile Das Amt Lebus umfasst die folgenden Gemeinden:
Lebus (Stadt) mit den Ortsteilen Mallnow, Schönfließ und Wulkow Podelzig (mit Kolonie und Siedlung) sowie den bewohnten Gemeindeteilen Klessin und Wuhden Reitwein Treplin Zeschdorf mit den Ortsteilen Alt Zeschdorf, Döbberin und Petershagen
Geschichte Der Minister des Innern des Landes Brandenburg erteilte am 21. April 1992 mit Wirkung zum 22. Mai 1992 seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Lebus. Zum Sitz der Amtsverwaltung wurde die Stadt Lebus bestimmt. Das Amt umfasste 1992 die Gemeinden
Alt Zeschdorf Döbberin Mallnow Petershagen Podelzig Reitwein Schönfließ Treplin Wulkow Stadt Lebus
Zum 31. Dezember 1997 schlossen sich Alt Zeschdorf, Döbberin und Petershagen zur neuen Gemeinde Zeschdorf zusammen. Schönfließ wurde zum 31. Dezember 1998 nach Lebus eingemeindet. Am 30. November 2001 mit Wirkung zum 31. Dezember 2001 genehmigte der Minister des Innern die Eingliederung der Gemeinden Mallnow und Wulkow bei Booßen in die Stadt Lebus.
Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1992 5 206 1995 5 658 2000 6 710 2005 6 769 2010 6 398 2015 6 083 Jahr Einwohner 2020 6 098 2021 6 092 2022 6 075 2023 6 035 2024 5 975 2025 5 949 Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. DezemberHistorisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Märkisch-Oderland. S. 16–17.Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022
Amtsdirektoren 1992–1993: Hans-Peter WalterZeittafel der Lebuser Amtsdirektoren auf www.thate.info 1994–1995: Hans-Jörg Strahlendorf 1996–1998: Hans-Joachim Fricke 1998–2003: Margot Franke (amtierend) 2004–2020: Heiko Friedemann seit 2020: Mike Bartsch
Friedemann wurde am 20. September 2011 vom Amtsausschuss für weitere acht Jahre in seinem Amt bestätigt. Am 1. Januar 2012 begann seine zweite Amtsperiode, die bis zum Januar 2020 dauerte. Der Amtsausschuss wählte am 30. Oktober 2019 Mike Bartsch für die im Januar 2020 beginnende Amtsperiode von acht Jahren. Neuwahl: Mike Bartsch wird neuer Lebuser Amtsdirektor in: Märkische Oderzeitung, 31. Oktober 2019.
Weblinks
Amt Lebus Eintrag im Kommunalverzeichnis Brandenburg
Einzelnachweise Hauptsatzung des Amtes Lebus vom 5. März 2009 PDF Bildung des Amtes Lebus. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 21. April 1992. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 33, 22. Mai 1992, S. 501. Zusammenschluß der Gemeinden Alt Zeschdorf, Döbberin und Petershagen (Amt Lebus) zu der neuen Gemeinde Zeschdorf. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 28. November 1997. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 8. Jahrgang, Nummer 51, 22. Dezember 1997, S. 1006. Eingliederung der Gemeinde Schönfließ in die Stadt Lebus. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 3. November 1998. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 9. Jahrgang, Nummer 48, 27. November 1998, S. 984. Eingliederung der Gemeinde Mallnow in die Stadt Lebus. Mitteilung des Ministeriums des Innern vom 30. November 2001. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, Nummer 51, 19. Dezember 2001, S. 879 PDF. Eingliederung der Gemeinde Wulkow bei Booßen in die Stadt Lebus. Mitteilung des Ministeriums des Innern vom 30. November 2001. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, Nummer 51, 19. Dezember 2001, S. 879 PDF.
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