Die Bahnstrecke Proschim-Haidemühl–Spremberg war eine 13,71 Kilometer lange Nebenbahn in Brandenburg, die von 1907 bis 1947 den Westbahnhof der Stadt Spremberg mit dem Bahnhof Proschim-Haidemühl an der Bahnstrecke Neupetershain–Hoyerswerda verband und heute vollständig abgebaut ist.
Geschichte Am 1. Oktober 1907 wurde die Strecke eröffnet.Proschim-Haidemühl-Spremberg auf bahnstrecken.de, abgerufen am 8. Mai 2015 1908 wurde in Spremberg West eine Gleisverbindung zur Spremberger Stadtbahn geschaffen.Klaus Jünemann, Erich Preuß: Schmalspurbahnen zwischen Spree und Neiße. Transpress, Berlin 1988, ISBN 3-344-00307-0, S. 33–56 Die Strecke bediente die Orte Jessen (Jaseń)/Gosda (Gózdź) und Roitz (Rajc).
Im Sommer 1936 fuhren in beiden Richtungen je fünf Zugpaare, im Sommer 1939 waren es sechs und 1944/45 wieder je fünf. Die durchschnittliche Fahrzeit betrug etwa 22 Minuten. Es fuhren ausschließlich Züge mit zweiter und dritter Klasse.Kursbuchtabelle der Strecke Proschim-Haidemühl–Spremberg auf bahnstrecken.de, abgerufen am 8. Mai 2015 Die Hauptbedeutung lag im Güterverkehr, um die hauptsächlich in der Spremberger Neustadt westlich der Spree angesiedelten (Tuch-)Fabriken an das Eisenbahnnetz anzuschließen. Die Stadtbahn zum Haupt-/Ostbahnhof war recht steil und daher für den Güterverkehr nur beschränkt geeignet.
Am 30. September 1947 folgte die Einstellung des Verkehrs. Die Trasse lag großenteils im heutigen Tagebau Welzow-Süd und ist daher nicht mehr erkennbar; die an der Strecke gelegenen Siedlungen wurden abgebaggert. Der Bahnhof Spremberg West lag nördlich der Westbahnstraße.
Weblinks Proschim-Haidemühl–Spremberg auf bahnstrecken.de
Einzelnachweise
Kategorie:Bahnstrecke in Brandenburg Kategorie:Verkehr (Spremberg)