Mescheide ist eine Ortslage der Stadt Gräfenhainichen im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt.

Geografie Mescheide liegt südöstlich der Stadtmitte von Gräfenhainichen, von der es durch die Bahnlinie Berlin-Halle und die Bundesstraße 107 getrennt ist. Im Südwesten des Orts befindet sich der Gröberner See.

Geschichte Der Ortsname Mescheide verweist auf das westfälische Meschede und lässt vermuten, dass die ersten Bewohner des Dorfes aus dieser Region stammten.Inge Bily: Ortsnamenbuch des Mittelelbegebietes (= Deutsch-Slawische Forschungen zur Namenkunde und Siedlungsgeschichte, Bd. 38), Akademie-Verlag, Berlin 1996, ISBN 3-05-002505-0, S. 265. Bis 1815 gehörte Meschede zum kursächsischen Amt Gräfenhainichen.Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S. 22 f. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam der Ort zu Preußen und wurde 1816 dem Kreis Bitterfeld im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, die bis 1944 bestand. Bis 1945 gehörte Mescheide zur Provinz Halle-Merseburg, bis 1947 wiederum zur Provinz Sachsen und schließlich ab 1947 zum Land Sachsen-Anhalt.

Am 20. Juli 1950 wurde Mescheide nach Gräfenhainichen eingemeindet.

Infrastruktur Die Bundesstraße 107 führt in einem Bogen westlich am Ort vorbei. Der Bahnhof Gräfenhainichen an der Bahnstrecke Berlin–Halle befindet sich in etwa 1 km Entfernung.

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Wittenberg Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Wittenberg) Kategorie:Geographie (Gräfenhainichen) Kategorie:Gemeindeauflösung 1950