Medaillenspiegel Platz Land G S B Ges. 1. 40 44 42 126 2. 40 27 24 91 3. 20 12 13 45 4. 18 19 16 53 5. 16 26 22 64 6. 15 7 12 34 7. 14 22 29 65 8. 13 9 10 32 9. 12 13 15 40 10. 12 13 8 33……………… 36. 2 — 3 5……………… 48. 1 2 5 8 Vollständiger Medaillenspiegel
Die Olympischen Sommerspiele 2024 (offiziell: Spiele der . Olympiade, ) fanden vom 26. Juli bis zum 11. August 2024 hauptsächlich in der französischen Hauptstadt Paris statt, mit einzelnen Wettbewerben in ganz Frankreich. Ab dem 24. Juli wurden in vier Sportarten bereits die ersten Vorrunden ausgetragen. Die Stadt richtete die Olympischen Sommerspiele nach 1900 und 1924 zum dritten Mal aus. Mit den Olympischen Winterspielen von 1924, 1968 und 1992 fanden die Olympischen Spiele insgesamt zum sechsten Mal in Frankreich statt. Die Spiele wurden gemeinsam mit den Paralympischen Spielen ausgetragen, die zwei Wochen später ebenfalls in Paris stattfanden. Gemeinsam wurde das Sportevent auch als Paris 2024 vermarktet.olympics.com
Erfolgreichste Nation wurden mit 126 Medaillen erneut die Vereinigten Staaten. Gastgeberland Frankreich erreichte mit 16 Goldmedaillen Platz fünf im Medaillenspiegel, Deutschland mit 12 Goldmedaillen Platz zehn und damit die niedrigste Platzierung seit der Wiedervereinigung.
In der Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele 2024 waren öffentliche Ausgaben von 2,4 Milliarden Euro veranschlagt. Der Rechnungshof Frankreichs hat im Juni 2025 eine vorläufige Bilanz bezüglich den Kosten für die Olympischen Sommerspiele 2024 publiziert. Demnach wurden öffentliche Gelder von insgesamt rund 6 Milliarden Euro für die Organisation der Olympischen Sommerspiele 2024 und für die Errichtung der damit verbundenen Infrastruktur aufgewendet. Manche Kosten, unter anderem für die Reinigung der Seine in Höhe von 1,4 Milliarden Euro, wurden im vorläufigen Bericht des Rechnungshofes nicht berücksichtigt. Per Gesetz hat der Rechnungshof dem Parlament den Abschlussbericht vorzulegen.
Bewerberstädte
Die Nationalen Olympischen Komitees waren dazu aufgerufen, ihre Kandidaturen bis 15. September 2015 beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) einzureichen. Am 16. September 2015 gab das IOC bekannt, dass sich Budapest, Hamburg, Los Angeles, Paris und Rom um die Austragung der Olympischen Spiele 2024 bewerben wollen.
Hamburg zog seine Bewerbung zurück, nachdem sich seine Bewohner bei einem Referendum am 29. November 2015 knapp mit 51,6 % gegen eine Bewerbung entschieden hatten. Die Bewerbung Roms wurde am 29. September 2016 durch den Stadtrat zurückgezogen. Am 22. Februar 2017 zog auch Budapest seine Bewerbung zurück.dw.com: Budapest zieht Olympiabewerbung zurück Artikel vom 22. Februar 2017.
Am 31. Juli 2017 zog Los Angeles seine Bewerbung zurück und bewarb sich als einzige Stadt für die Olympischen Spiele 2028.“Los Angeles Declares Candidature for Olympic Games 2028 – IOC to contribute USD 1.8 billion to the local Organising Committee – Olympic News”. Zugegriffen am 1. August 2017. https://www.olympic.org/news/los-angeles-declares-candidature-for-olympic-games-2028-ioc-to-contribute-usd-1-8-billion-to-the-local-organising-committee Dadurch verblieb Paris als einziger Kandidat für 2024. Das IOC hatte am 11. Juli 2017 in Lausanne eine Doppelvergabe beschlossen, sofern sich Paris und Los Angeles auf ein bindendes Abkommen über die Bedingungen verständigen. Auf der IOC-Vollversammlung am 13. September 2017 in Lima (Peru) wurde einstimmig ein entsprechender Vertrag gebilligt.„Olympische Spiele 2024 gehen nach Paris, 2028 gehen nach Los Angeles – Focus Online“. Zugegriffen am 1. August 2017. https://www.focus.de/sport/mehrsport/abmachung-mit-dem-ioc-olympische-spiele-2028-gehen-nach-los-angeles_id_7420015.html
Paris richtete damit zum dritten Mal – nach 1900 und 1924 – die Olympischen Spiele aus. Einzig London war bereits dreimal Gastgeber von Sommerspielen: 1908, 1948 und 2012.
Logo, Maskottchen und Musik Das endgültige Logo für die Olympischen Spiele 2024 wurde am 21. Oktober 2019 im Pariser Kino Le Grand Rex erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Der Entwurf stammt von dem französischen Designer Sylvain Boyer in Zusammenarbeit mit den Agenturen Ecobranding & Royalties. Hauptbestandteil – neben dem Schriftzug im Art-déco-Stil, der an die zuletzt vor 100 Jahren in Paris stattgefundenen Olympischen Spiele von 1924 erinnert, und den klassischen olympischen Ringen – ist eine sogenannte Kippfigur, gehalten in den Farben Gold und Weiß; sie ist kreisrund und vereint drei Symbole: die Goldmedaille, die olympische Flamme und ein Frauengesicht, reduziert auf Frisur und Mund. 2024 traten die Olympischen sowie auch die Paralympischen Spiele erstmals mit demselben Logo auf.
Als Maskottchen der Olympischen Spiele 2024 wurden rote Figuren in Form von phrygischen Mützen gewählt. Das Maskottchen der Olympischen Spiele hieß „olympische Phryge“, trug weiße Sportschuhe, eine blaue Hose und hatte zwei Fähnchen mit der französischen Nationalflagge nach hinten am rechten Auge. Die Figur für die Paralympics heißt „paralympische Phryge“, trägt links einen roten Sportschuh und rechts eine Unterschenkelprothese, eine weiße Hose und die Fähnchen sind links angebracht.
Das französische Motto („Öffnen wir die Spiele weit“) ist ein Wortspiel mit der Alltagswendung („Öffnen wir die Augen weit“) und bezieht seinen Reiz aus diesem Anklang,rtl.fr der sich in Übersetzungen nicht adäquat wiedergeben lässt.
Während der Zeremonien und bei den Siegerehrungen wurde das offizielle musikalische Theme Parade eingespielt, das von Victor Le Masne komponiert worden war, einem Vertreter des French touch.
Das offiziell ausgeteilte Wasser an die Sportler war die Marke Chaudfontaine aus Belgien.
Wettkampfstätten Stadt Paris Wettkampfstätte Sportarten Kapazität Bau Stade Roland Garros Tennis37.475 Sitzplätzevorhanden Stade Roland Garros-Court Suzanne LenglenBoxen10.068 Sitzplätze Parc des Princes Fußball47.926 SitzplätzeGrand Palais Fechten8.000 Sitzplätze TaekwondoArena Champ-de-Mars Judo8.356 Sitzplätze Ringen Arena Paris Sud Halle 1 Volleyball12.000 Sitzplätze Halle 4 Tischtennis6.650 Sitzplätze Halle 6 Gewichtheben5.000 Sitzplätze Handball (Vorrunde)7.800 SitzplätzeArena Bercy Basketball (Finalrunde)15.000 Sitzplätze Trampolinturnen TurnenArena Porte de la Chapelle Badminton6.700 SitzplätzeNeubau Rhythmische Sportgymnastik8.000 SitzplätzeEsplanade des Invalides Bogenschießen8.000 Sitzplätzetemporär Radsport (Start Zeitfahren) Marathon (Ziel) Stade Tour Eiffel Beachvolleyball12.860 SitzplätzePont Alexandre III Radsport (Ziel Zeitfahren)1.500 Plätze Freiwasserschwimmen (Start/Ziel) Triathlon (Schwimmen)Jardins du Trocadéro Radsport (Start/Ziel Straßenrennen) 3.349 PlätzePont d’Iéna Gehen (Start/Ziel)Place de la Concorde Breaking30.000 Plätze BMX-Freestyle Skateboard 3×3-BasketballPlace de l’Hôtel de Ville – Esplanade de la Libération Marathon (Start)
Großraum Paris WettkampfstätteOrtSportartenKapazitätBauStade de FranceSaint Denis Leichtathletik77.083 Sitzplätzevorhanden 7er-Rugby20px|klasse=noviewer SchlussfeierCentre Aquatique Olympique Wasserspringen5.000 Sitzplätzeneu Synchronschwimmen Wasserball (Vorrunde)Paris La Défense ArenaNanterre Schwimmen17.000 Sitzplätzevorhanden Wasserball (Finalrunde)Stade Olympique Yves-du-ManoirColombes Hockey15.000 Sitzplätzevorhanden– renoviertSite d’escalade du BourgetLe Bourget Sportklettern6.000 PlätzetemporärGärten des Schlosses VersaillesVersailles Dressur80.000 Sitzplätze(22.000 + 58.000) Springreiten Vielseitigkeitsreiten Moderner FünfkampfLe Golf NationalGuyancourt bei Versailles Golf32.720 PlätzevorhandenColline d’ÉlancourtÉlancourt bei Versailles Mountainbike15.000 PlätzeVélodrome NationalMontigny-le-Bretonneux bei Versailles Bahnradsport5.000 SitzplätzeStade BMX de Saint-Quentin-en-Yvelines BMX-Rennsport3.000 SitzplätzeArena Paris NordVillepinteBoxen (Qualifikation)6.000 Sitzplätze Moderner Fünfkampf (Fechten)Stade nautique de Vaires-sur-MarneVaires-sur-Marne Rudern24.000 Plätze KanuStade d’eau vive Vaires-sur-Marne Kanuslalom12.000 Sitzplätze
Weitere Wettkampfstätten in Frankreich und Französisch-Polynesien WettkampfstätteOrtSportartenKapazitätBauStade Pierre-MauroyVilleneuve-d’Ascq bei Lille Handball (Finalrunde)27.000 Sitzplätzevorhanden Basketball (Vorrunde)Centre National de Tir SportifDéols bei Châteauroux Schießen4.120 SitzplätzeMarina de MarseilleMarseille Segeln12.262 PlätzeStade de BordeauxBordeaux Fußball42.000 SitzplätzeStade de LyonDécines-Charpieu bei Lyon Fußball59.186 SitzplätzeStade VélodromeMarseille Fußball67.394 SitzplätzeStade Louis-FonteneauNantes Fußball37.473 SitzplätzeStade de NiceNizza Fußball36.178 SitzplätzeStade Geoffroy-GuichardSaint-Étienne Fußball41.965 SitzplätzeTeahupoʻoTaiarapu-Ouest auf Tahiti in Frz.-Polynesien Surfen600 Stehplätze
Wichtige Orte für Organisation, Logistik und Öffentlichkeitsarbeit Ort Funktion Seine 20px|klasse=noviewer Eröffnungsfeier auf der Seine zwischen Pont d’Austerlitz und Pont d’Iéna/Jardins du Trocadéro Le Pulse Sitz des IOC Saint-Ouen-sur-Seine,Île Saint-Denis,Saint-Denis Olympisches Dorf Dugny Medienzentrum und International Broadcast Centre
Wiederverwendete Einrichtungen Für die Wettkämpfe, als Trainingsstätte sowie für den öffentlichen Nahverkehr wurden drei Einrichtungen genutzt, die für die Olympischen Spiele 1900 und 1924 gebaut wurden: die Métro-Linie Nummer 1, am 19. Juli 1900 anlässlich der ersten Olympischen Spiele und der Weltausstellung eingeweiht, das Stade de Colombes, das seinerzeit für 60.000 Zuschauer außerhalb der Stadtmauern errichtet wurde, weil die Stadt Paris sich weigerte, sich an den Kosten für den Bau des Prinzenparks zu beteiligen, und das Schwimmstadion Piscine des Tourelles, in dem der spätere Tarzan-Darsteller Johnny Weissmüller 1924 dreimal Gold und einmal Bronze gewann.Christian Ermert: , Notizen, auf: leichtathletik.de, vom 14. September 2017, abgerufen am 15. September 2017. Letzteres diente für die Spiele 2024 als Trainingsort für Schwimmer und Triathleten.
Zeremonien Olympischer Fackellauf Das olympische Feuer wurde am 16. April 2024 traditionsgemäß in Olympia entzündet. Am 27. April 2024 wurde das Feuer mit dem alten Dreimast-Segelschiff Belem vom Hafen von Piräus bis Marseille transportiert.Olympisches Feuer reist mit Segelschiff, orf.at, 27. April 2024, abgerufen am 27. April 2024. Am 8. Mai erreichte das Schiff den Hafen der Stadt, wo der Fackellauf seine erste von 68 Etappen abhielt. Der Fackellauf führte zu Beginn durch verschiedene Städte der Provence-Alpes-Côte d’Azur, ehe das Feuer am 13. Mai in Montpellier angelangte und am Folgetag mit dem Schiff auf Korsika zu sehen war. Am Folgetag kehrte der Fackellauf in die Region Okzitanien zurück und verlief fortan durch diese. Ab dem 20. Mai führte die Route für eine Woche durch die Region Nouvelle-Aquitaine, ehe der Fackellauf einen Abstecher in den Süden der Region Centre-Val de Loire nach Châteauroux machte. Über die Städte Angers und Laval in der Region Pays de la Loire führte der Fackellauf an den letzten zwei Tagen im Mai durch die Normandie. Mit Rennes folgte am 1. Juni die erste Etappe in der Bretagne. Nach einem Abstecher in Richtung Süden, nach Niort, ging es entlang der Küste nach Brest. Dort startete am 7. Juni die Überquerung des Atlantischen Ozeans.