mini|300px|Anmeldetrassen der Ost-Süd-Umfahrung Landshuts Die Ost-Süd-Umfahrung Landshut (auch Südumfahrung, Süd-Ost-Umfahrung oder „Biergartenvariante“) ist eine zum Bundesverkehrswegeplan 2030 (bis März 2016 als Bundesverkehrswegeplan 2015 bezeichnet) angemeldete Ortsumfahrung der Stadt Landshut, die teilweise über das Gebiet des Landkreises Landshut führt. Ab dem Autobahnkreuz mit der A 92 ist sie als vierspurige Fortführung der Bundesstraße 15n zur Bundesstraße B 299 geplant. In einem zweiten Abschnitt soll sie von der B 299 zweispurig bis zur B 15 weitergeführt werden. Im vom Bundeskabinett beschlossenen Bundesverkehrswegeplan 2030Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: . PDF. Online auf www.bmvi.de, abgerufen am 12. August 2016. sowie dem Entwurf eines Sechsten Gesetzes zur Änderung des Fernstraßenausbaugesetzes, wird sie als Teilstück der B 15 geführt.
Geschichte Eine ca. 16 km lange Umfahrung Landshuts im Osten in südlicher Richtung wurde das erste Mal am 6. Dezember 2014 von Innenminister Hermann auf einer Verkehrskonferenz in Hinterberg bei Dorfen im Rahmen eines neuen Trassenvorschlages für die B 15n zur Diskussion gestellt.Autobahndirektion Südbayern: . PDF. Online auf abdsb.bayern.de. Abgerufen am 22. Dezember 2014.
Alternativer Trassenvorschlag (6. Dezember 2014) Entgegen einer zuvor favorisierten Trasse über Adlkofen, Geisenhausen, Velden und Schwindegg zur A 94, sollte nun die Trasse zunächst an Adlkofen und Kumhausen vorbei und dann parallel zur bestehenden B 15 bis zur A 94 geführt werden.Landshuter Zeitung: „B15neu-Planung an A92 stoppen“, 9. Dezember 2014.Bayerisches Staatsministerium des Inneren für Bau und Verkehr: Aktueller Planungsstand B 15neu. Online auf stmi.bayern.de. Abgerufen am 10. Dezember 2014. Die weiteren Planungsarbeiten hierzu sollten von der Autobahndirektion Südbayern auf die örtlich zuständigen Staatlichen Bauämter in Landshut, Freising und Rosenheim übertragen werden.Autobahndirektion Südbayern: . Online auf abdsb.bayern.de. Abgerufen am 22. Dezember 2014. Am 19. Januar 2015 kam dann zunächst ein „Aus“ für die B 15neu. Auf einem Treffen, zu welchem Landrat Peter Dreier die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden aus dem Landkreis Landshut sowie Vertreter der Stadt Landshut für den 23. Januar 2015 eingeladen hatte,Landshuter Rundschau: Landrat Dreier, OB Rampf & alle betroffenen Bürgermeister für neues B 15neu-Konzept. 23. Januar 2015. Online auf la-rundschau.de. Abgerufen am 25. Januar 2015.Landshuter Wochenblatt: . Online auf www.wochenblatt.de.Vilsbiburger Zeitung: B15 neu: Landrat ruft Bürgermeister zusammen, 24. Dezember 2014. wurde der Vorschlag vom 6. Dezember 2014 begrüßt und eine ergebnisoffene Prüfung des Trassenverlaufes eingefordert. Die Forderungen waren im Einzelnen: Weiterführung einer B 15neu als Platzhaltertrasse als südliche Umfahrung Landshuts mit anschließendem dreistreifigen Ausbau der B 15. Möglichkeit der Umsetzung anderer verkehrlich wirksamerer, schonenderer und kostensparenderer Trassenführungen im Rahmen der weiteren Planungen. Schnellst mögliche Umsetzung des Abschnitts von der A 92 bis zur B 299. Schnellst mögliche Untersuchung der verkehrlichen Wirksamkeit durch das Staatliche Bauamt Landshut für folgende Varianten: Südostumgehung Landshuts von Ohu bis Hachelstuhl, Ostumgehung Landshuts auf der Raumordnungstrasse vor Geisenhausen nach Westen in das Vilstal abschwenkend mit Weiterführung ab Münchsdorf auf der B 15alt Osttangente mit Versatz über die A 92 bis zur Anschlussstelle Essenbach/Altheim mit anschließender Weiterführung zur B 299 und zur B 15alt Westumfahrung Landshuts mit Versatz über A 92 (neue Anschlussstelle Ohu bis Landshut-West).
„Oßner-Vorschlag“ (14. Januar 2015) mini|Zwischen Dezember 2014 und März 2015 diskutierte Trassenvarianten Nach heftiger Kritik am alternativen Trassenvorschlag brachte der CSU-Bundestagsabgeordnete Florian Oßner am 14. Januar 2015 eine weitere ca. 16,3 km lange Variante ins Spiel, deren zentraler Punkt eine vierspurige Ost-Süd-Umfahrung Landshuts war, die zunächst die B 15 neu ab der A 92 an die LAs 14 und weiter an die B 299 in Höhe Berggrub anschloss.Landshuter Wochenblatt: Ost-Süd-Umgehung: „Alles andere wäre der GAU“, 28. Januar 2015. Die Querung der Isarhangleite erfolgte wie geplant mit einem Tunnel bei Eisgrub. Von der B 299 war eine zweispurige Weiterführung bis zur bestehenden Trasse der B 15 südlich von Grammelkam vorgesehen. Der erste Teilabschnitt bis zur B 299 wurde als bis 2025 realisierbar erachtet, der Zweite bis 2030.Landshuter Zeitung: B15 neu: CSU zu Kompromiss bereit, 14. Januar 2015.Landshuter Zeitung: CSU verabschiedet sich von „gelber Autobahn“, 14. Januar 2015.
„Seehofer-Variante“ (30. Januar 2015) Am 30. Januar 2015 wurde aus der Staatskanzlei von Ministerpräsident Seehofer verkündet zwei Trassen zum Bundesverkehrswegeplan 2015 anzumelden: Eine teilweise dreispurig mit Ortsumfahrungen ausgebaute der bestehenden B 15 bis nach Haag folgende und eine zweite sich an die bestehende Raumordnungstrasse der B 15 neu von 1977/78 anlehnende Trasse. Mittels einer vergleichenden Prüfung sollte dann die zu realisierende Variante festgelegt werden. Südlich von Haag ist ein Verlauf entlang der Bestandstrasse der B 15 inklusive der Westtangente Rosenheim bis zur A 8 vorgesehen mit in Teilen dreispurigem Ausbau.Mittelbayerische: Seehofer gibt grünes Licht für B15 neu. 30. Januar 2015. Online auf www.mittelbayerische.de. Abgerufen am 30. Januar 2015.Süddeutsche Zeitung: Seehofers Kehrtwende nach elf Tagen. Online auf www.sueddeutsche.de. Abgerufen am 30. Januar 2015. Beide Varianten sahen eine Ost-Süd-Umfahrung Landshuts vor – anzumelden für den vordringlichen Bedarf –,Radio Trausnitz: . MP3. Online auf www.radio-trausnitz.de.Bayerischer Rundfunk: . Online auf www.br.de. Abgerufen am 30. Januar 2015. die vierspurig zwischen B 15 neu/A 92 und der B 299 und von da ab zweispurig weiter zur B 15 verlaufen sollte. Durch Kabinettsbeschluss vom 3. Februar 2015 wurde die weiter östlich verlaufende Meldetrasse zum Bundesverkehrswegeplan 2015 vom 12. März 2013 in den Landkreisen Landshut und Mühldorf widerrufen und vom 6. Dezember 2014 datierende Vorschlag einer westlich der B 15 verlaufenden Trasse zurückgezogen.Bayerische Staatskanzlei Pressemitteilung Nr. 31: . PDF. Online auf www.bayern.de. Abgerufen am 3. Februar 2015. Zum Bundesverkehrswegeplan 2015 sollte dafür im März eine Platzhaltertrasse (ohne exakte Trassenführung) mit Begründung der überregionalen Bedeutung des Straßenbauprojektes sowie einer Kostenschätzung angemeldet werden. Geplant war dann ab April im Rahmen eines Öffentlichkeitsforums mit Erarbeitung von konkreten Trassenvorschlägen durch das Staatliche Bauamt unter Einbeziehung der betroffenen Gemeinden zu beginnen.Landshuter Wochenblatt: B15 neu: So geht es jetzt weiter, 11. Februar 2015.Landratsamt Landshut: „Große Zukunftschance für Verbesserung der Verkehrssituation“. Pressemitteilung vom 5. März 2015. PDF. Online auf www.ou-landshut.de. Abgerufen am 24. August 2015.
„Trassenkombi“ des Kreisausschusses (Mai 2017) In seiner Stellungnahme zum Raumordnungsverfahren zur Ost-Süd-Umfahrung Landshut brachte der Kreisausschuss des Landkreises Landshut ein erweitertes Trassenkonzept ein. Dieses sieht vor: einen vierstreifigen Neubau von der A 92 bis zur B 299 (ähnlich der östlichen Umfahrung Landshut der ROV-Trassen 1a/1b), daran anschließend einen vierstreifigen Ausbau der B 299 bis Geisenhausen, einen möglichst raschen Weiterbau der B 15neu östlich Geisenhausen auf dem Ostkorridor bis zur B 388 bei Velden sowie eine stadtnahe Südumfahrung von der B 299 bis zur B 15 (ähnlich der südlichen Umfahrung Landshut der ROV-Trasse 1a) aber mit Knotenpunkt bei Niederkam für eine spätere Anbindung an eine Westtangente Landshut.Landshuter Zeitung: Tunnel und „Deckel“ gefordert, 9. Mai 2017.Landshuter Zeitung: Ja zu „Deckel“, Tunnel und Trassenkombination, 9. Mai 2017.
Die Punkte 1, 2 und 4 finden sich in ähnlicher Form auch in der Stellungnahme des Stadtrates Landshut wieder.Landshuter Zeitung: „Wie ein Sechser im Lotto“, 9. Mai 2017.
Bundesverkehrswegeplan 2030 Die Anmeldung der B 15n zum Bundesverkehrswegeplan 2030 (bis März 2016 als Bundesverkehrswegeplan 2015 bezeichnet) erfolgte im März 2015 als Platzhaltertrasse (ohne endgültige Trassenführung) mit Begründung der überregionalen Bedeutung des Straßenbauprojektes sowie einer Kostenschätzung.Landshuter Wochenblatt: B15 neu: So geht es jetzt weiter, 11. Februar 2015.Autobahndirektion Südbayern: . Online auf www.abdsb.bayern.de. Abgerufen am 8. April 2015. Die Ost-Süd-Umfahrung Landshuts ist wesentlicher Teil der Projektanmeldung und Bestandteil zweier alternativer Trassenanmeldungen: Neubautrasse im Raumordnungskorridor zwischen Landshut und Haag(Projekt B015-G060-BY) Ausbau der bestehenden B 15 mit Ortsumfahrungen(Projekt B015-G070-BY → dieser Trassenverlauf entspricht der im Dialogforum diskutierten Variante 1a)
Dabei unterscheidet sich die Strecke jeweils leicht hinsichtlich der Anbindung an die B 299.
Mit dieser Anmeldung ruhen die weiteren Aktionen im Landkreis und der Stadt Landshut hinsichtlich einer Machbarkeitsstudie für eine Osttangente Landshut. Die Erstellung eines Verkehrsgutachtens veranlasst durch Bayerische Staatsregierung soll deren Bedarf zusätzlich zu einer Ost-Süd-Umfahrung Landshuts klären.
Im ersten Referentenentwurf zum Bundesverkehrswegeplan 2030 wurde die Ost-Südumfahrung mit zwei Projekten in die Kategorie „Neue Vorhaben – Vordringlicher Bedarf (VB)“ und somit ohne Priorisierungsstufe Engpassbeseitigung (VB-E) eingestuft. Dabei handelt es sich um folgende Projekte: Kategorie Projektnummer Straßen- nummer Abschnitt Ausbauziel Länge in km Investitions- kosten in Mio. Euro Nutzen- kosten- verhältnis Umwelt- und naturschutz- fachliche Beurteilung PlanungssituationIst ein Gesehenvermerk (Vorentwurf genehmigt) erteilt, kann hinsichtlich der Prüftiefe eine weitere Trassenplausibilitätsprüfung entfallen (Umweltbericht zum BVWP 2030, Seiten 31ff.). VB B015-G070-BY-T01-BY B 015 östliche Ortsumfahrung Landshut (A 92 bis B 299) Neubau 4streifig 10,9 213,9 4,0 hoch Vorentwurf genehmigtIm Februar 2012 wurde ein Vorentwurf der B 15 neu mit einer Streckenführung von Essenbach A 92 nach Geisenhausen B 299 genehmigt, deren Kosten die Autobahndirektion Südbayern 2012 auf 312,7 Mio. € schätzte. VB B015-G070-BY-T02-BY B 015 südliche Ortsumfahrung Landshut (B 299 bis B 15) Neubau2streifig 6,5Die Trasse mit dieser Länge entspricht der Variante 1a, die im Raumordnungsverfahren als nicht raumverträglich eingestuft wurde. 45,8 >10 mittelBundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: . PDF. Online auf init.pro.contentstream.de, abgerufen am 23. März 2016. ohne Planungsbeginn Gesamt 17,4 259,7
Folgende Projektvarianten wurden ohne Dringlichkeit eingestuft bzw. waren als Variante ausgeschieden: B015-G071-BY-T01-BY B015-G071-BY-T02-BY B015-G072-BY-T01-BY B015-G072-BY-T02V-BY B015-G060-BY-T01-BY B015-G060-BY-T05-BY B015-G061-BY-T01-BY B015-G061-BY-T05-BY B015-G062-BY-T01-BY B015-G062-BY-T05-BYPRINS: Sonstige Projekte (Straße) die nicht Bestandteil des BVWP 2030 sind. Online auf www.bvwp-projekte.de, abgerufen am 21. März 2016.
Das Nutzen-Kosten-Verhältnis der beiden Abschnitte wird wesentlich bestimmt durch: Abschnitt 1: Ost-Umfahrung Veränderung der Betriebskosten im Personen- und Güterverkehr Veränderung der Verkehrssicherheit Veränderung der Reisezeit im Personenverkehr Veränderung der Zuverlässigkeit Abschnitt 2: Süd-Umfahrung Veränderung der Betriebskosten im Personen- und Güterverkehr Veränderung der Reisezeit im Personenverkehr Veränderung der Zuverlässigkeit