Sandersdorf ist ein Ortsteil der Stadt Sandersdorf-Brehna im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt.
Geografie Sandersdorf befindet sich im Norden der Stadt zwischen Zörbig im Westen und Bitterfeld-Wolfen im Osten.
Geschichte Sandersdorf wurde erstmals im Jahre 1373 in den Urkunden des Klosters Brehna urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Bitterfeld.Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 22 f. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam der Ort zu Preußen und wurde 1816 dem Kreis Bitterfeld im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem er bis 1944 gehörte.
1992 bildeten die Orte Sandersdorf, Heideloh, Ramsin, Renneritz und Zscherndorf die Verwaltungsgemeinschaft Sandersdorf, aus der mit ihrer Auflösung am 1. Juli 2004 die Einheitsgemeinde Sandersdorf entstand.
Am 1. Juli 2009 wurden die Stadt Brehna und die Gemeinden Glebitzsch, Petersroda und Roitzsch in die Einheitsgemeinde Sandersdorf eingemeindet und zeitgleich erhielt Sandersdorf den neuen Namen „Sandersdorf-Brehna“.StBA: Gebietsänderungen vom 02. Januar bis 31. Dezember 2009 Die Stadtrechte Brehnas wurden auf Sandersdorf-Brehna übertragen.
Wappen
Sehenswürdigkeiten mini|St.-Marien-Kirche Die evangelische Kirche, eine romanische Feldsteinkirche, ist das älteste Bauwerk des Ortes.https://www.sandersdorf-brehna.de/de/kirchen/evangelische-kirche-sandersdorf-brehna-20003977.html Die katholische Kirche St. Marien wurde 1906 nach Plänen von Arnold Güldenpfennig erbaut.
Hans Kindermann stellt seit etwa 2010 in seinem Oldtimer-Atelier einige alte Autos aus. Der Schwerpunkt liegt bei Fahrzeugen der Marke Mercedes-Benz. Außerdem ist ein Excalibur abgebildet.Dieter Lammersdorf: Oldtimermuseen in Deutschland. Johann Kleine Vennekate-Verlag, Lemgo 2014, ISBN 3-935517-06-8, S. 107.Oldtimer-Atelier.de Auf oldtimer-atelier.de, abgerufen am 13. November 2022.
Verkehr Sandersdorf erhielt 1897 mit Eröffnung der Bahnstrecke Bitterfeld–Stumsdorf Anschluss an das Schienennetz der Bahn. Der Schienenpersonennahverkehr wurde im Jahr 2002 eingestellt. Die DB Netz AG verpachtete sie bis 2025 an die Zörbiger Infrastrukturgesellschaft mbH.
Östlich des Orts verlaufen die Bundesstraßen 183 und 184.
Sport Die SG Union Sandersdorf spielt seit der Saison 2013/14 in der Fußball-Oberliga Nordost.
Söhne und Töchter des Ortes Johann Georg Berlich (1625–1675), Kommunalpolitiker und Rittergutsbesitzer, Bürgermeister der Stadt Chemnitz Johann Gottfried Schnabel (1692–1744/1748), Schriftsteller der Aufklärung Kurt Waitzmann (1905–1985), Schauspieler und Synchronsprecher Otto Lehmann (1913–1991), Politiker und Gewerkschaftsfunktionär, Mitglied des ZK der SED, Abgeordneter der Volkskammer sowie Stellvertretender Vorsitzender des FDGB-Bundesvorstandes Horst Jankhöfer (* 1942), Handballnationalspieler und -trainer Werner Peter (* 1950), Fußballspieler Rüdiger Weida (* 1951), Satiriker, Aktionskünstler und Blogger sowie Mitbegründer und Vorsitzender der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Sandersdorf-Brehna) Kategorie:Ort im Landkreis Anhalt-Bitterfeld Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) Kategorie:Ersterwähnung 1373 Kategorie:Gemeindeauflösung 2009